König Artus‘ Problem

Der junge König Artus geriet in einen Hinterhalt und wurde vom König des Nachbarreiches gefangengenommen. Dieser hätte Artus töten können, wurde aber durch die Jugend und die Lebensfreude von Artus zurückgehalten. So versprach er ihm die Freiheit, wenn er eine sehr schwierige Frage innerhalb eines Jahres beantworten könne, hätte er immer noch keine Antwort, würde er zum Tode verurteilt.

Die Frage lautete: „Was wollen Frauen wirklich?“

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Komme niemals zu spät

Ein Pfarrer wurde zum 25. Jahrestag seines Dienstantritts in der
Gemeinde mit einem Bankett geehrt. Ein führender Lokalpolitiker,
der ein Mitglied der Gemeinde war, wurde ausersehen, die Festrede
zu halten, aber verkehrsbedingt verspätete er sich.
So beschloss der Pfarrer, während der Wartezeit selbst ein paar
Worte zu sagen: „Ihr versteht doch,“ sagte er, „das Siegel des
Beichtgeheimnisses kann niemals gebrochen werden. Ich erhielt
aber meinen ersten Eindruck von der Pfarrei durch die erste
Beichte, die ich hier abnahm. Ich kann euch nur so ganz allgemein
darüber erzählen. Als ich hier ankam, dachte ich, dass mir ein
ganz schrecklicher Ort zugeteilt worden sei. Die allererste
Person, die meinen Beichtstuhl betrat, erzählte mir, wie er einen
Fernseher gestohlen hatte und wie er, als ihn die Polizei stoppte,
fast den Polizisten ermordet habe.
Außerdem erzählte er mir, er habe von seinen Eltern Geld
gestohlen, am Arbeitsplatz Geld unterschlagen, eine Affäre mit
der Frau seines Chefs und seine Schwester mit einer
Geschlechtskrankheit angesteckt. Ich war entsetzt.
Als aber die Tage vergingen, erkannte ich, dass meine Schäfchen
nicht alle so waren und dass ich doch in eine ausgezeichnete
Pfarrei voll von verständnisvollen und liebevollen Menschen
gekommen war.“
Gerade als der Pfarrer mit seinen Ausführungen zu Ende gekommen
war, traf der Politiker ein, mit wortreichen Entschuldigungen für
sein zu spät kommen.
Sofort begann er mit seiner Rede: „Ich werde niemals den Tag
vergessen, an dem unser Hochwürdiger Herr Pfarrer in der Pfarrei
eintraf“, sagte der Politiker, „ja, ich hatte die Ehre, der erste
zu sein, der bei ihm die Beichte ablegte.“

Und die Moral von der Geschichte: Komme niemals zu spät!

Ein paar sehr schöne Kurzgeschichten

3fach Selbstmord

Skrupel
Verzweifelt stand sie auf der Rheinbrücke und schaute in die aufgewühlten Fluten. So sinnlos war ihr Leben geworden. So sinnlos, dass sie es wegwerfen wollte. Aber selbst das war ihr verwehrt. Denn wenn sie sich jetzt in diese braune Brühe stürzen würde, wäre sie nicht nur tot, sondern bekäme zudem auch noch Pickel…

Nobody is perfekt
Er hatte alles bis ins letzte Detail geplant. Der hohe Stuhl, der dicke Dachbalken, der stabile Strick mit dem obligatorischen Henkersknoten. Nun fehlte ihm für seinen perfekten Selbstmord nur noch ein triftiger Grund…

Ups
Wenige Minuten nach seinem Selbstmordversuch wurde ihm schlagartig klar, dass die Einnahme von 60 Abführtabletten niemanden töten-, aber Tote wecken konnten…

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Mal kurz kichern…

Ein Stahlkonzern hat seine Spitzenmanager auf ein teures Seminar geschickt. Sie sollen lernen, auch in einer ungewohnten Situation Lösungen zu erarbeiten, rasch und zielgerichtet zu entscheiden.

Am zweiten Tag wird einer Gruppe von Managern die Aufgabe gestellt, die Höhe einer Fahnenstange zu messen. Sie gehen hinaus auf den Rasen, beschaffen sich eine Leiter und ein Bandmaß. Die Leiter ist aber zu kurz. Also holen sie noch einen Tisch, auf den sie die Leiter stellen. Es reicht immer noch nicht. Sie stellen noch einen Stuhl auf den Tisch. Da das alles sehr wackelig ist, fällt der ganze Aufbau immer wieder um. Alle reden gleichzeitig. Jeder hat andere Vorschläge zur Lösung des Problems. Es ist ein heilloses Durcheinander.

Ein Ingenieur kommt vorbei, sieht sich das Treiben ein paar Minuten lang an. Dann zieht er wortlos die Fahnenstange aus dem Boden, legt sie hin, nimmt das Bandmaß und misst die Stange von einem Ende zum anderen. Er schreibt das Ergebnis auf einen Zettel und drückt ihn zusammen mit dem Bandmaß einem der Manager in die Hand. Dann geht er wieder seines Weges.

Kaum ist er um die Ecke, sagt einer der Top-Manager: “Das war wieder typisch Ingenieur! Wir müssen die Höhe der Stange wissen und er sagt uns die Länge! Kein Wunder, dass es in unserer Firma so schlecht läuft”.

Ein Mann betritt eine Tierhandlung, um einen Papagei zu kaufen.

Der Verkäufer zeigt die drei vorrätigen Exemplare:
Der erste Papagei ist herrlich bunt, bildschön und 50 cm groß. “Na ja”, denkt der Käufer, “der wird wohl recht teuer sein.” Er fragt den Verkäufer nach dem Preis: “1.000 Euro! Aber dafür spricht er auch deutsch und englisch.”
Der Käufer sieht sich den zweiten Papagei an. Dieser ist nicht so schön und auch ein bisschen kleiner. “Was kostet dieser hier?” – “2.000.- Euro! Er spricht 4 Sprachen fließend.”
Dies ist dem Käufer natürlich auch zu teuer und er sieht sich den dritten Papagei an, der ein bisschen mickrig und zerrupft auf der Stange sitzt. Der Verkäufer nennt ihm den Preis: “3.000.- Euro!” – “Und was kann der?” fragt der Käufer. “Hab ich noch nicht herausgefunden, aber die anderen beiden sagen “Boss” zu ihm…”

Männer-Kaufhaus

Berlin hat kürzlich ein Fachgeschäft für Ehemänner eröffnet, in dem sich Frauen neue Ehemänner aussuchen können. Am Eingang hängt eine Anleitung, die die Regeln erklärt, nach denen hier eingekauft werden kann: „Das Geschäft darf nur einmal aufgesucht werden. Es gibt 6 Stockwerke mit Männern, deren Eigenschaften von Stock zu Stock besser werden. Sie können sich entweder einen Mann aus dem Stockwerk aussuchen, auf dem Sie sich befinden, oder Sie können ein Stockwerk weiter hoch gehen und sich dort umsehen. Sie können aber nicht zurück auf ein niedrigeres Stockwerk gehen, das Sie bereits verlassen haben.“
Eine Frau geht ins Geschäft um sich einen Mann zu suchen.
im 1. Stock hängt ein Schild: „Diese Männer haben Arbeit.“
Im 2. Stock hängt ein Schild: „Diese Männer haben Arbeit und mögen Kinder.“
Im 3. Stock hängt ein Schild: „Diese Männer haben Arbeit, mögen Kinder und sehen gut aus.“
„Wow“, denkt die Frau, fühlt sich aber gezwungen weiter zu gehen.
Sie geht zum 4. Stock und liest: „Diese Männer haben Arbeit, mögen Kinder, sehen verdammt gut aus und helfen im Haushalt.“
„Oh Gott, ich kann kaum widerstehen“, denkt sie sich, geht aber dennoch weiter.
Im 5. Stock steht zu lesen: „Diese Männer haben Arbeit, mögen Kinder, sehen verdammt gut aus, helfen im Haushalt und haben eine romantische Ader.“
Sie ist nahe dran zu bleiben, geht aber dann doch zum 6. Stock weiter.
Auf dem Schild steht: „Sie sind die Besucherin Nummer 31.456.012. Hier gibt es keine Männer.
Das Stockwerk existiert nur, um zu zeigen, dass es unmöglich ist, manche Frauen zufrieden zu stellen.
Vielen Dank für Ihren Einkauf im Fachgeschäft für Ehemänner. Auf Wiedersehen.“

Die Frau in der Geschichte

In weiten Teilen der menschlichen Geschichte ist die Frau vertreten, leider tritt sie nur sehr selten auch deutlich in Erscheinung, wie z.B. die Jungfrau von Orleans, die ja dann auch schnell wieder das Feld der Menschheitsgeschichte verließ. Wenn Frau es dann doch geschafft hat in beachtliche Machtpositionen zu kommen, ließ sie schnell ihrer Kontrahentin den Kopf abschlagen, siehe auch Englische Geschichte des Mittelalters. Viel mehr Beispiele fraulichen Schaffens und Mitwirkens an den großen geschichtlichen Bewegungen gibt es eigentlich nicht zu erwähnen, wenn man einmal von den Entwicklungen in jüngster Zeit absieht, die wir dann noch näher im Kapitel Emanzipation betrachten werden.

Die Frau in der Bibel: 

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Montag Morgen

Montagmorgen, 5:00 Uhr, der Wecker klingelt.
Deine Hand will ihn ausschlagen und trifft voll ins Nadelkissen, das netterweise deine Frau dort abgelegt hat. Raus aus dem Bett, dem Hund auf den Schwanz getreten – der Biss in der Wade wird bis in ein paar Wochen verheilt sein…..

Kaffee gekocht, über die Hose geschüttet – Eier zu heiß. Das Butterbrot fällt glücklicherweise mit der trockenen Seite auf das frische Hemd. Doch vor lauter Schreck schüttest den O-Saft darüber – Klasse Morgen.

Raus zur Garage, das automatische Tor an den Kopf, rein ins Auto. Zündung ein, Rückwärtsgang und peng- Tor unverhofft wieder zu. Tor öffnen, rausfahren, Nachbars Katze unterm Hinterreifen schmiert ein wenig. Das Gartentor stand Gestern noch weiter rechts oder warum hast du jetzt einen großer Kratzer im Lack? Gas gegeben und ab zur Arbeit – das rote Licht eben war wohl hoffentlich eine Infrarotkur für das Auto? Egal, beim zurücksehen fährst du mal eben bei rot über die Ampel und gibst ein Profilfoto ab.

Die Feuerwehr kommt dir entgegen – hättest den Herd doch besser ausmachen sollen! Aber wichtig, nur nicht zu spät kommen – heute ist eh weniger Verkehr.

Zangpong um die Ecke auf den Parkplatz – die Schranke steht doch sonst immer offen?? Egal, Auto abgestellt und ans Tor —— zu!!!!!????

Mist, heute ist Sonntag – na gut, dann wieder heim. Autoschlüssel zur Hand…. oh der Steckt im Zündschloss. Außerdem rollt das Auto irgendwie ganz langsam davon. Wenn das mal gut geht. Ist das etwa ein Tankwagen dort???

Viel Spaß am Montag – Morgen!!!!

Wissenswertes über die Elektrizität

Die Frage, die die heutige Wissenschaft beschäftigt, ist: Was zum Kuckuck ist Elektrizität? Und wohin geht sie, nachdem sie den Toaster verlassen hat?

Hier ist ein einfaches Experiment, mit dem wir eine wichtige Lektion über Elektrizität lernen können: An einem kühlen, trockenen Tag schlurfen wir mit den Füßen über einen Teppich, greifen dann mit der Hand in den Mund eines Freundes und berühren eine seiner Zahnplomben. Unser Freund zuckt heftig zusammen und schreit vor Schmerz auf. Wir lernen daraus, daß Elektrizität eine sehr mächtige Kraft sein kann, die wir niemals dafür verwenden dürfen, unseren Mitmenschen Schmerzen zuzufügen, außer wenn wir eine wichtige Lektion über Elektrizität lernen müssen.

Wir erfahren dabei auch, wie ein elektrischer Stromkreis funktioniert. Als wir über den Teppich geschlurft sind, haben wir dabei etliche „Elektronen“ aufgesammelt, äußerst kleine Teilchen, die von den Teppichherstellern in die Teppiche eingewoben werden, um Schmutz anzuziehen. Die Elektronen fließen durch den Blutkreislauf und sammeln sich im Finger an, von wo ein Funke zur Zahnfüllung unseres Freundes überspringt. Von dort aus fließen die Elektronen durch seine Füße hinunter und zurück in den Teppich, womit der Stromkreis wieder geschlossen ist.

Heutzutage sind elektrisches Licht, Radios, Mixer etc. für uns bereits selbstverständlich geworden. Vor hundert Jahren waren solche Dinge noch völlig unbekannt, was aber nicht weiter schlimm war, da sie nirgendwo eingesteckt werden konnten. Dann kam der erste Pionier auf dem Gebiet der Elektrizität, Benjamin Franklin, der während eines Gewittersturms einen Drachen steigen ließ und dabei einen schweren elektrischen Schlag bekam. Dies beweist, daß Blitze von derselben Kraft angetrieben werden wie Teppiche. Leider wurde Franklins Gehirn dabei so stark in Mitleidenschaft gezogen, daß er nur noch völlig unverständliche Sprüche von sich gab, wie zum Beispiel „Einen Pfennig gespart heißt einen Pfennig verdient“. Unter Umständen wurde er dann als Leiter des Postamtes eingestellt.

Nach Franklin kam eine Reihe von Entdeckern und Erfindern, deren Namen in die heutige Terminologie der Elektrotechnik Eingang gefunden haben: Myron Volt, Marie-Louise Ampere, James Watt, Robert Transformator usw. Alle von ihnen machten wichtige elektrische Experimente. So entdeckte zum Beispiel Luigi Galvani (kein Scherz) im Jahre 1780, daß, sobald er das Bein eines Frosches mit zwei verschiedenen Metallen in Verbindung brachte, ein elektrischer Strom floß und das Bein des Frosches zuckte, selbst wenn es bereits vom jeweiligen Frosch getrennt war, der ja sowieso schon tot war. Galvanis Entdeckung führte zu gewaltigen Fortschritten auf dem Gebiet der Amphibienchirurgie. Heutzutage können fähige Veterinärchirurgen Metallteile in die Muskeln eines schwerverletzten oder gar getöteten Frosches implantieren und zusehen, wie er zurück in den Teich hüpft. Ganz wie ein normaler Frosch, wenn man davon absieht, daß er wie ein Stein zu Boden sinkt.

Der größte Pionier im Bereich der Elektrizität jedoch war Thomas Alva Edison, ein brillanter Erfinder trotz der Tatsache, daß seine Schulbildung sehr gering war und er in New Jersey lebte. Edisons erste Erfindung war der Phonograph, der bald in Tausenden amerikanischer Haushalte zu finden war, wo er im Prinzip bis 1923 blieb, bis die Schallplatte erfunden wurde. Edisons Meisterstück jedoch war die Erfindung des Elektrizitätswerkes im Jahre 1879. Edisons großartige Idee war die Übertragung des Prinzips des einfachen elektrischen Stromkreises: Das Elektrizitätswerk sendet Elektrizität über einen Draht zum Kunden und bekommt sie ohne Verzögerung durch einen anderen Draht wieder zurück, um sie anschließend (und das ist der geniale Teil daran) gleich wieder zum Kunden zu schicken.

Das heißt, daß ein Elektrizitätswerk dem Kunden dieselbe Elektrizität einige tausend Mal pro Tag verkaufen kann, ohne dabei erwischt zu werden, da sich die wenigsten seiner Kunden die Zeit nehmen, ihre Elektrizität genau anzusehen. Tatsächlich wurde zum letzten Mal in den USA im Jahre 1937 neue Elektrizität erzeugt. Seitdem haben die Elektrizitätswerke dieselbe Elektrizität immer und immer wieder verkauft. Dies ist auch der Grund dafür, warum sie soviel Zeit haben, sich mit Tariferhöhungen zu beschäftigen.

Dank Pionieren wie Edison oder Franklin und Fröschen, wie dem von Galvani bietet uns heutzutage die Elektrizität fast unbegrenzte Möglichkeiten. So haben zum Beispiel in den letzten zehn Jahren Wissenschaftler den Laser entwickelt, ein elektrisches Gerät, das einen Lichtstrahl aussendet, der solche Energie besitzt, daß er noch in einer Entfernung von 2000 Metern eine Planierraupe atomisieren kann, und andererseits so exakt ist, daß Chirurgen damit hochpräzise Arbeiten am menschlichen Auge vornehmen können. Vorausgesetzt, sie vergessen nicht, den Regler von „Planierraupe atomisieren“ auf „Mikrochirurgie“ umzustellen.

Die Arche Noah im 21. Jahrundert

Nach vielen Jahren sah Gott wieder einmal auf die Erde. Die Menschen waren verdorben und gewalttätig und er beschloss, sie zu vertilgen, genau so, wie er es vor langer langer Zeit schon einmal getan hatte. Er sprach zu Noah: „Noah, baue mir noch einmal eine Arche aus Zedernholz, so wie damals – 300 Ellen lang, 50 Ellen breit und 30 Ellen hoch. Ich will eine zweite Sintflut über die Erde bringen. Die Menschen haben nichts dazugelernt. Du aber gehe mit deiner Frau, deinen Söhnen und deren Frauen in die Arche und nimm von allen Tieren zwei mit, je ein Männchen und ein Weibchen. In sechs Monaten werde ich den großen Regen schicken“.

Noah stöhnte auf, musste das denn schon wieder sein“. Wieder 40 Tage Regen und 150 unbequeme Tage auf dem Wasser mit all den lästigen Tieren an Bord und ohne Fernsehen! Aber Noah war gehorsam und versprach, alles genau so zu tun, wie Gott ihm aufgetragen hatte. Nach sechs Monaten zogen dunkle Wolken auf und es begann zu regnen. Noah saß in seinem Vorgarten und weinte, denn da war keine Arche. „Noah“, rief der Herr, „Noah, wo ist die Arche?

Noah blickte zum Himmel und sprach: „Herr, sei mir gnädig.“ Gott fragte abermals „Wo ist die Arche, Noah?“ Da trocknete Noah seine Tränen und sprach: „Herr… was hast du mir angetan? Als Erstes beantragte ich beim Landkreis eine Baugenehmigung. Die dachten zuerst, ich wollte einen extravaganten Schafstall bauen. Die kamen mit der ausgefallenen Bauform nicht zurecht, denn an einen Schiffbau wollten sie nicht glauben. Auch deine Maßangaben stifteten Verwirrung, weil niemand mehr weiß, wie lang eine Elle ist. Also musste mein Architekt einen neuen Plan entwerfen. Die Baugenehmigung wurde mir zunächst abgelehnt, weil eine Werft in einem Wohngebiet planungsrechtlich unzulässig sei. Nachdem ich dann endlich ein passendes Gewerbegrundstück gefunden hatte, gab es nur noch Probleme. Im Moment geht es z. B. um die Frage, ob die Arche feuerhemmende Türen, eine Sprinkleranlage und einen Löschwassertank benötige. Nach dem Hinweis, ich hätte im Ernstfall rundherum genug Löschwasser, glaubten die Beamten, ich wollte mich über sie lustig machen. Als ich ihnen erklärte, das Wasser käme noch in großen Mengen, und zwar viel mehr als ich zum Löschen benötigte, brachte mir das den Besuch eines Arztes vom Landeskrankenhaus ein. Er wollte von mir wissen, was ein Schiffbau auf dem Trockenen, fernab von jedem Gewässer, solle. Die Bezirksregierung teilte mir daraufhin telefonisch mit, ich könnte ja gern ein Schiff bauen, müsste aber selbst zusehen, wie es zum nächsten größeren Fluss käme. Mit dem Bau eines Sperrwerks könnte ich nicht rechnen, nachdem der Ministerpräsident zurückgetreten sei. Dann rief mich noch ein anderer Beamter dieser Behörde an, der mir erklärte, sie seien inzwischen ein kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen und darum wolle er mich darauf hinweisen, dass ich bei der EU in Brüssel eine Werftbeihilfe beantragen könne, allerdings müsste der Antrag achtfach in den drei Amtssprachen eingereicht werden. Inzwischen ist beim Verwaltungsgericht ein vorläufiges Rechtsschutzverfahren meines Nachbarn anhängig der einen Großhandel für Tierfutter betreibt. Der hält das Vorhaben für einen großen Werbegag – mein Schiffbau sei nur darauf angelegt, ihm Kunden abspenstig zu machen. Ich habe ihm schon zwei Mal erklärt, dass ich gar nichts verkaufen wolle. Er hört mir gar nicht zu und das Verwaltungsgericht hat offenbar auch viel Zeit.

Die Suche nach dem Zedernholz habe ich eingestellt. Libanesische Zedern dürfen nicht mehr eingeführt werden. Als ich deshalb hier im Wald Bauholz beschaffen wollte, wurde mir das Fällen von Bäumen unter Hinweis auf das Landeswaldgesetz verweigert. Dies schädige den Naturhaushalt und das Klima. Außerdem sollte ich erst eine Ersatzaufforstung nachweisen. Mein Einwand, in Kürze werde es gar keine Natur mehr geben und das Pflanzen von Bäumen an anderer Stelle sei deshalb völlig sinnlos, brachte mir den zweiten Besuch des Arztes vom Landeskrankenhaus ein.

Die angeheuerten Zimmerleute versprachen mir schließlich, für das notwendige Holz selbst zu sorgen. Sie wählten jedoch erst einmal einen Betriebsrat. Der wollte mit mir zunächst einen Tarifvertrag für den Holzschiffbau auf dem flachen Lande ohne Wasserkontakt aushandeln. Weil wir uns aber nicht einig wurden, kam es zu einer Urabstimmung und zum Streik. Herr, weißt du eigentlich, was Handwerker heute im Voraus verlangen? Wie soll ich denn das bezahlen? Weil die Zeit drängte, fing ich schon einmal an, Tiere einzusammeln. Am Anfang ging das noch ganz gut, vor allem die beiden Ameisen sind noch immer wohlauf. Aber seit ich zwei Tiger und zwei Schafe von der Notwendigkeit ihres gemeinsamen und friedlichen Aufenthaltes bei mir überzeugt hatte, meldete sich der örtliche Tierschutzverein und rügte die artwidrige Haltung.

Und mein Nachbar klagt auch schon wieder, weil er auch die Eröffnung eines Zoos für geschäftsschädigend hält. Herr, ist dir eigentlich klar, dass ich auch nach d. Europäischen Tierschutz-transportverordnung eine Genehmigung brauche? Ich bin schon auf Seite 22 des Formulars und grüble im Moment darüber, was ich als Transportziel angeben soll. Und wusstest du, dass z. B. Geweih tragende Tiere während der Brunftzeit überhaupt nicht transportiert werden dürfen? Und die Hirsche sind ständig am Schnackseln, wie Fürstin Gloria sagen würde und auch der gemeine Elch und der Stier denken an nichts anderes, besonders die südlicheren! Herr, wusstest du das?

Übrigens, wo hast du eigentlich die Callipepla caliconica du weißt schon, die Schopfwachteln und den Lethamus Discolor versteckt? Den Schwalbensittich habe ich bisher auch nicht finden können. Dir ist natürlich auch bewusst, dass ich die 43 Vorschriften der Binnenmarkt –Tier-schutzverordnung bei dem Transport der Kaninchen strikt beachten muss. Meine Rechtsanwälte prüfen gerade, ob diese Vorschriften auch für Hasen gelten. Übrigens: wenn du es einrichten könntest, die Arche als fremdflaggiges Schiff zu deklarieren, das sich nur im

Bereich des deutschen Küstenmeeres aufhält, bekäme ich die Genehmigung viel einfacher. Du könntest dich doch auch einmal für mich bemühen.

Ein Umweltschützer von Greenpeace erklärte mir, dass ich Gülle, Jauche, Exkremente und Stallmist nicht im Wasser entsorgen darf. Wie stellst du dir das eigentlich vor? Damals ging es doch auch! Vor zwei Wochen hat sich das Oberkommando der Marine bei mir gemeldet und von mir eine Karte der künftig überfluteten Gebiete erbeten. Ich habe ihnen einen blau angemalten Globus geschickt.

Und vor zehn Tagen erschien die Steuerfahndung; die haben den Verdacht, ich bereite meine Steuerflucht vor. Ich komme so nicht weiter Herr, ich bin verzweifelt! Soll ich nicht doch lieber meinen Rechtsanwalt mit auf die Arche nehmen?“ Noah fing wieder an zu weinen.

Da hörte der Regen auf, der Himmel wurde klar &die Sonne schien wieder. Und es zeigte sich ein wunderschöner Regenbogen. Noah blickte auf und lächelte. „Herr, du wirst die Erde doch nicht zerstören“ – „Da sprach der Herr: „Darum sorge ich mich nicht mehr, das schafft schon eure Verwaltung!“