Edgar A. Poe: Der Rabe (Übersetzung Ploennies)

 Der Rabe.

Mitternacht umwob mich schaurig, als ich einsam saß und traurig
Bei Folianten, die mir manchen dunklen Traum heraufbeschworen.
Ich entschlief, doch unterbrochen ward mein Schlummer durch ein Pochen.
Wer ist’s, der so spät (so fragt’ ich) sich hierher zu mir verloren? –

Ein Besuch wird’s sein (so sagt’ ich), der sich spät hierher verloren.

Oder täuschten mich die Ohren?

Ach, die Nacht vergeß’ ich nimmer! denn Dezember war’s, und immer
Düstrer huschten durch mein Zimmer Schatten, die mein Traum geboren.
Sehnlich hofft’ ich auf den Morgen, die Folianten wollten borgen

Keine Lethe meinen Sorgen, meinen Sorgen um Lenoren;

Um das schöne, lichte Mädchen, das bei Engeln weilt, Lenoren,
Das der Erde ging verloren. „Edgar A. Poe: Der Rabe (Übersetzung Ploennies)“ weiterlesen

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