Der Bau der Cheops-Pyramiden

Ramses, der Ägypterkönig,
hatte einmal Geld zu wenig.
Der Pyramidenbau am Nil
kostete ihm zuviel.
Er sprach zu seiner Tochter Isis,
wir stehen vor einer großen Krisis.
Wir räumen jetzt den Tempel aus
und machen daraus ein Freudenhaus.

Also ließ er es verkünden,
auf den Bergen, in den Gründen,
auf allen Märkten, in den Tempeln,
des Kaisers Tochter läßt sich stempeln.
Von allen Glocken hört man’s klimpern,
des Königs Tochter läßt sich pimpern.

Zu Tausenden kamen sie gelaufen,
einzeln und in großen Haufen.
Neger, Juden und Mulatten,
alle, die noch einen hatten.

Männer von den Philippinen
mit Eier, dick wie Apfelsinen.
Indianer von den Fidschi-Inseln
mit Widerhaken an den Pinseln.

Hottentotten, Lumpenpack,
Männer mit und ohne Sack.
Aus der Wüste Tripolis
kamen sie mit Syphilis.

Wüstenscheiche, Berberfürsten,
wollten die Prinzessin bürsten.

Italianos eilten über Hecken
mit langen Makkaronisäcken.

Von Ferne kamen die Franzosen
mit Kunstharzpinseln in den Hosen.
Germanen aus dem Lande Bayern,
mit Hofbräustempeln an den Eiern.

Kumpels aus dem Raume Aachen,
die die Kohlen mit dem Schwanze brachen.
Leute aus dem hohen Norden
mit Säcken voller Orden.

Männer von der Insel Ceylon
mit Parisern ganz aus Nylon.
Knaben, deren Lustgebein
war noch mikroskopisch klein.
Männer, deren Eichelplatten
schon Museumswerte hatten.

Sie kamen von den Aleuten
mit gelbgeschnitzten Sonnenruten.
Die Großstadt Essen war vertreten
durch die Kruppschen Gußstahlklöten.

Tagediebe, Babysitter,
selbst gehandikapte Zwitter,
machten sich zum Tempel auf,
in liebesdurst’gem Amoklauf.

Die allerältesten Eunuchen
wollten es nochmal versuchen.
Auf der Insel Sansibar
machte man die Riemen klar.
Selbst abgewrackte Beduinen
wollten noch der Liebe dienen.

Aus allen Ländern kamen sie zum Leiern
mit blutig wundgelaufenen Eiern.
Sogar die Mumien in den Höhlen
hörte man vor Wollust gröhlen.

Man tat es allen Völkern kund,
die Isis nimmt ihn in den Mund
und streichelt dann den Hodensack
von allem geilen Lumpenpack.

Ja, Fürsten, Grafen und Barone
stürzten sich auf die Matrone.
Ein jeder ging zu ihr hinein
und zahlte dafür einen Stein.

So wuchs durch vieler Länder Pimmel
der Pyramidenbau gen Himmel.
Sie zogen aus mit bunten Wimpeln
und kehrten heim mit wunden Pimpeln.

Eine deutsche Verwaltung

Kreis Mettmann steckt gerade in einer Krise. Begonnen hatte alles mit der Damentoilette im Rathaus, die plötzlich und ohne Vorwarnung verstopft war.

Ein Verwaltungsbeamter des mittleren Dienstes wagte es daraufhin selbstherrlich und in völliger Überschätzung seiner Kompetenz, einen hiesigen Sanitärbetrieb mit der Schadensbeseitigung zu beauftragen.

Glücklicherweise war ein Beamter des gehobenen Dienstes zugegen, als die Handwerker eintrafen. Sofort erkannte er die Tragweite des Skandals.

Nicht nur, dass ein Schwippschwager des Untergebenen in der Firma arbeitete, nein, der Auftrag hätte ordnungsgemäß ausgeschrieben werden müssen – europaweit natürlich!

Der Inspektor veranlasste sofort die nötigen Schritte: Die Firma wurde des Hauses verwiesen, das Damenklo versiegelt, der Auftrag ausgeschrieben und gegen den Hauptsekretär ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Weiter verfügte der Inspektor, dass das Herrenklo bis zur Reparatur zum Damenklo umfunktioniert werde und die männlichen Beschäftigten ihre Notdurft an der nahe gelegenen Linde zu verrichten haben.

Die Betroffenen beschwerten sich daraufhin beim Personalrat, da diese Regelung ja auf das „große Geschäft“ kaum Anwendung finden könne.

Der Inspektor bestellte daraufhin einen ToiToiToi-Container, allerdings ohne Rücksprache mit seinem Dienstvorgesetzten und ohne Ausschreibung.

Ein zufällig an der Linde urinierender Beamter des höheren Dienstes ließ den eintreffenden Container sofort wieder abfahren und für das intakte Klo eine Art Dienstplan erstellen. Der Hausmeister wurde beauftragt, alle zwei Stunden das Geschlechtspiktogramm an der Toilettentür auszutauschen.

Der Inspektor bekam ein Disziplinarverfahren.

In der Tatsache, dass die Männer während der Damenbenutzungszeit ihr kleines Geschäft weiterhin an der Linde verrichteten, sahen die weiblichen Beschäftigten einen illegitimen Vorteil und intervenierten bei der Gleichstellungsbeauftragten. Der Bürgermeister ließ daraufhin die Linde fällen, ohne Rücksprache mit dem Umweltministerium und ohne europaweite Ausschreibung.

Inzwischen ist die ganze Führungsetage des Rathauses suspendiert.

Die Wurzel allen Übels hat sich dann vor dem Eintreffen des maltesischen Klempners und des Toilettencontainers aus dem nordfinnischen Rovaniemi erledigt.

Ein Praktikant hatte von zu Hause eine Handspirale mitgebracht und die Verstopfung beseitigt.

Diese beispiellose Eigeninitiative stellte die Verwaltung nun allerdings vor ein Riesenproblem: Vor der Einleitung eines Disziplinarverfahrens muss der junge Mann ja erst noch verbeamtet werden.

Neulich bei IKEA

Meine Freundin meint „Lass uns mal wieder zusammen zu IKEA fahren. Ist doch schön, da mal wieder durchzubummeln.“. Bummeln…von wegen. Als ob Frauen durch den Schuppen BUMMELN würden. Sie KAUFEN sich durch.

Jede von den Weibern reißt riesige Löcher in die Regale.
Natürlich am Samstag. Warum eigentlich ausgerechnet immer Samstags?
Kann mir jemand sagen, warum Frauen immer Samstags zu IKEA fahren wollen?
Oder Sonntags? Oder Freitags? Ich will nicht zu IKEA. An keinem Tag.
Aber widersprich da mal einer. Der Samstag wäre völlig im Eimer.
Und der Sonntag. Und der SEX auch. Also was tun?
Klar – was sie alle tun: lächeln, innerlich sterben und mitgehen.
Anfahrt: Der Stau reicht zurück bis auf die Autobahn. Von der Ausfahrt bis auf den IKEA-Parkplatz brauchen wir 35 Minuten. Ich bin innerlich schon am kochen, lasse mir aber nichts anmerken. Auch nicht, als sich ein Fahrer rücksichtslos vorne in die Parklücke drängt. („Komm her du Arsch. Los steig aus. Dir hau ich ein paar aufs Maul. Depp, blöder. Dummes Arschloch. Los trau dich. Wichser“.)

Nun, er hat sich nicht getraut, meine Freundin nagt an der Unterlippe und mir geht es kurzzeitig wieder etwas besser. Obwohl ich ihm schon gern…

Gott sei dank hat sie sich diesmal nicht gleich im ersten Stock ausgetobt. Da hatte sie letztes Mal schon mit einer neuen Couch gedroht: „Die hier ist schön. Und sooo praktisch.
Den Bezug kann man abziehen und waschen.“ Ich schau aufs Preisschild. („Wir werden das Ding höchstens dreimal waschen, also kostet jedesmal Waschen 1.500 Euro? Wieso nehmen wir nicht ne billige, schmeissen sie weg, sobald sie nen Fleck hat, und kaufen ne Neue?“) – „Prima. Du hast recht. Sehr schön. Sitzt sich auch bequem. Und gar nicht teuer. Ein echtes Schnäppchen. Willst Du sie gleich haben?“

Zum Glück wollte sie das Ding dann doch nicht kaufen. Der Härtetest kommt im Untergeschoss: Millionen Dinge, die Frau unbedingt braucht. Jeder Artikel 5233mal vorhanden. Natürlich will sie nur ein paar Kleinigkeiten, die sie unbedingt schon immer gebraucht hat und nirgendwo anders bekommt und schon gar nicht zu deeem Preis. Ein Nudelklammereisen… oder so.

Jedenfalls total praktisch und gar nicht teuer. Und die tollen Gläser mit Stiel. Gibt“s nur im 10-er Pack. Aber was soll“s – die alten hatte sie ja schon seit dem letzen IKEA-Besuch vor…was? (Acht Wochen? Und die sind ja auch schon nicht mehr schön. Und die praktischen Fressbretter Brotzeitteller aus Holz – scheiss-schwer!) Und diese Kerzenhalter und „sieh doch mal die kleine Leuchte da“ und die praktischen zusammenfaltbaren „kannmanimmerbrauchen“-Teile und … Sie stopft mir das Zeug in diese tolle gelbe Umhängetasche, mit der ich aussehe wie ein geistig zurückgebliebener Pfadfinder. Oder Stadtreinigung. Offenbar muss jeder Mann so ne Tasche umhaben, obwohl sie fast alle auch noch einen Wagen schieben müssen.Aber Frauen scheinen die Dinger schick zu finden. Sie scheint jetzt alles zu haben …
dann die Schlange an der Kasse.Sie haben jetzt Schilder aufgestellt: „Ab hier 25 Minuten Wartezeit zur Kasse“. Eins kann ich von hier aus schon fast lesen. Sie kann nur mühsam verhindern, dass ich die Tasche ins nächste Regal schmeisse. Ich fasse es nicht: Die Frauen schwatzen miteinander oder wuseln nochmal davon, um schnell noch ein paar „hättenwirdochfastvergessen“ zu holen, während die Männer wie die Deppen mit ihren Wagen in der Schlange stehen. Das nächste Schild: „Noch 15 Min. bis zur Kasse“ veranlasst mich, mit der Tasche Schwung zu holen, aber sie meint, sie könne die Kasse schon sehen … Na gut. Wuselwuselwusel und schon habe ich noch einen tollen Übertopf für den Dingsbums-Busch im Esszimmer (Das Drecksding werde ich mit Domestos giessen!) in der Tasche.Das nächste Schild kann man schon nicht mehr lesen: Das muss wohl jemand umgekickt haben – lauter Fussabdrücke drauf.
Aber jetzt kann ich die Kasse auch sehen. Endlich sind wir dran. Nach fünf Minuten Vorzeigen von Driver“s license, Organspenderausweis, ATM-, Visiten-, Kredit- und Krankenversicherungskarte glaubt mir die blöde Kuh an der Kasse („Mein Freund hat das nicht so gemeint.“) endlich, dass ich mit dem Nachnamen und nicht dem Vornamen unterschrieben habe. („Ich hab“s noch ganz anders gemeint…“) Der Tritt gegen den Tresen hat aber auch keinen Schaden hinterlassen.
Abfahrt: Auf dem Parkplatz beginnt das Drama von vorn: Wie komme ich von IKEA wieder weg? Die Ausfahrt ist verstopft. Der Parkplatz ist verstopft, der Weg bis zur Ampel ist verstopft, die Autobahnauffahrt ist verstopft. 35 Min für 1,6km. Aber den blöden Deppen von der Herfahrt habe ich diesmal in eine Parklücke abgedrängt, wo er vermutlich ne Stunde gebraucht hat, um da rückwärts wieder rauszukommen.

Der perfekte Grillsamstag

Der perfekte Grillsamstag mal chronologisch geordnet!

10.00 Uhr: 
Aufstehen

10.05 Uhr: 
Blick aufs Außenthermometer. 20° oder mehr: TOP!

10.06 Uhr: 
Blick aus dem Fenster. Blauer Himmel und Sonne: OBER-TOP!

10.10 Uhr: 
Frühstück (aufgetaute Brötchen) und Zigarette. Weiterlesen „Der perfekte Grillsamstag“

Letzte Woche in meiner Lieblingsmetzgerei

Hinter mir eine Schlange, vor mir eine Fleischereifachverkäuferin.
„Einmal von dem Schwarzwälder Schinken“
„100 Gramm?“
„Ja“
„Darf“s etwas mehr sein?“
„Ja klar“
„Sonst noch was?“
„Ja, dann noch 100 Gramm von der Leberwurst“
„Darf“s etwas mehr sein?“
„Ja gerne“
„Darf“s sonst noch was sein?“

Und dann finde ich die Bestellerei öde. Also denke ich, ich bin mal flexibel:
„Ja, bitte noch 113 Gramm Aufschnitt“

Totenstille in der Metzgerei. Was ist das denn für eine Bestellung? 113 Gramm?
Die Fleischfachkraft starrt mich an, als hätte ich gesagt, sie legt beim Wiegen jedes Mal ihre Brüste mit auf die Waage. Sie versucht es mit dem „ich habe mich verhört“-Trick:
„100 Gramm Aufschnitt, jawoll“.
Aber nicht mit mir!
„Nein, 113 Gramm“
„113 Gramm?“
„So ist es“.

100 Gramm kann sie schätzen, hat sie ja den ganzen Tag. Aber 113 Gramm, das ist eine Herausforderung – zumal, wenn der Laden voll wie ein Kölner im Karneval ist. Sie packt den Aufschnitt, legt ihn auf ein Stück Papier und auf die Waage. Die Digitalanzeige blättert sich auf 118 Gramm. Sie ist schlau.
„Darf“s ein bisschen mehr sein?“
Ich lächle, um sie in Sicherheit zu wiegen, dann sage ich: „Nein, genau 113 Gramm, bitte“
Sie atmet schwer. Hinter mir immer noch Totenstille. Ein Huster. Die ganze Metzgerei beobachtet wie erstarrt den Showdown zwischen Fleischereifachverkäuferwoman und Superasshole. In Zeitlupe schneidet sie ein Wurststückchen und legt den Aufschnitt auf die Waage. 114 Gramm. Sie will die Wurst gerade einpacken.

„Nein“ sage ich „Ich möchte bitte genau 113 Gramm.“
Ich drehe mich zu den Wartenden um.
„Ärztliche Empfehlung“ lächle ich. Es nutzt nichts. Einer ballt die Fäuste. Aber jetzt gibt es kein Zurück mehr. Meine bislang freundliche Bedienung knirscht mit den Zähnen, schneidet noch ein Stückchen von EINEM Wurstscheibchen ab, lässt erneut die Waage entscheiden. Wie in Zeitlupe erscheinen die Zahlen und bleiben bei genau 113 Gramm stehen. Hinter mir atmen die Menschen und auch meine Fleischereifachverkäuferin auf.

Geschafft. Das A****loch ist befriedigt. Sie will schon die Wurst einpacken, als ich die Hand hebe.
„Entschuldigung“ sage ich „jedoch: sie haben das Papier mitgewogen. Das ist sicher noch ein Gramm.“
„Was GLAUBEN Sie, wo Sie hier sind?“ faucht sie mich an.
„WO ICH BIN, WEIß ICH! OB ICH PAPIER BEZAHLE, MÖCHTE ICH WISSEN.“
Sie knallt das Fleisch nebst Papier wieder auf die Waage und schmeißt das bei 114 Gramm abgeschnittene Wurststückchen dazu. Voila, wir haben 114 Gramm inklusive Papier.

„JETZT dürfen Sie einpacken“ erkläre ich generös, im Bewusstsein, sie besiegt zu haben. Die empört murmelnden Stimmen „Vollidiot“, „Kniebohrer“ und „Knalldepp“ hinter mir ignoriere ich.

Ich bekomme mein Fleisch gerade so nicht direkt ins Gesicht geschmissen, zahle an der Kasse und noch währenddessen frage ich die Besiegte freundlich: „Was machen Sie eigentlich mit den abgeschnittenen Halb- und Viertel-Scheiben?“
„Die werfe ich weg, wieso?“
„Och“, sage ich verbindlich, „bevor Sie die wegschmeißen, können Sie sie ja auch mir geben…“

Im Krankenhaus hat man mir später erzählt, sie hätten drei Stunden gebraucht, um mir die Kalbshaxe aus den Rippen zu operieren…

Der Lauscher an der Wand…

Rostock. Vor einem Kino.

Es lief gerade “Operation Walküre” mit Tom Cruise. Zwei Blondinen (ca. 20) unterhalten sich über den Film:

#1: “Und, wie fandest du den Film?”
#2: “Furchtbar! Hätte ich gewusst, dass Tom Cruise am Ende stirbt, wäre ich da niemals reingegangen!”

belauscht von Hannes


Mannheim. SAP Arena.

Zur Eishockey WM 2010. Frankreich spielt gegen Deutschland. Die Französischen Fans sind guter Stimmung und fangen an “Allez les bleu” zu singen.

Franzosen: “Allez, allez…”
Deutsche: “…eine Straße, viele Bäume, ja das ist eine Allee…!”

belauscht von Carsten D.


Stralsund. Ozeaneum.

Ein Pärchen mit leicht dümmlicher Ausstrahlung geht durch die Aquarienausstellung des Ozeaneums. Etwa 20 Meter hinter ihnen schlendert ihr etwa 5-jähriger Sohn hinterher ohne den Blick von seiner PSP zu wenden. Vor dem Aquarium bleiben sie stehen.

Sohn: “Mama ist das 3D?”
Mutter: “Sach ma’ bist du bescheuert? Das ist in echt!”.

belauscht von Claudia


Koblenz. Im Kino Kinopolis.

Bevor unser Film losgeht, kommt der Eismann rein.

Eismann: “BRAUCHT JEMAND ETWAS EIS AUF DER REISE ZUM FEUERBERG?”

Alle im Kino schauen den Eismann fragend an.

Einer ruft: “Was macht Machete denn am FEUERBERG?”

Eismann: “Oh falsches Kino. Ich dachte hier läuft der “Hobbit”. Da kommt der Spruch immer gut an.”

belauscht von Julian


Miltenberg. Im Kino

Vor mir steht ein Pärchen an der Kinokasse:

Er: “Zwei Kinokarten, bitte!”
Kartenverkäufer: “Für den Hobbit?”
Er: “Eigentlich ist das meine Freundin.”

belauscht von Michelle


München. Mathäser Kino.

In der Nähe der Damentoiletten stehen drei junge Männer. Den Handtaschen und Mänteln über ihren Armen nach zu urteilen, warten sie auf ihre weiblichen Begleitungen.

#1: “Also – was sollen wir jetzt anschauen?”
#2: “Keine Idee… aber wir sollten einen Horrorfilm vorschlagen!”
#3: “Aber… nee! Horrorfilme gehen gar nicht, das wird sonst peinlich!”
#1: “Muss nicht sein.”
#2: “Wir müssen ihn ja nur vorschlagen – wenn wir freiwillig in was anderes mitgehen wirkt das unmännlich!”
#3: “Okay. Aber wir lassen uns ohne große Diskussion gnädig umstimmen.”

belauscht von Maria


Zu klug für die erste Klasse?

Eine Grundschullehrerin geht zu ihrem Rektor und beschwert sich:
„Mit dem kleinen Uwe aus der ersten Klasse ist es kaum auszuhalten! Der weiß immer alles besser! Er sagt, er ist mindestens so schlau wie seine Schwester, und die ist schon in der dritten Klasse. Und jetzt will er auch in die dritte Klasse gehen!“

Der Rektor: „Beruhigen Sie sich. Wenn er wirklich so schlau ist, können wir ihn ja einfach mal testen.“

Gesagt, getan, und am nächsten Tag steht der kleine Uwe zusammen mit seiner Lehrerin vor dem Rektor. Weiterlesen „Zu klug für die erste Klasse?“

Der Autouser

Was wäre, wenn sich die Menschen bei der Bedienung ihres Autos genauso verhalten würden wie bei der Bedienung ihres Computers?

Im Autohaus Schulze klingelt das Telefon. Ein Kunde ruft an. Herr Schulze redet persönlich mit ihm.

Schulze:
„Autohaus Schulze, guten Tag.“

Kunde:
„Ja, guten Tag, Müller hier. Ich habe doch da dieses Auto von Ihnen…“

Schulze:
„Jaaa…“

Kunde:
„Es geht nicht.“

Schulze:
„Was heißt es geht nicht? Springt er nicht an?“

Kunde:
„Hmm, was meinen Sie denn damit? Es fährt einfach nicht.“

Schulze:
„Naja, das kann ja viele Gründe haben. Läuft der Motor?“

Kunde:
„Woran sieht man das?“

Schulze:
„Nun, das kann man am Motorengeräusch hören. Und aus dem Auspuff müßten dann die Abgase kommen. Können Sie die sehen?“

Kunde:
„Wo ist denn der Auspuff?“

Schulze:
„Hinten.“

Kunde:
„Nee, da sehe ich nix. Und hören tue ich auch nix.“

Schulze:
„Na, dann stecken Sie doch jetzt mal den Schlüssel in das Zündschloß und drehen sie ihn herum.“

Kunde:
„Ohje, schon wieder ein neuer Begriff…“

Schulze:
„Das kleine, verchromte Loch rechts neben dem Lenkrad. Wissen Sie, wo das Lenkrad ist?“

Kunde:
„Klar doch, meinen Sie ich bin blöd? Moment… öttl öttl öttl öttl…ist das das Geräusch?“

Schulze:
„Nein, das ist der Anlasser. Hmm, scheint nicht anzuspringen. Ist denn Benzin drin?“

Kunde:
„Keine Ahnung. Sie haben mir das Auto doch verkauft, was weiß ich was da alles drin ist.“

Schulze:
„Da gibt es hinter dem Lenkrad eine Anzeige dafür.“

Kunde:
„Ohje, da gibt es so viele Anzeigen… welche denn? Die, bei der die Skala bis 220 geht? Oder die mit 8000?“

Schulze:
„Nein, das sind der Tacho und der Drehzahlmesser. Ein kleineres Instrument, unterhalb des Tachos.“

Kunde:
„Dazwischen ist noch ein kleineres, allerdings oberhalb. Das hat gleich zwei Zeiger. Einer steht auf 10, der kleinere, und der größere auf 1.“

Schulze:
„Das ist die Uhr. UNTEN!!“

Kunde:
„Ah ja, hier ist noch was… steht ganz unten auf 50 Grad.“

Schulze:
„Das ist das Kühlwasserthermometer. Rechts daneben.“

Kunde:
„Ah, ja hier. Das mit der kleinen Zapfsäule?“

Schulze:
„Ja, genau. Was zeigt es an?“

Kunde:
„Steht auf 0.“

Schulze:
„Na also, da haben wir schon das Problem. Ist kein Benzin drin.“

Kunde:
„Hee, hören Sie mal, ich habe 45.000 Mark für das Auto gelöhnt. Dafür haben Sie mir versprochen, daß alles drin ist, was es für das Modell überhaupt gibt. Und daß mehr drin ist als im Auto meines Nachbarn.“

Schulze:
„Ja, das haben Sie ja auch alles drin… Klimaanlage, Schiebedach, Ledersitze.“

Kunde:
„Und dieses Benzin? Wird das noch eingebaut? Was kostet denn das schon wieder? Dauert die Montage sehr lange?“

Schulze:
„Das bekommen Sie an der Tankstelle. Das ist der Betriebsstoff, sonst fährt es natürlich nicht.“

Kunde:
„Das hat mir aber beim Verkaufsgespräch keiner gesagt!“

Schulze:
„Sowas setzen wir voraus.“

Kunde:
„Aber… ich bin doch Fahranfänger, woher soll ich denn das wissen? Stand auch nicht in Ihrem bunten Prospekt! Wissen Sie was? Holen Sie Ihr tolles Auto wieder ab, ich fahre weiterhin mit dem Fahrrad, da weiß ich wenigstens, daß es geht.“

Tagebuch eines Kleinkinds – Ein ganz normaler Wochentag

8:30 h
Kölnisch Wasser auf Teppich gespritzt.
Riecht fein.
Mama böse.
Kölnisch Wasser ist verboten.

8:45 h
Feuerzeug in Kaffee geworfen.
Haue gekriegt.

9:00 h
In Küche gewesen.
Rausgeflogen.
Küche ist verboten!

9:15 h
In Papas Arbeitszimmer gewesen.
Rausgeflogen.
Arbeitszimmer auch verboten!

9:30 h
Schrankschlüssel abgezogen.
Damit gespielt.
Mama wußte nicht, wo er war.
Ich auch nicht.
Mama hat geschimpft.

10:00 h
Tollen Rotstift gefunden.
Tapeten prima bemalt.
Ist verboten!

10:15 h
Stricknadel aus Strickzeug gezogen und krumm gebogen.
Zweite Stricknadel in Sofa gesteckt.
Stricknadeln sind verboten!

11:00 h
Sollte Milch trinken.
Wollte aber Wasser!
Wutgebrüll ausgestoßen.
Haue gekriegt.

11:15 h
Hose naß gemacht.
Naßmachen verboten.

11:30 h
Zigaretten zerbrochen.
Tabak drin.
Schmeckt nicht.
Sehr verboten!

11:45 h
Tausendfüßler bis unter Mauer verfolgt.
Dort Kakerlaken gefunden.
Interessant, aber verboten!

12.15 h
Erde mit Sand gegessen.
Witziger knirschender Geschmack,
aber verboten!

12:30 h
Salat ausgespuckt.
Ungenießbar.
Ausspucken dennoch auch verboten!

13:15 h
Mittagsruhe im Bett.
Nicht geschlafen.
Aufgestanden und auf Decke gesessen.
Gefroren.
Frieren ist verboten!

16:00 h Nachgedacht und festgestellt:
Alles ist verboten!

Der tanzende Affe und der schwimmende Pinguin

„Mami, ich möchte gerne den tanzenden Affen haben. Der ist so witzig“
„Fragen wir mal die Verkäuferin, was der kostet…“
„Es gibt die Home-Version, mit der Ihr Kind allerdings nur eingeschränkt spielen kann. Der Affe hüpft nur manchmal.“
„Und was haben Sie sonst noch so?“
„Die Professional-Version. Der Affe hüpft immer auf Knopfdruck. Aber es gibt noch bessere Ausführungen.“
„?“
„Ja, da gibt es die MediaCenter-Edition. Der Affe hat Zimbeln, die er beim Hüpfen zusammenhaut. Ihr Kind wird sich freuen.“
„Das hört sich ja alles gut an. Wieviel soll die MediaCenter-Edition kosten?“
„Ach, nicht der Rede wert. Sie können auch Erweiterungen bekommen, damit der Affe auf einem Bein hüpft…“
„Mama, den möchte ich haben!“
„Still, Kind. Ich glaube, die MediaCenter-Edition ist richtig für meine Tochter.“
„Gut. Schauen Sie mal hier unter dem Fuß, da hat der Kleine ein Hologramm, damit man gleich erkennt, daß er echt ist. Damit er tatsächlich tanzt, müssen Sie allerdings noch einmal beim Hersteller anrufen. Ihr Kind darf den Affen nur alleine benutzen und darf ihn auch nicht weitergeben. Sonst muss das Kind, das nach Ihrem Kinde damit spielt, ebenfalls beim Hersteller anrufen. Sonst tanzt der Affe nicht mehr.“
„Häh???!“
„Das ist nur zur Sicherheit Ihres Kindes.“
„Sicherheit?“
„Na klar. Der Hersteller denkt mit und lässt sich tolle Sachen einfallen, damit Ihr Kind sicher mit seinem Affen spielen kann. Im nächsten Jahr soll eine Version rauskommen, bei der Ihr Kind beim Hersteller anrufen muss, wenn es nur den Spielplatz wechselt, auf dem es mit dem Affen spielt. Aber der Erscheinungstermin ist noch nicht fest.“
„Halten Sie das nicht für übertrieben?“
„Nein, keinesfalls.“
„Na gut. Ich nehme dann auch einmal die Hüpfebein-Erweiterung.“
„Okay. Die Erweiterungen sind auch klasse: Zuerst wird überprüft, ob Ihr Kind bereits wegen des Affen beim Hersteller angerufen hat. Sollte das so sein, muss Ihr Kind nochmal beim Hersteller anrufen, sonst hüpft der Affe nicht und kann nach einiger Zeit nicht einmal mehr auf dem Bein stehen.“
„Was???“
„Alles zur Sicherheit Ihres Kindes.“
„So sicher muss der Affe nicht sein. Ist doch nur ein Spielzeug…“
„Nix da, Sie können sich gar nicht vorstellen, wie viel Sicherheit ein Kind in der heutigen Zeit benötigt. Es kann viel passieren, woran Sie jetzt gar nicht denken mögen.“
„Und was kostet der Affe jetzt mit dem Beinchen?“
„Ach, nur 119 Euro, das Beinchen ist in einem PLUS-Paket enthalten, das kostet extra.“
„Dann lassen wir das Hüpfebein weg. Aber 119 Euro kommt mir viel vor… haben Sie nicht was günstiges? Ohne diese Sicherheitssachen? Mir kommt das zu kompliziert vor.“
„Da drüben auf dem Tisch könnten noch ein paar Pinguine sein.“
„Und was habe ich von irgendwelchen Pinguinen? Haben die Zimbeln?“
„Nicht nur das, die haben ein ganzes Orchester-Paket, können mit beiden Beinen springen und tanzen, alle Gliedmaßen sind abnehmbar, …“
„Aber die müssen doch ein Vermögen kosten!“
„Nein, die können Sie so mitnehmen.“
„Und diese komplizierten Sicherheitssachen? Irgendwo muss doch ein Haken sein?“
„Nein, Sicherheit ist grundsätzlich beim Pinguin. Er ist wesentlich weicher, läuft immer und überall, wenn Ihr Kind es will und Ihr Kind kann sogar mehrere mitnehmen und an seine Freunde verteilen.“
„Warum verkaufen Sie dann überhaupt noch Affen???“