Probleme mit dem Editor

Leider macht mein Editor seit gestern Mittag nicht mehr da, was er soll. Das heisßt, er macht gar nicht mehr erst auf. 😦

Wenn ich den fertigen Text formatieren will (Bilder oder Schlagworte einfügen), dreht er mir eine lange Nase und macht ganz dicht. Das Perfide ddaran ist, er tut dann so, als täte es ihm leid. (Leider ist ein unerwarteter Fehler aufgetreten…)

Bis ich das im Griff habe, werde ich keine neuen Posts mehr schreiben (können). Und das tut mir sehr leid…

Jetzt schnell senden, ehe wieder alles weg ist. Hat eigentlich noch jemand anderes dieses Problem, oder bin wieder einmal nur ich der Depp?

Liebe Grüße und eine schöne Zeit wünscht Euch allen Werner

Ludwig Bechstein – Deutsches Sagenbuch (64)

64. Die heiligen Kreuze zu Mainz

Das Mainzer Gnadenkreuz, Stich von 1868

Zu Mainz hat eine schöne Kirche in der frühern Zeit den Namen Zu Unsrer Lieben Frauen im Felde geführt, das Volk aber nennt sie Heiligkreuz. Ein Schiff kam gefahren mit Männern und Frauen, die sahen in der Luft ein schimmerndes Kreuz schweben, das ihrem Schiffe nachzog und an seinen Mast sich heftete. Nahe der alten Schiffbrücke beim Holztor legte das Schiff an, und siehe, da war das schimmernde Kreuz kein Luftgebilde, sondern ein ehernes kunstvolles Kruzifix von wundersamer Meisterarbeit. Um nun dessen Bestimmung zu erkunden, wurde es zwei ungejochten und ungeschirrten Ochsen auf den Rücken gelegt, und diese ließ man ohne Leitung und Führung gehen, und da trugen sie das Kreuz auf den Hechtsheimer Berg, dort ward eine Kirche erbaut und das Wundergebilde darinnen zur Verehrung aufgestellt. Viele Kranke sind genesen, die vor dem Kreuze in Andacht knieten, bis die Kirche mit mehreren anderen in Flammen aufging, als Markgraf Albrecht von Brandenburg 1552 die Stadt Mainz einnahm. Zwischen dem Holz- und Bockstor aber ward noch lange Zeit ein Gemälde gesehen, davon noch heute Spuren zu entdecken sind, darstellend ein Kreuz, hangend an den Segeln eines stromaufwärts fahrenden Schiffes.

Zwischen der Kirche zum Heiligen Kreuz und St. Alban stand vorzeiten eine offene Kapelle, darinnen war ein hölzern Kruzifix, darunter Maria und Johannes, zur Verehrung der Gläubigen aufgestellt. Nun lebte zu Mainz ein Bürger, des Name war Schelkropf, ein Spieler und Trunkenbold, der wenig aus dem Wirtshaus zur Blume kam, das in der ehemaligen Vorstadt Vilzbach stand. Eines Tages hatte er alles, was er besaß, verspielt und vertrunken und verwünschte in seinem wilden Rausche sich, Gott und alle Heiligen und schwur, mit seinem Schwerte das erste beste heilige Bild, auf das er stoße, mitten voneinander zu hauen. So taumelte er durchs Feld, und kam an die offene Kapelle, und rannte auf die hölzernen Bilder an, und stach und hieb. Und siehe, da sprangen ihm aus den leblosen Bildern, zumal aus dem Kruzifix, Ströme Blutes entgegen. Entsetzt stand er und sinnverwirrt, das Schwert entfiel seiner Hand, und so ward er gefunden und gefangen. Fromme Hände fingen in Schalen das rinnende Blut auf. Schelkropf wurde für seinen unerhörten Frevel lebendig verbrannt, das wundertätige Christusbild aber und das heilige Blut brachte man in die nahe Kirche. Als diese in Flammen aufging, blieb dieses heilige Kreuzbild verschont und ward gerettet, und noch heute wird es den Gläubigen in der St. Christophskirche zu Mainz gezeigt.

Ludwig Bechstein (1801-1860)

Mark Twain | Deutsche und andere Geschichten (1)

Auszüge aus Adams Tagebuch

Aus dem Originalmanuskript übersetzt von Mark Twain 
Übersetzung aus dem Englischen von Arno Niemer

[Fußnote: Ich habe einen Teil dieses Tagebuchs vor ein paar Jahren übersetzt. Ein Freund von mir hat wenige Kopien in unvollständiger Form gedruckt, aber sie sind nie veröffentlicht worden. Seitdem habe ich mehr von Adams Gekritzel entschlüsseln können und ich glaube, daß er jetzt eine hinreichend bekannte Persönlichkeit geworden ist, die diese Veröffentlichung rechtfertigt. – M. T.]



Dieses neue Geschöpf mit den langen Haaren steht mir ganz schön im Weg. Es lungert nur rum und rennt hinter mir her. Ich mag das nicht, ich hatte vorher ja auch keinen Begleiter. Warum bleibt es nicht bei den anderen Tieren? Heute ist es bedeckt, der Wind kommt aus östlicher Richtung; ich glaube, es wird bald regnen. … Wo kommt der Spruch denn her? … Ach ja, das neue Geschöpf hat ihn benutzt.

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Gute Ausreden – so kostbar wie Gold!

Eine Porsche-Fahrerin fährt mit ca. 200 km/h auf der Autobahn, obwohl sie nur 100 km/h fahren dürfte. Ein Streifenwagen verfolgt sie und erst nach einer Viertelstunde hält sie an. Die Polizistin sagt: „Wenn Sie mir eine Ausrede nennen, die ich zuvor noch nie gehört habe, lasse ich Sie straffrei davon kommen.“ Daraufhin sagt die Porsche-Fahrerin: „Мein Mann ist vor fünf Tagen mit einer Polizistin durchgebrannt. Als ich Sie im Rückspiegel sah, befürchtete ich, Sie wollten ihn mir wieder bringen…“