Ohne „Für und Wider“ abzuwägen…

Als ich am 10.01.2019 den Beitrag von Mitzi, mit der Ankündigung ihrer Lesung am 16.03.2019 las, zappelten einige Gedanken durch meinen Kopf. Wäre ich doch nur etwas besser auf den Beinen! und dann Das schaffe ich! Als sich dann mein kölsches Gemüt zu Wort meldete (Et hätt noch emmer jot jejange Kölsches Grundgesetz Paragraph §3) , war es beschlossene Sache für mich.

Kurz entschlossen suchte ich die Webseite von Südsehen auf und reservierte kurzentschlossen einen Platz. Per E-Mail kein Problem. Und bereits am nächsten Morgen kam erhielt ich eine Mail. Zitat:

Guten Morgen Herr Philipps,

 

hier mit bestätige ich Ihnen Ihre Reservierung und wünsche viel Spaß am 16.03.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herzlichen Dank! Das war eine prompte Bearbeitung! Und ich bin mir sicher: Spaß werde ich haben. Mit Mitzi ihren Texten geht das auch gar nicht anders!

Nun fühle ich mich, wie ein Kind vor Weihnachten.

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Ab Montag bin ich wieder „on Tour“

Heut Morgen bekam ich einen Anruf aus dem Krankenhaus FS. Freundlich teilte mir die anrufende Dame mit, dass die Kostenzusage der AOK vorliege, und ich ab Montag den 14.01. 2019 zur Kur erwartet würde. In Bad Feilnbach im Medical Park. Da bin ich mal gespannt, was mich dort erwartet.

Solltet Ihr also ab Montag nix mehr von mir hören, habe ich dort kein Netz und muss trommeln. Aber erst mal hoffe ich das Beste.

Bleibt schön brav, macht nix, was ich nicht auch tun würde (und wenn, dann wenigstens besser).

Bis zum Sonntag bin ich allerdings noch da. 😉

Warum ich mich im Kindergarten nicht mehr auf die Toilette traute…

Immer wieder zur Weihnachtszeit fällt mir das ein. Im Alter von ca. 5 Jahren weigerte ich mich plötzlich, die Toilette zu besuchen. Nur durch gutes Zureden der Kindergärtnerin Tante Andrea, ging es dann doch, ohne dass ein größeres „Unglück“ geschah. Wer „musste“, sagte einfach nur, ich muss mal „zur Seite“. Zur Seite gehen war also das Synonym für „ich muss mal aufs Klo“.

Nun lernten (und sangen) wir jeden Tag ein neues Weihnachtslied. Und auch dieses schöne Lied:

Alle Jahre wieder
Kommt das Christuskind
Auf die Erde nieder,
Wo wir Menschen sind;

Kehrt mit seinem Segen
Ein in jedes Haus,
Geht auf allen Wegen
Mit uns ein und aus;

Ist auch mir zur Seite
Still und unerkannt,
Daß es treu mich leite
An der lieben Hand.

Und bei der Stelle Ist auch mir zur Seite, still und unerkannt sprang bei mir im Kopf mit lautem Getöse mein Kopfkino an.

Wat ist los? Da geht jemand mit mir immer aufs Klo? Und dann auch noch das Christkind? Ne, wa?

Es dauerte lange, bis ich den Gedanken los wurde. Schmunzeln muss ich noch heute darüber…

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Eigentlich wurde ja ich „adoptiert“…

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Mein „neues“ Töchterlein Julia

… von meiner Tochter. Wir trafen uns immer öfter im Krankenhaus in Freising. Wir unterhielten uns immer öfter. Und irgendwann kam das Gespräch auf meine Familie.

Ich erzählte ihr von meiner Frau Lynn. Und auch, dass ich seit ihrem tragischen Tod vor mehr als zehn Jahren alleine sei.

-Hast Du Kinder?, fragte sie mich und als ich verneinte,

-Wolltest du keine?

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-Aber ja, gerne sogar. Jedoch haben wir es immer wieder aufgeschoben. Und dann war es zu spät… Sie überlegte eine Zeit lang, schaute mich an und fragte

-Willst du mein Papi sein? Überrascht antwortete ich spontan

-Ja, gerne!

Tja, so schnell kann´s manchmal gehen… 😉 Ich wette, Lynn saß oben auf ihrer Wolke und rieb sich kichernd die Hände. Davon bin ich überzeugt, das kleine irische Luder…

Es ist vollbracht!

So meine Lieben, ich bin wieder zu Hause. Gestern Nachmittag um 15:00h wurde ich entlassen. Nun kommt täglich der ambulante Pflegedienst und verbindet mir mein Bein neu. Ob meine Schmerzen jetzt verschwunden sind? Ja, nur mit dem Laufen hapert es noch, aber im Vergleich zu dem, was ich fast ein Jahr durchmachte, fühle ich mich wie neu geboren (damals konnte ich noch nicht mal stehen…)

Die letzten beiden Tage konnte mich WP nicht so richtig leiden. Jedesmal wenn ich den Editor für einen neuen Beitrag öffnen wollte, orgelte mein Netbook nur rum und „trat auf der Stelle“. Auch mit dem Lesen Eurer Beiträge lief nix. Jetzt ist wieder alles in Ordnung. Vielleicht war mein dummes Netbook auch nur eifersüchtig… auf meine neue Tochter… Aber die Geschichte erzähle ich Euch ein anderes mal.

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Meine neue Tochter Julia.

Denn sehet, das Ende ist nahe…

…zumindest, was meine Zeit im Krankenhaus betrifft.

Nach der heutigen Inspektion Visite zeigte sich mein Arzt sehr zufrieden mit dem Fortschritt meiner Heilung.

Seit einigen Tagen bewege ich mich auch schon ohne Rollstuhl durch die Gegend,natürlich mit einer Krücke, aber immerhin.

Wann ich wieder nach Hause darf, ist noch nicht sicher; und auch der Beginn meiner Reha (wo auch immer) steht noch in den Sternen. Wichtig für mich ist aber, dass ich meinen Fuß behalten kann und dass die Heilung weitere Fortschritte macht.

Sobald sich etwas Neues ergibt, werdet Ihr es hier auf jeden Fall als Erste erfahren. Bis dahin liebe Grüße, Werner

 

Ich bin ene kölsche Jung…

Zur Zeit schaffe ich es einfach nicht, längere Einträge zu posten. Das liegt in erster Linie an den unerträglichen Schmerzen, die ich ja schon lange in den Beinen habe; sie lassen es einfach nicht zu, dass ich länger sitzen kann – an einen klaren Gedanken zu fassen ist nicht möglich.

Als ich vor einiger Zeit eine Nachbarin traf, meinte diese zu mir: „Na ja, so schlecht kann es Ihnen ja nicht gehen, wenn man sie so lachen sieht..“ Ich wollte nicht mit ihr diskutieren, aber am liebsten hätte ich ihr eine geklebt. Ehrlich! Ich bin niemand, der mit seiner Jammerei anderen auf die Nerven gehen will, zumal außer einem bisschen geheuchelten Mitleids nichts dabei rumkommt. Aber allen anderen möchte ich ein altes Kölner Lied mit auf den Weg geben.

Ab sin´se,die Haare…

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Ein schönes Gesicht braucht Platz.

Lange habe ich es rausgezögert, meine langen Haare wieder abzusäbeln. So wie ich gestern, muss sich der olle Samson gefühlt haben. Aber es musste einfach sein. Und so schnappte ich mir meinen kleinen Bartschneider, schloss die Augen und surrte los. Dass nach der Hälfte der Akku mir den Stinkefinger zeigte und den Betrieb einstellte, war so nicht abzusehen. Jeder stinkige Schneider aus dem Baumarkt läuft mit dem Netzkabel weiter. Der teure von Philips (immerhin fast 70.- €) nicht. 

Und wo ich schon mal dabei war, musste auch die Hälfte meines Bartes dran glauben…