Winterfreuden

Nicht nur der Sommer, sondern auch
Der Winter hat sein Schönes,
Wiewohl man friert bei seinem Hauch,
So ist doch dies und jenes
Im Winter wirklich angenehm,
Besonders dass man sich bequem
Kann vor dem Frost bewahren,
Und auch im Schlitten fahren.

Das weite Feld ist kreidenweiß,
Wem machte das nicht Freuden?
Die Knaben purzeln auf dem Eis,
Wenn sie zu hurtig gleiten,
Und ist nicht die Bemerkung schön,
Bei Leuten, die zu Fuße geh’n,
Dass sie schier alle springen
Und mit den Händen ringen?

Und wenn man sich versehen hat,
Mit Holz, um einzuheizen,
So muss die Wärme früh und spat
Uns zum Vergnügen reizen,
Man richtet mit zufried’nem Sinn
Den Rücken an den Ofen hin,
Und wärmet sich nach Kräften
Für Haus- und Hofgeschäften.

Ein altes Buch zur Abendzeit
Muss ich zumeist doch lieben,
Wenn man da liest die Albernheit
Der Vorzeit schön beschrieben,
Man sitzt und liest und freuet sich
Und danket Gott herzinniglich
Genügsam und bescheiden
Für uns’re jetzgen Zeiten.

Ludwig Eichrodt (1827-1892)

Frag einfach nur die Indianer…

Zwei Indianer gehen zu ihrem Medizinmann und fragen ihn wie der Winter wird. Der hat selber keinen Schimmer, wirft aber ein paar Steine in die Luft und sagt:
„Es wird ein kalter Winter“.
Die Indianer gehen also Holz sammeln um sich auf den Winter vorzubereiten.
Am nächsten Tag kommen wieder einige Indianer und fragen ihn erneut, wie der Winter wird. Er wirft wieder die Steine in die Luft und sagt:
„Es wird ein kalter Winter“.
Die Indianer gehen auch in den Wald und sammeln noch mehr Holz.

Die nächsten Tage kommen weitere Indianer von anderen Stämmen, und fragen ihn wie der Winter wird. Jedes Mal wirft er die Steine und sagt:
„Es wird ein kalter Winter“
Nach einer Woche überlegt er sich, ob das auch stimmt, was er da erzählt. Deshalb ruft er beim Wetteramt an und fragt wie der Winter wird. Dort bekommt er zur Antwort:
„Es wird ein kalter Winter!“
Der Medizinmann fragt „Sicher?“
Das Wetteramt antwortet: „Ja klar, wir haben untrügliche Zeichen“
„Und welche?“ , fragt der Medizinmann. Das Wetteramt antwortet
Die Indianer sammeln Holz wie die Verrückten.

 

Aus dem Archiv: 30 Tage bis zum Nervenzusammenbruch

Zum ersten mal postete ich diese Geschichte am Mittwoch, 16. September 2009, in einem alten Blog, das jetzt nicht mehr existiert. Im vergangenen Jahr fand ich es auch noch lustig, und postete es in meinem blog.de-Blog. Und nun, nach den ersten (noch zaghaften) Schneefällen, muss sie auch hier hinein.
Diese Geschichte, die zeigt, wie aus Freude Besessenheit, Frust und dann -zum Schluß- Wahnsinn werden kann. Leider weiß ich nicht, woher sie stammt, wer sie schrieb und wie ich sie fand. Deshalb auch hier nur kurz unter Fundstücke abgelegt.
Nota bene: Ich hasse den Winter und das weiße Zeuch, abgrundtief und ehrlich! Und das nicht erst, seit ich diese nette Geschichte kenne… :wacko:
Weiterlesen „Aus dem Archiv: 30 Tage bis zum Nervenzusammenbruch“

Schneesturm, Blondine und der Wille, alles richtig zu machen… :))

Ingemar und seine Frau wohnen im Burgenland. Eines Wintermorgens hören sie den Nachrichtensprecher im Radio sagen:
„Wir werden heute 8-10 cm Schnee bekommen und möchten sie daher bitten, Ihren Wagen auf der Straßenseite mit den geraden Hausnummern zu parken, so dass der Schneepflug durchkommt.“
Daraufhin geht Ingemars Frau vor die Tür und parkt den Wagen um.
Eine Woche später, als sie wieder am Frühstückstisch sitzen, hören sie die folgende Mitteilung in den Nachrichten:
„Wir erwarten ein neues Schneeunwetter und rechnen mit ca. 15-20 cm Neuschnee.
Deswegen bitten wir sie, den Wagen auf der Straßenseite mit den ungeraden Hausnummern zu parken, so dass der Schneepflug durchkommen kann.“
Ingemars Frau geht wieder brav nach draußen und parkt den Wagen auf der Seite der Straße, die der Nachrichtensprecher erwähnt hatte.
Nächste Woche spielte sich das gleiche Szenario noch einmal ab.
Der Nachrichtensprecher teilte mit, dass noch mehr Schnee erwartet wird:
„Wir rechnen heute mit ca. 14-16 cm Schnee und möchten sie deswegen bitten…“
Da gibt es einen Stromausfall und das Radio schweigt. Ingemars Frau ist sehr aufgeregt und sagt mit sorgenvoller Miene zu ihrem Mann:
„Liebling, ich weiß jetzt nicht, was ich machen soll! Auf welcher Seite soll ich denn jetzt unser Auto parken? Du weißt doch, dass der Schneepflug durchkommen muss.“
Mit Liebe und Verständnis in der Stimme, die alle Männer haben, die mit einer Blondine verheiratet sind, meint er:
„Mein Schatz, warum lässt du heute den Wagen nicht einfach mal in der Garage stehen?“

:lol2: