Irischer Segenswunsch | 4. Advent

2 engelMöge Segen wie ein Licht in deinem Leben leuchten
von außen und von innen.
Möge die Wintersonne auf dich scheinen
und dein Herz warm werden lassen,
so dass sich Freunde und Fremde
gleichermaßen bei dir willkommen fühlen.
Möge das Licht der Güte aus deinen Augen leuchten
und wie die Kerze im Fenster den müden Reisenden willkommen heißen.

In diesen Adventstagen denke ich an Lynn

Wenn Weihnachten näher rückt, die Menschen voller Hast versuchen, Geschenke für ihre Liebsten zu finden, alles hektisch und schnell schnell gehen muss, dann überfällt mich Trauer. Ich möchte jedem zurufen: „Halte ein! Weihnachten ist nicht das Fest der Geschenke! Ihr macht alles kaputt! FREUT EUCH! Lasst Euch nicht unterjochen und zu Käufen zwingen, die Euch von Marktriesen, von Konzernen und genialen Werbefuzzis als Gehirnwäsche verpasst worden sind.“

lynn
Lynn (li.) und ihre Ma

Am dritten Advent im Jahre 2001 sah ich meine Frau Lynn zum letzten mal. Lange hielten wir uns auf dem Flughafen München in den Armen. Dann flog sie nach Irland, zu ihren Eltern. Und diese waren glücklich, ihre Tochter Weihnachten daheim zu haben.
Ich gönnte es ihnen. Ich drängte Lynn, über Weihnachten zu ihren Eltern zu fahren.
Elf Jahre waren wir zusammen glücklich, elf Jahre! Dann heirateten wir. Keltisch. Verbotenerweise. Und Lynn rief mich Heilig Abend an, überglücklich. Sie hatte ein wundervolles, ehrliches Lachen. Und sie fragte: „Denkst du an UNSER Lied?“
Hier ist es, UNSER Lied:

 

Weihnachtsbeleuchtung bis zum bitteren Ende

Weihnachtsbeleuchtung

Sonntag, 1. Advent, 10 Uhr

In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert drei Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus. Die Freude ist groß. Weiterlesen „Weihnachtsbeleuchtung bis zum bitteren Ende“

Irischer Segenswunsch | 1. Advent

adventskranz

Mögest du einen Platz haben,
An dem du dich geborgen fühlen kannst
Den Frieden aller stillen Dinge
Eine Kerze, die dir in der Dunkelheit leuchtet
Einen Schimmer Ewigkeit in deinem Herzen
Eine Tür, die weit geöffnet ist
Und alle willkommen heißt, die durch sie gehen.

Zum 1. Advent

AdventFlowerShop01Morgen, am Sonntag, ist der 1. Advent. Nur für die, denen es entgangen sein sollte.
Ich versuche einmal, aus meinem alten Gedächtnis heraus zu aktivieren, was ich über diesen Tag weiß.

In der katholischen und evangelischen Kirche beginnt am Ersten Advent das Kirchenjahr.  Das wissen vermutlich in der heutigen Zeit nur noch Wenige. Aber dass man an diesem Tag das erste Kerzlein am Adventskranz anzündet, wahrscheinlich so ziemlich Alle.
Dabei ist dieser Brauch weitaus jünger. Sehr viel jünger. Er entstand erst im frühen 19. Jahrhundert, als ein gewisser Johann Hinrich Wichern, seinenWichern_01 Zöglingen im Rauhen Haus in Hamburg im Dezember 1839 an jedem Tag im Advent eine Kerze entzündete und auf einen Holzkranz steckte. Damals waren es weitaus mehr Kerzen, als heutzutage, nämlich 4 große weiße Kerzen für jeden Adventssonntag, und 19 kleine rote Kerzen, für jeden Werktag bis zum Heiligen Abend.
Für uns als Kinder, in einer Zeit, als die Lebkuchen noch nicht Ende September schon zum Kauf angeboten wurden, begann ab diesem Tag die Weihnachtszeit. Voller Spannung, die ihren Höhepunkt am Heiligen Abend fand, und kaum noch zu ertragen war.
Wir vertrieben uns die Zeit mit Schlittenfahren, Schneeballschlachten und dem Bauen ganzer Armeen von Schneemännern.
Am Nachmittag, wenn es dunkel wurde, fielen wir hungrig und mit blaugefrorenen Ohren und Nasen wieder zu Hause ein. Dann wurden Plätzchen gebacken, das ganze Haus duftete nach Kakao, Tannengrün und Kerzen. Und nach unseren Weihnachtsapfelsinen. Dazu wurden Orangen so dicht mit Gewürznelken gespickt, dass die Schale kaum noch sichtbar war. Mit einem farbigen Band wurden sie dann im ganzen Haus aufgehängt und dufteten wochenlang Weihnachten entgegen.
Eine Sache gibt es noch: Bratäpfel! Matschig, mit Zucker und Zimt, – welch ein Genuss! Abends sassen wir im Wohnzimmer zusammen. Mama las lustige Geschichten vor, manchmal sangen wir und meine Schwester spielte auf der Blockflöte. Himmel, klang das schaurig! Und doch war es schön. Sehr schön. Wir waren eine Familie und an solchen Abenden waren wir uns dessen mehr bewusst, als das ganze Jahr über. Mama erzählte von dem Jesuskind, dessen Geburt kurz bevorstand. Was hatten wir Mitleid, mit dieser armen Familie! Die hatten es nicht so schön wie wir. Einzig ich beneidete das Jesuslein ein ganz klein wenig. Es hatte, was meine Eltern mir niemals erlauben würden: Einen echten Esel neben seinem Bettchen stehen.
Und nun muss ich langsam aus dem Haus. Ich brauche dringend noch Gewürznelken und Orangen.
Allen meinen Lesern wünsche ich einen besinnlichen, friedvollen 1. Advent.

Tipp des Tages (02): Duftorangen schnell selbst gemacht

Seit einigen Jahren schon zaubere ich wundervollen Weihnachtsduft in meine Wohnung. Und das alles ohne Räucherstäbchen, Duftkerzen oder was der Markt einem sonst noch so aufs Auge drückt. Ich mache mir ganz einfach „Duftorangen“.
Und was man dazu braucht ist… fast nichts.

1 Orange
1 Handvoll Gewürznelken
eventuell noch 1 Zahnstocher, Stopfnadel oder Ähnliches, um kleine Löcher zu pieksen.
Etwas rotes Geschenkband

Nehmt einfach eine schöne große Orange von der Sorte, die weich, saftig und angenehm duftend sind. Nun braucht Ihr nur noch etwas Geduld. Ihr müsst nun nämlich die ganze Apfelsine mit den Gewürznelken bestücken, wie einen Igel, einen „Stachel“ (=Nelke) neben dem anderen, dicht an dicht.
Dann nehmt Ihr das rote Band, befestigt es irgendwie an der Frucht und hängt sie daran auf.

Ihr werdet sehen: Der Duft, wenn sich die Nelken mit dem Saft der Orange vollgesaugt haben und sich mit ihrem eigenen Duft vermischt – unbeschreiblich!
SO muss Weihnachten riechen. So, und nicht anders.
Schreibt mir doch einmal, wie EUch der Duft gefällt. 😉