Irischer Segenswunsch | Mögest du leben…

jesus-christ-1948251_640Mögest du leben, so lange du willst
und es wollen, so lange du lebst.

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Fundstücke : Optische Täuschung

Gespenstische Erscheinung auf einer weißen Wand

Hier ist die – ohne Zweifel – brillanteste optische Täuschung, die mir je untergekommen ist.

Anleitung

Vorher einmal in Ruhe durchlesen – der Effekt tritt unter Punkt 4 auf.

  1. Entspanne dich und starre etwa 30 – 45 Sekunden auf die 4 kleinen schwarzen Punkte im Bild
  2. Dann schaue langsam auf eine Wand in deiner Nähe (bzw. auf eine glatte, einfarbige Fläche – es ist egal auf was, die Fläche sollte nur ein bisschen größer sein z.B. ein Kasten)
  3. Dann siehst du wie sich langsam ein heller Fleck bildet (lange genug hinschauen!)
  4. Ein paar Mal blinzeln und du siehst wie eine Figur in dem Fleck entsteht.

 

Gespenstische Erscheinung aus dem Nichts

 

Was siehst du? Oder vielmehr WEN siehst du?

Heidenröslein

Sah ein Knab‘ ein Röslein stehn,
Röslein auf der Heiden,
War so jung und morgenschön,
Lief er schnell es nah zu sehn,
Sah’s mit vielen Freuden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Knabe sprach: ich breche dich,
Röslein auf der Heiden!
Röslein sprach: ich steche dich,
Daß du ewig denkst an mich,
Und ich will’s nicht leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Und der wilde Knabe brach
’s Röslein auf der Heiden;
Röslein wehrte sich und stach,
Half ihr doch kein Weh und Ach,
Mußt es eben leiden.
Röslein, Röslein, Röslein rot,
Röslein auf der Heiden.

Goethe_(Stieler_1828)Johann Wolfgang von Goethe

Der Rabe (Übersetzung Lachmann)

Vor Kurzem las ich bei einem Blogfreund einen Beitrag über Kafka und Poe. Auf einen Kommentar von mir antwortete er sehr ausführlich, dafür Danke! Nachdem ich bereits zwei Versionen des Gedichtes „Der Rabe“ in meinem Blog vorgestellt hatte (Hans Wollschläger & Luise von Ploennies), erfuhr ich dann, dass auch eine Hedwig Lachmann als Übersetzerin tätig war. Nun folgt die dritte Übersetzung. Die Beurteilung, welche die ansprechendere ist, überlasse ich sehr gerne Euch. Bitte lasst es mich doch wissen, ja?


 

Eines Nachts aus gelben Blättern mit verblichnen Runenlettern
Tote Mähren suchend, sammelnd, von des Zeitenmeers Gestaden,
Müde in die Zeilen blickend und zuletzt im Schlafe nickend,
Hört’ ich plötzlich leise klopfen, leise doch vernehmlich klopfen

5

Und fuhr auf erschrocken stammelnd: „Einer von den Kameraden,“

„Einer von den Kameraden!“

In dem letzten Mond des Jahres, um die zwölfte Stunde war es,
Und ein wunderlich Rumoren klang mir fort und fort im Ohre,
Sehnlichst harrte ich des Tages, jedes neuen Glockenschlages,

10

In das Buch vor mir versenken wollt’ ich all mein trüb’ Gedenken,

Meine Träume von Lenoren, meinen Schmerz um Leonore,
Um die tote Leonore.

Seltsame, phantastisch wilde, unerklärliche Gebilde,
Schwarz und dicht gleich undurchsicht’gen, nächtig dunklen Nebelschwaden

15

Huschten aus den Zimmerecken, füllten mich mit tausend Schrecken,

So daß ich nun bleich und schlotternd, immer wieder angstvoll stotternd,
Murmelte, mich zu beschwicht’gen: „Einer von den Kameraden,“
„Einer von den Kameraden!“

Alsbald aber mich ermannend, fragt’ ich jede Scheu verbannend,

20

Wen der Weg noch zu mir führe: Mit wem habe ich die Ehre,

Hub ich an weltmännisch höflich, Sie verzeihen, ich bin sträflich,
Daß ich Sie nicht gleich vernommen, seien Sie mir hochwillkommen,
Hiemit öffnet’ ich die Thüre – nichts als schaudervolle Leere,
Schwarze, schaudervolle Leere.

25

Lang in dieses Dunkel starrend, stand ich fürchtend, stand ich harrend,

Fürchtend, harrend, zweifelnd, staunend, meine ganze Seel’ im Ohre –
Doch die Nacht blieb ungelichtet, tiefes Schwarz auf Schwarz geschichtet,
Und das Schweigen ungebrochen, und nichts weiter ward gesprochen,
Als das Eine flüsternd, raunend: das gehauchte Wort „Leonore“,

30

Das ich flüsterte: „Leonore!“
In mein Zimmer wiederkehrend und zum Sessel flüchtend, während
Schatten meinen Blick umflorten, hörte ich von neuem klopfen,
Diesmal aber etwas lauter, gleichsam kecker und vertrauter.
An dem Laden ist es, sagt’ ich, und mich zu erheben wagt’ ich,

35

Sprach mir Muth zu mit den Worten: Sicher sind es Regentropfen,

Weiter nichts als Regentropfen.

Und ich öffnete: Bedächtig schritt ein Rabe groß und nächtig
Mit verwildertem Gefieder in’s Gemach und gravitätisch
Mit dem ernsten Kopfe nickend, flüchtig durch das Zimmer blickend,

40

Flog er auf das Thürgerüste und auf einer Pallasbüste

Ließ er sich gemächlich nieder, saß dort stolz und majestätisch,
Selbstbewußt und majestätisch.

Ob der herrischen Verfahrens und des würdigen Gebahrens
Dieses wunderlichen Gastes schier belustigt, sprach ich: Grimmer

45

Unglücksbote des Gestades an dem Flußgebiet des Hades,

Du bist sicher hochgeboren, kommst du gradewegs von den Thoren
Des plutonischen Palastes? Sag’ wie nennt man dich dort? „Nimmer“
Hört’ ich da vernehmlich: „Nimmer!“

Wahrlich, ich muß eingestehen, daß mich seltsame Ideen

50

Bei dem dunklen Wort durchschwirrten, ja, daß mir Gedanken kamen,

Zweifel vom bizarrsten Schlage, – und es ist wohl keine Frage,
Daß dies wunderlich Begebniß ein vereinzeltes Erlebniß:
Einen Raben zu bewirthen mit solch ominösem Namen,
Solchem ominösen Namen.

55

Doch mein düsterer Gefährte sprach nichts weiter und gewährte
Mir kein Zeichen der Beachtung. Lautlos stille ward’s im Zimmer,
Bis ich traumhaft, abgebrochen (halb gedacht und halb gesprochen)
Raunte: Andre Freunde gingen, morgen hebt auch er die Schwingen,
Läßt dich wieder in Umnachtung. Da vernahm ich deutlich „Nimmer“,

60

Deutlich und verständlich: „Nimmer“.
Stutzig über die Repliken, maß ich ihn mit scheuen Blicken,
Sprechend: Dies ist zweifelsohne sein gesammter Schatz an Worten,
Einem Herren abgefangen, dem das Unglück nachgegangen,
Nachgegangen, nachgelaufen, bis er auf dem Trümmerhaufen

65

Seines Glücks dies monotone „Nimmer“ seufzte allerorten.

Jederzeit und allerorten.

Doch der Rabe blieb possierlich würdevoll und unwillkürlich
Mußt’ ich lächeln ob des Wichtes: Aldann mitten in das Zimmer
Einen sammtnen Sessel rückend und mich in die Polster drückend,

70

Sann ich angesichts des grimmen, dürren, ominösen, schlimmen

Künders göttlichen Gerichtes, über dieses dunkle „Nimmer“,
Dieses räthselhafte „Nimmer“.

Dies und anderes erwog ich, in die Traumeslande flog ich,
Losgelöst von jeder Fessel. Von der Lampe fiel ein Schimmer

75

Auf die violetten Stühle und auf meinem sammt’nen Pfühle

Lag ich lange, traumverloren, schwang mich auf zu Leonoren,
Die in diesen sammtnen Sessel nimmermehr sich lehnet, nimmer,
Nimmer, nimmer, nimmer, nimmer.

Plötzlich ward es in mir lichter, und die Luft im Zimmer dichter,

80

Als ob Weihrauch sie durchwehte. Und an diesem Hoffnungsschimmer

Mich erwärmend, rief ich: Manna, Manna, schickst du Gott, Hosianna!
Lob ihm, der dir Gnade spendet, der dir seine Engel sendet,
Trink’, o trink’ aus dieser Lethe und vergiß Lenore! „Nimmer“,
Krächzte da der Rabe „Nimmer“.

85

„Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel,

Triumphirend ob der Sünder Zähneklappern und Gewimmer –
Hier aus dieser dürren Wüste, dieser Stätte geiler Lüste,
Hoffnungslos, doch ungebrochen und noch rein und unbestochen,
Frag’ ich dich, du Schicksalskünder: Ist in Gilead Balsam?“ „Nimmer“,

90

Krächzte da der Rabe „Nimmer“.
„Nachtprophet, erzeugt vom Zweifel, seist du Vogel oder Teufel,
Bei dem göttlichen Erbarmen, lösch nicht diesen letzten Schimmer!
Sag’ mir, find ich nach dem trüben Erdenwallen einst dort drüben
Sie, die von dem Engelschore wird geheißen Leonore?

95

Werd ich sie dort nicht umarmen, meine Leonore? „Nimmer“,

Krächzte da der Rabe „Nimmer“.

Feind, du lügst, heb’ dich von hinnen, schrie ich auf beinah von Sinnen,
Dorthin zieh’, wo Schatten wallen unter Winseln und Gewimmer,
Kehr’ zurück zum dunklen Strande, laß kein Federchen zum Pfande

100

Dessen, was du prophezeitest, daß du diesen Ort entweihtest,

Nimm aus meiner Brust die Krallen, hebe dich von hinnen! „Nimmer“,
Krächzte da der Rabe „Nimmer“.

Und auf meinem Thürgerüste, auf der bleichen Pallasbüste,
Unverdrossen, ohn’ Ermatten sitzt mein dunkler Gast noch immer.

105

Sein Dämonenauge funkelt und sein Schattenriß verdunkelt

Das Gemach, schwillt immer mächt’ger und wird immer grabesnächtger –
Und aus diesem schweren Schatten hebt sich meine Seele nimmer –
Nimmer, nimmer, nimmer, nimmer. –

Edgar Allan Poe

Morgen ist Freitag

Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.


Und was heißt das? Unsere Jugend lümmelt wieder mal auf den Strassen rum, statt in die Schule zu gehen. Und die Erwachsenen sprühen Gift und Galle. Es gibt ja Profis – vulgo Politiker -, die sich um die Sache kümmern. Die Rotznasen sollen gefälligst in die Schule gehen und erstmal was lernen… bla, bla bla…  Nach der Schule könnt ihr ja dann gerne… Vorher geben wir euch aber so viele Hausaufgaben, da seid ihr froh, wenn ihr noch Zeit zum Computern habt…

Meine Meinung?  Diese jungen Menschen haben rech! Es geht um ihre Zukunft, ihr Leben. Wenn der Klimawandel so richtig in Fahrt gekommen ist, wird von unseren „Volksvertretern“ kaum noch jemand am Leben sein.

Ich habe einmal ein kleines Umfragetool eingebaut. Unter „Others“ könnt Ihr Eure eigene Antwort eingeben. Bitte, stimmt einfach mit ab! Happy voting! 😉