Der Postillion

Lieblich war die Maiennacht,
Silberwölklein flogen,
Ob der holden Frühlingspracht
Freudig hingezogen.

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Freundschaft

Wenn Jemand schlecht von deinem Freunde spricht,
Und scheint er noch so ehrlich: glaub‘ ihm nicht!
Spricht alle Welt von deinem Freunde schlecht:
Misstrau‘ der Welt und gib dem Freunde Recht!
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Adelstan und Röschen

Ebentuer von einem Ritter, der sich in ein Mädchen verliebt,
und wie sich der Ritter umbrachte.

Ein Mann mit einem Ordensband,
Der Ritter Hardiknut,
Verließ die Stadt, und kam aufs Land,
Wie oft der Städter tut.
Von Geigern und Kastraten fern,
Und vom Redoutentanz,
Vertauscht‘ er seinen Ordensstern
Mit einem Schäferkranz.

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Der goldene Tod

Kein Wind im Segel, die See liegt still –
kein Fisch doch, der sich fangen will!
So ziehen die Netze sie wieder herein
und murren, schelten und fluchen drein.
Da neben dem Kutter wird’s heller und licht
wie weißliches Haar, wie ein Greisengesicht,
und ein triefendes Haupt taucht auf aus der Flut:
»Ei, drollige Menschlein, ich mein’s mit euch gut –

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Der Lotse

»Siehst du die Brigg dort auf den Wellen?
Sie steuert falsch, sie treibt herein
Und muß am Vorgebirg zerschellen,
Lenkt sie nicht augenblicklich ein.«

»Ich muß hinaus, daß ich sie leite!«
»Gehst du ins offne Wasser vor,
So legt dein Boot sich auf die Seite
Und richtet nimmer sich empor.«

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