Hervorgehoben

KH ab dem 21.01.2021

Liebe Freunde, Besucher und Leser!

Wer mich kennt, weiß, dass ich in der Regel nicht viel Aufhebens mache um Dinge, die ich nicht verhindern kann.
Auch wenn ich wieder einmal ins KH muss, denke ich als Kölner nur ganz dogmatisch:“Wat solls!“

Ist dieser Besuch allerdings nur darauf zurück zu führen, weil dem Pflegedienst die Zeit wichtiger war, als ich, kommt mir die Galle hoch. Laut Arzt gehört bei jedem Verbandwechsel  die Wunde gesäubert, desinfiziert, eingecremt und verbunden – der Verband wurde gewechselt, Dienstags und Freitags. Alle anderen Anordnungen meines Arztes…

Nun also ist es wieder einmal so weit und ich werde morgen früh ins KH kommen.

Es wird als o möglicherweise etwas ruhiger hier werden, befürchte ich.

Und wie immer eine (überflüssige) Ermahnung: Bleibt brav, streitet nicht und vergesst mich nicht ganz. J

Sollte es mir möglich sein, werde ich weiterhin berichten – allerdings…

Mark Twain | Deutsche und andere Geschichten (5)

Berliner Eindrücke

Berlin hat mich im höchsten Grade überrascht. Keine Beschreibung, die ich früher in Büchern gelesen habe, trifft mehr zu. Das Berlin, wie es im vorigen Jahrhundert und noch in der ersten Hälfte des jetzigen war, die schmutzige, einförmige, häßliche Stadt, ist wie vom Erdboden verschwunden. Nur der Grund auf dem sie stand hat noch eine Geschichte und alte Überlieferungen, – Berlin selbst ist ganz neu, die neueste Stadt, die mir jemals vorgekommen ist.

„Mark Twain | Deutsche und andere Geschichten (5)“ weiterlesen

Belauschen geht auch, wenn Kinder da sind… IMMER!

im angesicht des versprechens

München, Zuhause.

Meine Tochter, 9 Jahre, macht in ihrem Zimmer Hausaufgaben. Auf einmal kommt sie zu mir ins Wohnzimmer.

Sie: “Mit fällt das Gegenteil von ‘faul’ nicht ein.”
Ich: “Das Wort fängt mit ‘fff’ an.”

Leider fällt immer noch nicht der Groschen.

Ich: “Also, wenn du mehr Hausaufgaben machst, als du eigentlich machen müsstest, dann bist du sehr… ?!?”
Sie: “Verdächtig!!”

belauscht von Kirstin

du kriegst die motten…

Dortmund-Hörde. In der U-Bahn.

Ein Vater hat seine ca. 4 jährige Tochter auf dem Schoß. Ihnen gegenüber sitzt ein junges Mädchen mit gefärbten Haaren und zerrissener Jeans.

Das Kind guckt das Mädchen an, dann runter auf die Jeans, dann wieder zu ihr rauf und sagt:

“Hasse Motten im Schrank??”

belauscht von Frank

er, sie, was?

Weil der Stadt. Am Bahnhof.

Ein Mädchen erklärt ihrer Mutter was sie im Kindergarten gelernt hat.

Mädchen: “Also, wenn ich jemanden nicht kenne, dann sage ich ‘Sie’. Und wenn ich jemanden kenne sage ich… (Pause) ‘Er’!”

belauscht von Nane

erst mal schauen, ob es passt

Dillenburg.

Große Geburtstagsfeier. Alle Verwandten und Freunde sitzen an der Tafel und essen.
Mutter (zur kleinen Tochter): “Willst du mal dein Lieblingslied dem Opa vorsingen?”
Tochter (ca. 5) überlegt: “Nein der Opa ist kein Schwein!”
sie überlegt weiter: “Der Opa ist aber auch kein Mann, sondern ein Opa!”
Dann singt sie lauthals: “MÄNNER SIND SCHWEINE….”

belauscht von Claudia B.

berechnung im kindlichen kalender

Hamburg. Im Büro.

Ein Arbeitskollegin unterhält sich mit der Tochter eines anderen Kollegen.

Kollegin: “Und wie alt bist du?”
Kind: “4 Jahre. Ich werde aber bald 5!”
Kollegin: “Und wann wirst du 5?”
Kind: “An meinem 5. Geburtstag!”

belauscht von Kathrin

Kuttel Daddeldu und Matrosensang

Herr Steuermann, ach Steuermann,
Mein Herz ist gar so schwer.
»So bind ein gut Stück Eisen dran
Und wirf es über Bord ins Meer.«

Ob meine schwangere Liebste weint?
Eine Trän? Zwei Trän? Drei Trän?
Ho! Meine krumme Mutter meint,
Ich sei ein reicher Kapitän.

Ist Mutters Haus mit Stroh gedeckt,
Wie sie sich freuen kann.
Doch wie ein Sturm mit Branntwein schmeckt,
Das geht sie einen Hundsdreck an.

Zur blauen Stunde | Der Spinnerin Lied

Es sang vor langen Jahren
Wohl auch die Nachtigall,
Das war wohl süßer Schall,
Da wir zusammen waren.

Ich sing‘ und kann nicht weinen
Und spinne so allein
Den Faden klar und rein,
So lang der Mond wird scheinen.

Da wir zusammen waren,
Da sang die Nachtigall,
Nun mahnet mich ihr Schall,
Daß du von mir gefahren.

So oft der Mond mag scheinen,
Gedenk ich dein allein,
Mein Herz ist klar und rein,
Gott wolle uns vereinen.

Seit du von mir gefahren,
Singt stets die Nachtigall,
Ich denk bei ihrem Schall,
Wie wir zusammen waren.

Gott wolle uns vereinen,
Hier spinn ich so allein,
Der Mond scheint klar und rein,
Ich sing und möchte weinen!

Mark Twain | Deutsche und andere Geschichten (4)

Deutsche Geschichten

Die Schrecken der deutschen Sprache

Ich war oft im Heidelberger Schloß, um die daselbst befindliche Kuriositätensammlung zu besichtigen und eines Tages überraschte ich den Besitzer derselben mit meinem Deutsch, das ziemlich seltsam lauten mochte. Er war sehr aufmerksam, und nachdem ich eine Zeit lang gesprochen hatte, äußerte er, mein Deutsch sei ganz seltener Art, vielleicht ein ›Unikum‹, er möchte es gerne seinem Museum einverleiben. Hätte er gewußt, was die Erwerbung meiner Fertigkeit mich gekostet hatte, so würde er auch gewußt haben, daß deren Anschaffung einen jeden Sammler zu Grunde richten müßte. Mein Freund Harris und ich hatten damals mehrere Wochen lang tüchtig an unserm Deutsch gearbeitet, und obwohl wir gute Fortschritte machten, hatten wir doch unser Ziel nur unter großen Schwierigkeiten und Plackereien erreicht, denn drei von unsern Lehrern waren darüber gestorben. Wer nicht selbst deutsch gelernt hat, kann sich keine Vorstellung davon machen, was das für eine verzwickte Sprache ist.

„Mark Twain | Deutsche und andere Geschichten (4)“ weiterlesen

Ludwig Bechstein – Deutsches Sagenbuch (68)

68. Des Königs Weihnacht

Wo jetzt der Dom zu Frankfurt steht, stand schon zu König Ludwig des Deutschen Zeiten eine Kapelle, die hieß der Rudtlint, wie auch später zu St. Salvator, und war der heiligen Jungfrau Maria und Karl dem Großen geweiht. Ludwig der Deutsche feierte das Weihnachtfest in seiner Pfalz zu Frankfurt am Main und berief dorthin eine Reichsversammlung.

Da geschah es, daß der Teufel in Gestalt eines Priesters und guten Geistes zu Ludwigs Sohne, Karl, trat und zu ihm sagte: Siehe, du bist der Jüngste unter deinen Brüdern, und dein Vater will das Reich deinem Bruder Karlmann geben, das doch dir von Gott bestimmt ist, und will dich verderben, solches will Gott nicht leiden. Karl aber entsetzte sich vor der Versuchung und eilte in die Kapelle, indem er rief: Hebe dich weg, Versucher! Du bist kein Bote von oben! Der Teufel aber folgte ihm in die Kirche nach und sprach: Wäre ich nicht ein Bote von oben, wie dürft‘ ich mit dir eintreten in dieses Gotteshaus? Wie dürft‘ ich das Sakrament des Altars, das heilige Meßopfer, vollziehen? – Und so betörte er Karls Sinn mit dem Trug der Hölle, und las die Messe, und reichte ihm die gebenedeite Hostie, und mit der Hostie fuhr er in ihn und besaß ihn.

Da nun die Reichsversammlung war, redete Karl unsinnig in ihr, riß sich das Wehrgehenk von der Seite, schleuderte es samt dem Schwerte mitten in den Saal, riß den Gürtel sich ab und die Gewände vom Leibe und ward heftig hin und her gerüttelt, so daß alle Anwesenden sich entsetzten. Die Bischöfe aber ergriffen den vom bösen Feind Besessenen und führten ihn in die Kapelle, und der Erzbischof begann die Messe über ihn zu singen. Da begann Karl laut zu klagen und Weh über Weh zu schreien in einem fort, bis die Messe zu Ende war, aber die Priester ließen nicht ab mit Gebet, bis der Feind wieder von dem Königssohne wich und Karl durch Gottes Barmherzigkeit geheilt ward. Hielt also König Ludwig gar eine trübe Weihnacht zu Frankfurt. Aber was des Teufels Bosheit des Königs Sohn eingeflüstert, erfüllte sich später dennoch, denn Karlmann und Ludwig starben beide vor ihm, und Karl erhielt des Deutschen Reiches Krone, wenn auch nur auf kurze Zeit, denn er fiel in Schwermut und gab sich ganz in die Hände der Pfaffen. Da entsetzten ihn die Fürsten des Reiches und gaben das an Arnulf, einen natürlichen Sohn seines Bruders Karlmann.

Ludwig Bechstein (1801-1860)

Ludwig Bechstein – Deutsches Sagenbuch (67)

67. Der Franken Furt

Saalhof und neues Historisches Museum vom Maintower aus (2018)

Die Sage geht, daß die freie deutsche Stadt Frankfurt ihren Ursprung in solcher Weise erhalten habe. Unter Kaiser Karl dem Großen kriegten die Sachsen gegen die Franken und ihren mächtigen König, und waren erstere siegreich und trieben die Feinde bis hinab zum Ende des Mainstroms. Wie nun die Franken flüchtig an diesen Strom und an die Stelle kamen, wo jetzt Frankfurt liegt, und des Stromes Breite und Tiefe sie erschreckte, da sie weder Brücke noch Schiffe hatten, über den Main zu gelangen, siehe, da zeigte ihnen eine Hirschkuh gleichsam nach dem Ratschluß göttlicher Barmherzigkeit den Weg, indem sie ohne Gefahr durch den Strom schritt und also eine Furt anzeigte, wo die flüchtigen Franken nun ohne Gefahr über den Strom setzen konnten und setzten. Da nun später die nachfolgenden Feinde kamen und jene Furt nicht kannten und fanden, so mußten sie die Franken ferner unverfolgt lassen, und Karl der Große soll gesprochen haben: Besser, daß die Völker sagen, ich sei mit meinen Franken vor den Sachsen dieses Mal geflohen, als daß sie sagen, ich sei hier gefallen, denn weil ich lebe, kann und will ich meine Ehre retten. Dort nun siedelten Franken sich an, denn es war ein lieblich und fruchtreich gelegener Gau, und nannten den Ort die Furt der Franken, Frankfurt. Manche sagen, gleich damals haben die Sachsen den Ort Sachsenhausen, Frankfurt gegenüber dicht am Mainstrom, begründet, andere aber behaupten, dessen Gründung sei erst dann geschehen, als Karl der Große überwundene Sachsen aus ihrem Heimatlande hinweg und zur Ansiedelung im Frankenlande genötigt habe, von welcher bis auf den heutigen Tag noch viele Ortsnamen zeugen. Später erbaute Kaiser Karl selbst eine kleine Pfalz zur Frankenfurt und hielt sich Jagens halber gern dort auf, feierte Ostern da und hielt Reichskonvente. Auch Karls des Großen Sohn, König Ludwig, wohnte da, recht in seines weiten Reiches Mitte, und sein Sohn Karl, hernachmals Karl der Kahle genannt, ward allda geboren. Noch immer wird die seichte Stelle im Main gezeigt, wo der Franken Furt war und Frankfurts erster Anbau und Name sich begründete, und Kaiser Karls Pfalz stand da, wo jetzt die St. Leonhardskirche steht, und die neue Pfalz, welche Ludwig der Fromme erbaute und der Saal hieß, lag neben dem Fahrtor, davon hat noch bis heute die Saalgasse ihren Namen. Im Saalhof starben Ludwig der Deutsche, des frommen Ludwig jüngster Sohn, wie auch Hemma, dessen Gemahlin. Dieser König war es, der Frankfurt zu des ostfränkischen Reiches weltlicher Hauptstadt erhob, während Mainz die geistliche war.

Das Böse

Ein Mensch pflückt, denn man merkt es kaum,
Ein Blütenreis von einem Baum. 
Ein andrer Mensch, nach altem Brauch, 
Denkt sich, was der tut, tu ich auch. 
Ein dritter, weils schon gleich ist, faßt 
Jetzt ohne Scham den vollen Ast 
Und sieh, nun folgt ein Heer von Sündern, 
Den armen Baum ganz leer zu plündern. 
Von den Verbrechern war der erste, 
Wie wenig er auch tat, der schwerste. 
Er nämlich übersprang die Hürde 
Der unantastbar reinen Würde.

Am vierten Sonntage nach Heilige Drei Könige

Evang.: Von den Arbeitern im Weinberge

Ich kann nicht sagen:
»Keiner hat mich gedingt.«
Wem soll ich klagen,
Wenn es mich niederzwingt
In meine schmählich selbstgeflochtnen Bande!
Vor Millionen hast du mich erwählt,
Mir unermeßnes Handgeld zugezählt
In deiner Taufe heil’gem Unterpfande.
Ich kann nicht sagen:
»Siehe, des Tages Last
Hab‘ ich getragen!«
Wenn nun, zu Duft erblaßt,
Mich meine matte Sonne will verlassen;
Mein Garten liegt ein übergrüntes Moor,
Und blendend steigt das Irrlicht draus empor,
Den Wandrer leitend in den Tod, den nassen.
Ich kann nicht sagen:
»Siehe, wer stand mir bei?
Ich mußte zagen;
Um mich die Wüstenei
Und das Getier, so nimmer dich erkennet.«
O Gott, du hast zur Arbeit mir gesellt
Viel liebe Seelen, rings um mich gestellt,
Worin dein Name unauslöschlich brennet!
Ich kann nicht sagen:
»Sieh‘ deine Stimme sprach,
Ich mußte wagen,
Und meine Kraft zerbrach;
Was hast du meine Nahrung mir entzogen?«
Mein Gott, und liegt wohl tief es in der Brust,
Doch bin ich großer Kräfte mir bewußt,
Und in der Angst hab‘ ich mir selbst gelogen!
Ich muß verschwinden
Bis in die tiefste Kluft,
Zergehn in Winden
Wie einer Wolke Duft,
Wenn dein Gericht vor meinem Geist wird stehen;
Du hast mich über Vieles eingesetzt,
Und ganz verarmt erschein ich und zerfetzt,
Die Güter dein ließ ich zu Kot vergehen.
Nichts kann ich sagen,
Denn meine Hand ist leer.
Soll ich es wagen,
Gegen die Waagschal‘ schwer
Zu legen meiner Reue späte Triebe?
Und ist es nur wie des Ersatzes Spott,
Nichts hab‘ ich sonst, doch du, o milder Gott,
Du hast ein großes, großes Wort der Liebe!

Liebe, Sex und Ozeane

Ein Blog von Andrea Downey-Lauenburg

My experience

#Rehana's 🔥🔥🔥🦋🦋motivational thoughts

druck-frisch!

UlrikeBlatterBlog

MurmelMeister

Life (Style) With Heart & Soul

Störungsdienst.

House of Ari

Buddy Müller

Innenansichten eines Agenturgenossen

Leben in Schweden

Gekommen um zu bleiben

JoPhotography

Fotos und Blogging bei Joel

Federpeitsche

Zwischen BDSM, Goethe und Feminismus

Barbara Dvoran

Creative and Content Writing in German, Translation

Quo vadis

Gedanken zur Zeit

Lexi´s Little Library

Let´s talk about books

SonnyvanderBuilt

Positive Mind - Positive Vibes - Positive Life

Der ganz normale Wahnsinn

Das Leben und was uns sonst noch so passiert

KIRMES IM KOPF

allerhand Gedanken und mehr

rosalilalie

ein bisschen dies und das

Klatschmohnrot - von Tag zu Tag

Geschichten, Gedichte und Persönliches

Winterzeit

Geschichten, Märchen und Gedichte

rosarotefahrradkurbel

Radelspaß auf allen Wegen mit 1 bis 3 Rädern

Gemeinde Jesu Pur

Gruppe Freikirchlicher Christen... mit Jesus Christus im Sinn.

Ysardssons Welt

Science-Fiction und Fantasy

Tired and emotional

Kann Spuren von Langeweile und Zynismus enthalten

Zwischen Tiber und Taunus

Über die Ehe mit einem Römer, einem Italiener und einem Albaner

SAILING BENKO

Die Reise unseres Lebens

Suhurat, Schafe, midlife-crisis

und was sonst zum Leben gehört

frankie goes to hollywwoof

Entdeckungsreise auf französischen Öko-Bauernhöfen

Tutto paletti

Perfekt auf die entspannte Art

church ov solitude

We are all just babes in the woods.

Katjas Bauchladen

Spiritualität, Bewusstsein und ein kleines bisschen Horror

Rtistic

I speak my heart out.

Hinter den Türen der Stadt

Geschichten mitten aus dem Leben; über Momente die uns prägen, Freude, Schmerz, Hoffnung und Schicksal dem wir täglich begegnen. Ein kleiner Blick ins Innere, ein Blick hinter die Tür.

Lluís Bussé

Barcelona's Multiverse | Art | Culture | Science

Lebenslust rockt

Kurzgeschichten - Poem - Reisegeschichten und mehr

Lettergirl.blog

Bücher und Stories

Armin Herzberger

Sapere aude

A wie Andetta

Corona und die Liebe zum Leben