Werbevortrag in Sorryville

Im Smith’s Saloon von Sorryville verstummten die Gespräche als ein Fremder eintrat, dessen Kopf sich in ständiger Bewegung befand, denn er nickte, kreiste damit und schüttelte ihn zugleich. Der Mann ging auf den noch freien Marmortisch in der Ecke zu, setzte sich dahinter und brüllte: „Whisky, ihr Kuhköpfe!“ Der schwarze Kellner stellte ihm eine volle Flasche und ein Glas auf den Tisch. Die Gentlemen an der Bar blickten fragend auf den roten Jonny in ihrer Mitte, der als größter Stänkerer und Revolver­held am Rio Grande galt. Der erinnerte sich seines legendären Rufes, ging der Saalmitte zu, stemmte die Hände in die Hüften und in Coltnähe und rief dem Fremden zu: „Hallo, Partner, Ihr Kopfwackeln macht mich nervös. Werdet Ihr nicht schwindelig davon?“

Der Mann kippte sein volles Glas Whisky. „Schwindelig werde ich nie“, antwortete er hierauf gelassen. „Manchmal sehe ich allerdings doppelt. Im Augenblick weiß ich nicht recht, ist es einer oder sind es zwei rote Hunde, die mich so idiotisch anglotzen.“

Ein Raunen lief durch den Saloon, der rote Jonny bekam ganz schmale Augen und fragte schleppend: „Wie meint Ihr das, Fremder? Ich sehe weit und breit keinen roten Hund.“ „Dann schau in den Spiegel, Du Schießbudenfigur“, rief der Mann zurück und sein Kopf rotierte noch heftiger.

„Zieh!“ brüllte Jonny. Schüsse peitschten – einer, zwei, drei, vier – doch sie kamen nur aus Jonnys Colt.

„Hahaha“ lachte der Fremde. „Wie das angenehm kitzelt.“ Die Männer im Saloon rissen die Augen auf, Jonny untersuchte fluchend seine Schießeisen. „Der Kerl ist bleidicht“, sagte er mit dumpfer Stimme. „Alle guten Geister.“

„Der Teufel soll Euch holen“, meldete sich eine neue Stimme und der Lauf eines Colts klopfte dem Jonny auf die Schulter. „Was soll der Zauber?“ Stimme und Colt, gehörten dem Sheriff.

„Der Gentleman dort hat mich provoziert“, antwortete Jonny mit gewis­sem Respekt im Ton. „Alle sind Zeugen.“ „Und Sie, Zugereister“, schrie der Sheriff den Fremden an, „was suchen Sie in Sorryville und warum fallen Sie nicht um, wenn ein Bürger unserer Stadt Sie totschießt?“

„Entschuldigen, Sir“, antwortete der Mann und stellte das Kopf­wackeln ein. „Aus Zeitmangel konnte ich meinen Werbevortrag nicht mehr bei Ihnen anmelden. Ich verkaufe nämlich Stanleys Panzerwesten, die federleicht und hautfreundlich zu tragen sind. Einführungspreis 600 Dollar, 100 Dollar Anzahlung, der Rest in beque­men Monatsraten, solange der Vorrat reicht. Ich habe nur noch 20 Stück in meinem Kombiwagen. Wer kauft, Gentlemen?“

Alle, auch der rote Jonny, hoben die Hand und der Sheriff sprach: „Okay, ich möchte ebenfalls eine. Aber warum, zum Teufel, haben Sie vorher so blödsinnig mit dem Kopf gewackelt?“

„Aus technischen Gründen, Sir“, erklärte der Fremde. „Denn erstens wird man dadurch auf mich aufmerksam, und zweitens schießt keiner gern auf ein derart bewegliches Ziel.“

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Fundstücke : Optische Täuschung

Gespenstische Erscheinung auf einer weißen Wand

Hier ist die – ohne Zweifel – brillanteste optische Täuschung, die mir je untergekommen ist.

Anleitung

Vorher einmal in Ruhe durchlesen – der Effekt tritt unter Punkt 4 auf.

  1. Entspanne dich und starre etwa 30 – 45 Sekunden auf die 4 kleinen schwarzen Punkte im Bild
  2. Dann schaue langsam auf eine Wand in deiner Nähe (bzw. auf eine glatte, einfarbige Fläche – es ist egal auf was, die Fläche sollte nur ein bisschen größer sein z.B. ein Kasten)
  3. Dann siehst du wie sich langsam ein heller Fleck bildet (lange genug hinschauen!)
  4. Ein paar Mal blinzeln und du siehst wie eine Figur in dem Fleck entsteht.

 

Gespenstische Erscheinung aus dem Nichts

 

Was siehst du? Oder vielmehr WEN siehst du?

Na ja, wo er recht hat…

Abschlussprüfung an der Uni. Thema dieses Semesters:
Schall und Licht. Erster Kandidat betritt den Raum. Der Prof: „Was ist schneller, der Schall oder das Licht?“
Der Student: „Das Licht.“ Der Prof: „Schön, und wieso?“ Der Student: „Wenn ich das Radio einschalte, kommt erst das Licht und dann der Ton.“ Der Prof: „Raus!!!“
Der zweite Kandidat. Dieselbe Frage. Antwort: „Der Schall.“ Der Prof: „Wieso das denn ?!?“ Der Student: „Wenn ich meinen Fernseher einschalte, kommt erst der Ton und dann das Bild.“ – „RAUS!!!“
Der Prof fragt sich, ob die Studenten zu dumm sind oder ob er die Fragen zu kompliziert stellt. Der dritte Kandidat. Der Prof: „Sie stehen auf einem Berg. Ihnen gegenüber steht eine Kanone, die auf sie abgefeuert wird. Was nehmen sie zuerst wahr? Das Mündungsfeuer oder den Knall?“
Der Student: „Das Mündungsfeuer.“ Der Prof frohlockt und fragt: „Können Sie das begründen?“ Der Student druckst und meint dann: „Na ja, die Augen sind doch weiter vorne als die Ohren…“

Fundstücke: Offener Brief an Laura Schlessinger

schlessingerEs gibt einen lustigen Text, der nun bereits seit einigen Jahren im Internet kursiert. Er ist eine Persiflage und direkte Kritik an Dr. Laura Schlessinger, einer amerikanische Moderatorin, die in ihren Sendungen konsequent moralische und extrem konservative religiöse Positionen vertrat. Der Brief stellt 10 mehr oder weniger rhetorische Fragen zu diversen in der Heiligen Schrift der Christen erwähnten Verhaltensweisen.


Dr. Laura Schlessinger — Persiflage

Liebe Dr. Laura!
Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind:

Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist: Wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?
Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?
Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle & Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft.
Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern (Lev. 20:14) schlafen?
Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Verehrer David

Fundstücke: Unfallbericht eines Dachdeckers an seine Versicherung

Der folgende Brief eines Dachdeckers ist an seine Unfall Versicherung gerichtet und beschreibt die Folgen einer unüberlegten Handlung. Jetzt kommt zwar ein bisschen viel Text, aber wer das liest wird sicher amüsiert sein

 

In Beantwortung Ihrer Bitte um zusätzliche Informationen möchte ich Ihnen folgendes mitteilen:

Bei Frage 3 des Unfallberichtes habe ich „ungeplantes Handeln“ als Ursache meines Unfalls angegeben. Sie baten mich dies genauer zu beschreiben, was ich hiermit tun möchte.

 

Ich bin von Beruf Dachdecker. Am Tag des Unfalles arbeitete ich allein auf dem Dach eines sechsstöckigen Neubaus. Als ich mit meiner Arbeit fertig war, hatte ich etwa 250kg Ziegel übrig. Da ich sie nicht alle die Treppe hinunter tragen wollte, entschied ich mich dafür, sie in einer Tonne an der Außenseite des Gebäudes hinunterzulassen, die an einem Seil befestigt war, das über eine Rolle lief. Ich band also das Seil unten auf der Erde fest, ging auf das Dach und belud die Tonne. Dann ging ich wieder nach unten und band das Seil los. Ich hielt es fest, um die 250kg Ziegel langsam herunterzulassen.

Wenn Sie in Frage 11 des Unfallbericht-Formulars nachlesen, werden Sie feststellen, dass mein damaliges Körpergewicht etwa 75kg betrug. Da ich sehr überrascht war, als ich plötzlich den Boden unter den Füssen verlor und aufwärts gezogen wurde, verlor ich meine Geistesgegenwart und vergaß das Seil loszulassen. Ich glaube ich muss hier nicht sagen, dass ich mit immer größerer Geschwindigkeit am Gebäude hinauf gezogen wurde.

Etwa im Bereich des dritten Stockes traf ich die Tonne, die von oben kam. Dies erklärt den Schädelbruch und das gebrochene Schlüsselbein. Nur geringfügig abgebremst setzte ich meinen Aufstieg fort und hielt nicht an, bevor die Finger meiner Hand mit den vorderen Fingergliedern in die Rolle gequetscht waren. Glücklicherweise behielt ich meine Geistesgegenwart und hielt mich trotz des Schmerzes mit aller Kraft am Seil fest. Jedoch schlug die Tonne etwa zur gleichen Zeit unten auf dem Boden auf und der Boden sprang aus der Tonne heraus. Ohne das Gewicht der Ziegel wog die Tonne nun etwa 25kg. Ich beziehe mich an dieser Stelle wieder auf mein in Frage 11 angegebenes Körpergewicht von 75kg.

Wie Sie sich vorstellen können, begann ich nun einen schnellen Abstieg. In der Höhe des dritten Stockes traf ich wieder auf die von unten kommende Tonne. Daraus ergaben sich die beiden gebrochenen Knöchel und die Abschürfungen an meinen Beinen und meinem Unterleib. Der Zusammenstoß mit der Tonne verzögerte meinen Fall, so dass meine Verletzungen beim Aufprall auf dem Ziegelhaufen gering ausfielen und so brach ich mir nur drei Wirbel.

Ich bedaure es jedoch, Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich, als ich da auf dem Ziegelhaufen lag und die leere Tonne sechs Stockwerke über mir sah, nochmals meine Geistesgegenwart verlor! Ich ließ das Seil los, wodurch die Tonne, diesmal ungebremst, herunter sauste, mir drei Zähne ausschlug und das Nasenbein brach.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Dachdeckermeister Ernst Schwindelfrei

Fundstücke: Der Chilitester

Hier eine lustige Geschichte von einem, der als Chilitester rekrutiert wurde — und erlebte, wie sich die Tore der Hölle öffneten.

Notizen eines unerfahrenen Chilitesters, …

… der seinen Urlaub in Texas verbrachte.

 

Kürzlich wurde mir die Ehre zuteil, als Ersatzpunktrichter bei einem Chili-Kochwettbewerb zu fungieren. Der ursprünglich vorgesehene Punktrichter war kurzfristig erkrankt und ich stand gerade in der Nähe des Punktrichtertisches herum und erkundigte mich nach dem Bierstand, als die Nachricht über seine Erkrankung eintraf.

Die beiden anderen Punktrichter (gebürtige Texaner) versicherten mir, dass die zu testenden Chilis nicht all zu scharf sein würden. Außerdem versprachen sie mir Freibier während des ganzen Wettbewerbes und ich dachte mir PRIMA, LOS GEHT`S!

Die Bewertungskarten des Wettbewerbs:

Chilitester — Wettbewerb
Chili Nr. 1 Volkers Maniac Mobster Monster Chili
Richter 1 Etwas zu tomatenbetont; amüsanter Kick.
Richter 2 Angenehmes, geschmeidiges Tomatenaroma. Sehr mild.
Ich Ach Du Scheiße! Was ist das für ein Zeug!? Damit kann man getrocknete Farbe von der Autobahn lösen!! Brauche zwei Bier um die Flammen zu löschen; ich hoffe, das war das übelste – die Texaner sind echt bescheuert!
Chili Nr. 2 Ottos Nachbrenner Chili
Richter 1 Rauchig, mit einer Note von Speck. Leichte Peperoni-Betonung.
Richter 2 Aufregendes Grill Aroma, braucht mehr Peperoni um ernst genommen zu werden.
Ich Schließt dieses Zeug vor den Kindern weg! Ich weiß nicht, was ich außer Schmerzen hier noch schmecken könnte. Zwei Leute wollten mir erste Hilfe leisten und schleppten mehr Bier ran, als sie meinen Gesichtsausdruck sahen.
Chili Nr. 3 Didis berühmtes „Brennt die Hütte nieder“ Chili
Richter 1 Exzellentes Feuerwehr-Chili! Mörder-Kick! Bräuchte mehr Bohnen.
Richter 2 Ein Bohnenloses Chili, ein wenig salzig, gute Dosierung roter Pfefferschoten.
Ich Ruft den Katastrophenschutz! Ich habe ein Uranleck gefunden. Meine Nase fühlt sich an, als hätte ich Rohrfrei geschnieft. Inzwischen weiß jeder was zu tun ist: Bringt mir mehr Bier, bevor ich zünde!!
Die Barfrau hat mir auf den Rücken geklopft; jetzt hängt mein Rückgrat vorne am Bauch. Langsam krieg ich eine Gesichtslähmung von dem ganzen Bier.
Chili Nr. 4 Lauras Black Magic
Richter 1 Chili mit schwarzen Bohnen und fast ungewürzt. Enttäuschend.
Richter 2 Ein Touch von Limonen in den schwarzen Bohnen. Gute Beilage für Fisch und andere milde Gerichte, eigentlich kein richtiges Chili.
Ich Irgendetwas ist über meine Zunge gekratzt, aber ich konnte nichts schmecken. Ist es möglich einen Tester auszubrennen?
Sally, die Barfrau stand hinter mir mit Biernachschub; die dumme Kuh fängt langsam an heiß auszusehen; genau wie dieser radioaktive Müll, den ich hier esse. Kann Chili ein Aphrodisiakum sein?
Chili Nr. 5 Lindas legaler Lippenentferner
Richter 1 Fleischiges, starkes Chili. Frisch gemahlener Cayennepfeffer fügt einen bemerkenswerten Kick hinzu. Sehr beeindruckend.
Richter 2 Hackfleischchili, könnte mehr Tomaten vertragen. Ich muss zugeben, dass der Cayennepfeffer einen bemerkenswerten Eindruck hinterlässt.
Ich Meine Ohren klingeln, Schweiß läuft in Bächen meine Stirn hinab und ich kann nicht mehr klar sehen. Musste furzen und 4 Leute hinter mir mussten vom Sanitäter behandelt werden.
Die Köchin schien beleidigt zu sein, als ich ihr erklärte, dass ich von Ihrem Zeug einen Hirnschaden erlitten habe. Sally goss Bier direkt aus dem Pitcher auf meine Zunge und stoppte so die Blutung. Ich frage mich, ob meine Lippen abgebrannt sind.
Chili Nr. 6 Veras extrem vegetarisches Chili
Richter 1 Dünnes aber dennoch kräftiges Chili. Gute Balance zwischen Chilis und anderen Gewürzen.
Richter 2 Das beste bis jetzt! Aggressiver Einsatz von Chilischoten, Zwiebeln und Knoblauch. Superb!
Ich Meine Därme sind nun ein gerades Rohr voller gasiger, schwefeliger Flammen. Ich habe mich vollgeschissen als ich furzen musste und ich fürchte es wird sich durch Hose und Stuhl fressen. Niemand traut sich mehr hinter mir zu stehen.
Kann meine Lippen nicht mehr fühlen. Ich habe das dringende Bedürfnis, mir den Hintern mit einem großen Schneeball abzuwischen.
Chili Nr. 7 Susannes „Schreiende-Sensation“ Chili
Richter 1 Ein moderates Chili mit zu großer Betonung auf Dosenpeperoni.
Richter 2 Ähm, schmeckt als hätte der Koch tatsächlich im letzten Moment eine Dose Peperoni reingeworfen.
Ich mache mir Sorgen um Richter Nr. 3. Er scheint sich ein wenig unwohl zu fühlen und flucht völlig unkontrolliert.
Ich Ihr könnt eine Granate in meinen Mund stecken und den Bolzen ziehen; ich würde nicht einen Mucks fühlen. Auf einem Auge sehe ich gar nichts mehr und die Welt hört sich wie ein großer rauschender Wasserfall an. Mein Hemd ist voller Chili, das mir unbemerkt aus dem Mund getropft ist und meine Hose ist voll mit Lavaartigem Schiss und passt damit hervorragend zu meinem Hemd.
Wenigstens werden sie bei der Autopsie schnell erfahren was mich getötet hat. Habe beschlossen das Atmen einzustellen, es ist einfach zu schmerzvoll. Was soll`s, ich bekomme eh keinen Sauerstoff mehr. Wenn ich Luft brauche, werde ich sie einfach durch das große Loch in meinem Bauch einsaugen.
Chili Nr. 8 Helenas „Heiliger Strohsack“ Chili
Richter 1 Ein perfekter Ausklang; ein ausgewogenes Chili, pikant und für jeden geeignet. Nicht zu wuchtig, aber würzig genug um auf seine Existenz hinzuweisen.
Richter 2 Dieser letzte Bewerber ist ein gut balanciertes Chili, weder zu mild noch zu scharf.
Bedauerlich nur, dass das meiste davon verloren ging, als Richter Nr. 3 ohnmächtig vom Stuhl fiel und dabei den Topf über sich ausleerte. Bin mir nicht sicher, ob er durchkommt. Armer Kerl; ich frage mich, wie er auf ein richtig scharfes Chilireagiert hätte.
Ich

 

Fundstücke: Polizeikontrolle — Raffiniertes Verhalten

Ein Polizist stoppt eine junge Frau, …

… die durch eine verkehrsberuhigte 30km/h-Zone mit 80km/h rasst. Es kommt zu folgendem Gespräch:

Polizist Kann ich bitte Ihren Führerschein sehen?
Frau Ich habe keinen mehr. Der wurde mir vor ein paar Wochen entzogen, da ich zum 3. Mal betrunken Auto gefahren bin.
Polizist Aha, kann ich dann bitte den Fahrzeugschein sehen?
Frau Das ist nicht mein Auto, ich habe es gestohlen.
Polizist Der Wagen ist geklaut?
Frau Ja – aber lassen Sie mich kurz überlegen, ich glaube die Papiere habe ich im Handschuhfach gesehen, als ich meine Pistole reingelegt habe.
Polizist Sie haben eine Pistole im Handschuhfach?
Frau Genau. Ich habe sie dort schnell reingeworfen, nachdem ich die Fahrerin des Wagens erschossen habe und die Leiche dann hinten in den Kofferraum gelegt habe.
Polizist Eine Leiche im Kofferraum??
Frau Jaa!
Nachdem der Polizist das gehört hat, ruft er über Funk sofort seinen diensthabenden Vorgesetzen auf der Polizeiwache an, damit er von ihm Unterstützung bekommt. Das Auto wurde von mehreren Polizisten umstellt und als der diensthabende Beamte eintraf, ging er langsam auf die Fahrerin zu und fragte noch mal:
Polizist Kann ich bitte Ihren Führerschein sehen?
Frau Sicher, hier bitte. (Fahrerin zeigt gültigen Führerschein)
Polizist Wessen Auto ist das?
Frau Meines, hier sind die Papiere
Polizist Können Sie bitte noch das Handschuhfach öffnen, ich möchte kurz prüfen ob Sie eine Pistole dort deponiert haben.
Frau Natürlich gerne. Aber ich habe keine Pistole dort verstaut. (Natürlich war dort auch keine Pistole)
Polizist Kann ich dann noch einen Blick in Ihren Kofferraum werfen. Mein Mitarbeiter sagte mir, dass Sie darin eine Leiche haben.
Frau (öffnet den Kofferraum: keine Leiche)
Polizist Das verstehe ich jetzt überhaupt nicht. Der Polizist, der sie angehalten hat, sagte mir, dass Sie keinen Führerschein, das Auto gestohlen, eine Pistole im Handschuhfach und eine Leiche im Kofferraum haben.
Frau Sicher doch! Und ich wette, er hat auch noch behauptet, dass ich zu schnell gefahren bin!!!
Polizist Fahren sie weiter!

Fundstücke: Ist die Hölle exotherm oder endotherm?

Eine logische Meisterleistung: Nachfolgend lesen Sie eine tatsächlich so gestellte Prüfungsfrage aus einer Zwischenprüfung im Fach Chemie an der Universität von Washington. Die Antwort eines Teilnehmers offenbarte „so fundierte Kenntnisse“ des Fachgebiets, dass der Professor sie via Internet mit Kollegen in der ganzen Welt teilte. Und daher haben auch wir jetzt das Vergnügen, diese Antwort genießen zu dürfen.


Definition: Exotherm = Wärme emittieren (abgeben)  | Endotherm = Wärme absorbieren (aufnehmen)


Bonus-Frage in einer Klausur an einer Universität

Die meisten Studenten mutmaßten mit Hilfe von Boyles Gesetz, dass sich Gas beim Ausdehnen abkühlt und die Temperatur bei Druck sinkt oder etwas in der Art.

Ein Student aber schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die Zeit verändert. Dazu benötigen wir die Zahl der Seelen, die „zur Hölle fahren“ und die Zahl derjenigen, die sie verlassen. Man darf mit einiger Sicherheit annehmen, dass Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen.

Wir halten also fest: Es gibt keine Seelen, die die Hölle verlassen. Bezüglich der Frage, wie viele Seelen in die Hölle wandern, betrachten wir doch mal die verschiedenen Religionen der heutigen Welt.

Bei einigen dieser Religionen wird festzustellen sein, dass man in die Hölle kommt, wenn man ihnen nicht angehört. Da es auf der Welt mehr als eine Religion mit dieser Überzeugung gibt, und da niemand mehr als einer Religion angehört, kommen wir zu dem Schluss, dass alle Seelen in der Hölle enden. Auf der Basis der weltweiten Geburten- und Sterberaten können wir davon ausgehen, dass die Anzahl der Seelen in der Hölle exponentiell ansteigt.

Betrachten wir nun die Veränderung des Volumens der Hölle, da nach dem Boyle-Mariotte-Gesetz bei gleichbleibender Temperatur und Druck das Volumen proportional zur Anzahl der hinzukommenden Seelen ansteigen muss. Daraus ergeben sich zwei Möglichkeiten:

  1. Expandiert die Hölle langsamer als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann steigen Temperatur und Druck in der Hölle an, bis sie explodiert.
  2. Expandiert die Hölle schneller als die Anzahl der hinzukommenden Seelen, dann sinken Temperatur und Druck in der Hölle, bis sie gefriert.

 

Zur Lösung führt uns das Postulat meiner Kommilitonin Sandra : „Eher friert die Hölle ein, bevor ich mit Dir ins Bett gehe …“
Da ich bis heute nicht dieses Vergnügen mit Sandra hatte (und wohl auch nie haben werde), muss Aussage 2 falsch sein, was uns zur Lösung bringt:

Die Hölle ist exotherm und wird nie einfrieren.

 

Der Student bekam als einziger Prüfungsteilnehmer eine Eins.

Hochhaus & Barometer

Das folgende war eine Frage, die während einer Physik-Prüfung, an der Universität Kopenhagen, an die Studierenden gestellt wurde:

Beschreiben Sie, wie man die Höhe eines Hochhauses mit einem Barometer ermittelt.

Bohr
Niels Bohr (1922)

Ein Kursteilnehmer antwortete: Sie binden ein langes Stück Schnur an den Ansatz des Barometers, senken dann das Barometer vom Dach des Hochhauses zum Boden. Die Länge der Schnur plus die Länge des Barometers entspricht der Höhe des Gebäudes.

Diese in hohem Grade originelle Antwort entrüstete den Prüfer dermaßen, dass der Kursteilnehmer sofort entlassen wurde. Er appellierte an seine Grundrechte, mit der Begründung dass seine Antwort unbestreitbar korrekt war, und die Universität ernannte einen unabhängigen Schiedsrichter, um den Fall zu entscheiden. Der Schiedsrichter urteilte, dass die Antwort in der Tat korrekt war, aber kein wahrnehmbares Wissen von Physik zeige.

Um das Problem zu lösen, wurde entschieden den Kursteilnehmer nochmals herein zu bitten und ihm sechs Minuten zuzugestehen, in denen er eine mündliche Antwort geben konnte, die mindestens eine minimale Vertrautheit mit den Grundprinzipien von Physik zeigte. Für fünf Minuten saß der Kursteilnehmer still, den Kopf nach vorne, in Gedanken versunken. Der Schiedsrichter erinnerte ihn, dass die Zeit lief, worauf der Kursteilnehmer antwortete, dass er einige extrem relevante Antworten hatte, aber sich nicht entscheiden könnte, welche er verwenden sollte.
Als ihm geraten wurde, sich zu beeilen, antwortete er wie folgt:

  1. Sie könnten das Barometer bis zum Dach des Hochhauses nehmen, es über den Rand fallen lassen und die Zeit messen die es braucht, um den Boden zu erreichen. Die Höhe des Gebäudes kann mit der Formel H=0.5g xt im Quadrat berechnet werden. Der Barometer wäre allerdings dahin!
  2. Oder, falls die Sonne scheint, könnten Sie die Höhe des Barometers messen, es hochstellen und die Länge seines Schattens messen. Dann messen Sie die Länge des Schattens des Hochhauses, anschließend ist es eine einfache Sache, anhand der proportionalen Arithmetik die Höhe des Hochhauses zu berechnen.
  3. Wenn Sie aber vorgeblich in einem hohen Maße wissenschaftlich sein wollten, könnten Sie ein kurzes Stück Schnur an das Barometer binden und es schwingen lassen wie ein Pendel, zuerst auf dem Boden und dann auf dem Dach des Hochhauses. Die Höhe entspricht der Abweichung der gravitationalen Wiederherstellungskraft T=2 Pi im Quadrat (l/g).
  4. Oder, wenn der Wolkenkratzer eine äußere Nottreppe besitzt, würde es am einfachsten gehen da hinauf zu steigen, die Höhe des Hochhauses in Barometer-Längen abzuhaken und oben zusammenzählen.
  5. Wenn Sie aber bloß eine langweilige und orthodoxe Lösung wünschen, dann können Sie selbstverständlich das Barometer benutzen, um den Luftdruck auf dem Dach des Hochhauses und auf dem Grund zu messen und den Unterschied bezüglich der Millibar umwandeln, um die Höhe des Gebäudes zu berechnen.
  6. Aber, da wir ständig aufgefordert werden, die Unabhängigkeit des Verstandes zu üben und wissenschaftliche Methoden anzuwenden, würde es ohne Zweifel viel einfacher sein, an der Tür des Hausmeisters zu klopfen und ihm zu sagen: „Wenn Sie ein schönes neues Barometer möchten, gebe ich Ihnen dieses hier, vorausgesetzt, Sie sagen mir die Höhe dieses Hochhauses.“

 

Der Student war Niels Bohr, der erste Dänische Physiker, der den Nobelpreis für Physik gewann.

Free Nature Sounds Mixer

Bereits vor einigen Jahren entdeckte ich diese Seite und bin seither immer wieder fasziniert von den Möglichkeiten, die sich mir dort bieten.

Man kann dort unter einer Vielzahl von Geräuschen aus der – der Name verrät es ja bereits – Natur wählen. Es gibt Sturm und Blitz und Donner, leises Säuseln des Windes, verschiedene Vogelstimmen, Meeresrauschen und -Brandung und jede Menge mehr. Diese verschiedenen Geräusche mixt man sich nun mithilfe eines kleinen (virtuellen) Mischpultes zusammen.

Vier Kanäle stehen zur Verfügung, von denen sich natürlich auch ein jeder einzeln regeln lässt. Das klingt kompliziert, ist es aber durchaus nicht. Am besten, man spielt ein wenig damit rum und lässt sich begeistern. Hat man nun sein Szenario beisammen, lässt es sich auch noch abspeichern und herunterladen.

Ich mag zum Beispiel gerne ein leises Meeresrauschen, in der Ferne schreien Möwen und der Wind darf natürlich auch nicht fehlen. Dann schlafe ich garantiert ruhig und schnell ein.  😉

Hier könnt Ihr es selber einmal testen. Und alles ist kostenlos.

Na, wenn DAS mal nicht nett ist. 😀