Ludwig Bechstein – Deutsches Sagenbuch (15)

15. Winkelried und der Lindwurm

Zu Wylen, einem Dorfe nicht weit vom Pilatus, saß ein Mann, der hieß Winkelried, und in der Nähe droben am Berge hauste ein schädlicher Lindwurm, der fraß Menschen und Vieh und verödete den ganzen Landstrich, so daß ihn die Umwohner Öd-Wyler nannten. Nun hatte der Einwohner Winkelried ob einer Mordtat Leib und Leben verwirkt und war flüchtig worden, der sandte Botschaft, daß er, wenn man ihn wieder annehmen wolle, Mut habe, den Lindwurm zu bestehen. Diesen Kampf vergönnte man ihm gern, er bewahrte sich gut mit scharfem Schwert, und statt des Schildes hielt er in der linken Hand eine Dornwelle. Diese stieß er dem Drachen, sowie der auf ihn losfuhr, in den weitaufgesperrten Rachen hinein. Das waren dem Lindwurm zu viele Zahnstocher auf einmal; er wand und krümmte sich, und sowie Winkelried eine Blöße sah, stieß er ihm mit sichrer Hand das Schwert in den Leib. Der Lindwurm sank tot nieder, von seinem Blute troff Winkelnrieds Schwert, der schwang es hoch und freudig als Sieger und hatte sein Leben gewonnen, aber nur, um es alsbald zu verlieren. Denn vom Schwert ab floß das giftige Drachenblut und rann ihm über die Hand und den Arm, das brannte alsbald wie Feuer der Hölle, und der Held starb an diesem Brand. Das Land hatte er befreit, das Drachenloch wird noch heute gezeigt.

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„Laterne, Laterne. Sonne Mond und Sterne…

Gerne würde ich euch einen Eintrag von mir zeigen, den ich vor neun Jahren hier veröffentlichte.
In den Tiefen meines Archives fand ich dann noch unter anderem diesen hier.
Viel Vergnügen beim Lesen! 🙂

Werners Traumlounge

…brenne auf mein Licht, brenne auf mein Licht, nur meine liebe Laterne nicht!“ Wer kennt es nicht, dieses Lied, von jungen Menschen, von Kindern gesungen am Tag des Hl. St. Martin? Wer war er eigentlich, dieser „Gute Mann“, an den auch heute noch gedacht wird? Martin von Tours hieß er, und geboren wurde er wohl um  316 oder 317 als Martinus.Er war der Sohn eines römischen Tribuns und wuchs in Ungarn auf. Und nun zitiere ich einmal aus Wikipedia:

Martin ist der SchutzpatronFrankreichs, der Slowakei und des Eichsfelds. Er wird als Landespatron des Burgenlandes und als Patron der Stadt Mainz sowie alsPatron des Mainzer Doms verehrt. Ebenso ziert er das Wappen vieler Orte. Auf ihn beruft sich auch die Priestergemeinschaft Sankt Martin, die 1976 in Genua als Zusammenschluss katholischer Priester gegründet worden ist; diese Vereinigung ist heute hauptsächlich in französischen Pfarreien tätig. [ … ]

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Martinstag

Oh, wie erinnere ich mich an frühere St. Martinstage! Schon Wochen vorher fieberten wir dem Tag entgegen! Vergleichbar mit den heutigen Kindern, die an Halloween als kleine Gespenster durch dunkle Strassen huschen und lauthals „Süßes oder Saures“ fordern. 🙂
Halloween kannten wir als Kinder noch nicht. Ich denke, ich sollte meine Erinnerungen einmal als Eintrag aufschreiben… 😉

Piri37

Martinimarkt

Der 11. 11. wird der Tradition entsprechend als Beginn der Karnevalssession oder Fastnachtskampagne gesehen. Aber es gibt da noch den Martinstag, der auch um diese Jahreszeit in vielen Bundesländern gefeiert wird. Leider fällt ja nun in diesem Jahr sowohl das eine, als auch das andere Fest aus. Aber was macht eigentlich den Martinstag aus. Um den Martinstag ranken sich verschiendene Legenden und ich habe bei Elke Bräunlin eine einfache verständliche Erklärung dazu gefunden, die mir vermittelt hat, worum es eigentlich geht. Ich kannte den Martinstag gar nicht, nur den Martinimarkt.

… „Am 11. November feiern wir mit Laternenumzügen, Spielen und Liedern das St. Martin-Fest. Wer aber war St. Martin?
Martin lebte vor etwa 1700 Jahren als römischer Offizier im heutigen Frankreich. Mit Krieg und Kämpfen hatte er nicht viel am Hut. Er war nämlich ein sehr gutmütiger Mann, und eines kalten Wintertages schenkte er aus Mitleid einem armen, frierenden…

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