Karl Valentin | Die Raubritter vor München | Im Schallplattenladen

Im Schallplattenladen

Das Szenenbild gibt das Innere eines Schallplattengeschäftes wieder. Im Hintergrund sieht man die Schaufenster mit Spiegelschrift, hinter denen von Zeit zu Zeit Straßenpassanten vorübergehen. Ein Ladentisch verläuft von hinten nach vorne auf der rechten Bühnenseite, darauf stehen mehrere Vorführapparate, Schallplatten mit und ohne Papierbeutel liegen herum, die Wände sind mit Plakaten der Schallplattenreklame bedeckt, vor dem Ladentisch stehen mehrere Hocker ohne Lehne, ein Lautsprecher ist unter dem Ladentisch befestigt. In Wandregalen sieht man Schallplattenkästen und -ständer, Vorführapparate und Lautsprecher. Auf einem sechseckigen Tischchen mit gedrehten Füßen stehen weitere Reklameschallplatten, Schallplattenverzeichnisse und -prospekte sowie Werbedrucksachen liegen aus.

Die Verkäuferin (Liesl Karlstadt) trägt ein dunkles Kleid mit weißem Ausputz um den Halsausschnitt und an den Ärmeln.

Karl Valentin hat sehr unordentliche Haare; offenbar hat er diesmal eine besonders zerzauste Perücke erwischt. Sein Oberkörper steckt in einem kurzen, hellen Sommerüberzieher mit verdeckter Knopfleiste, der verkehrt zugeknöpft ist, so daß der rechte Schoß vorne viel weiter herunterhängt als der linke und auch der Kragen oben nicht paßt. Eine dunkle Korkenzieherhose hängt bis tief auf die unförmigen uralten Schnürstiefel herab. Karl Valentins Kostüm wird durch den unvermeidlichen schwarzen »Goggs« und einen dicken gewöhnlichen Bambusspazierstock vervollständigt. Er legt beides kaum aus der Hand und richtet damit allen möglichen Schaden an. Dabei rutschen ihm die Gummiröllchen aus den Ärmeln und fliegen gelegentlich durchs Lokal.

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Semmelnknödeln

Semmelnknödeln

Liesl Karlstadt: Ja sag einmal, warum bist du denn heute Mittag nicht zum Essen gekommen? 2 Stunden hab ich auf dich gewartet.

Karl Valentin: Ja, ich hab da draußen gleich gegessen, wo ich zu tun g’habt hab, in der kleinen Wirtschaft, und da ißt man sehr gut, fast tadellos.

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