Die Glocken

Die Glocken Übers.: Hedwig Lachmann Hört die Schlittenglocken, die hellen,Die fröhlichen, silbernen Schellen!Wie sie klingen und klingen und klingenZu der Rosse feurigen Sprüngen.Wie es ringsherum blinkt und blitzt,Wie die Sterne glitzern und flinkern,Daneben blinzeln und zwinkernHalb verschmitzt –Und im Mondlicht tanzen die FeynEinen seltsamen Runenreihn,Bei den demantbestreuten ErlenZu den tönenden Silberperlen.Und es klingt, klingt, klingt,Und„Die Glocken“ weiterlesen

Traumland

Übers.: Hedwig Lachmann Jenseits des Raums, jenseits der ZeitDehnet sich wild, dehnet sich weitEin dunkles Land.Auf schwarzem ThronRegiert ein Dämon,Die Nacht genannt.Auf einem Wege, traurig und einsam,Mit bösen Engelscharen gemeinsam,Erreichte ich neuerdingsDies entlegene Thule.Durch Heiden ging’s,Durch Sümpfe und Pfuhle –Da, jenseits der Zeit und jenseits des RaumsLag es verzaubert, das Land des Traums.Stürzende Berge, gähnende„Traumland“ weiterlesen

An eine im Paradiese

Du warst mir, was zum BildeDie Seele früh erkor:Ein Eiland, wo die wildeUnrast sich sanft verlor,Ein Schrein, und davor mildeEin Weiheblumenflor.O trügendes Geschick!O Sternentraum! hieniedenVerweht im Augenblick.»Hinan,hinan«! die Zukunft ruft;Doch kreist noch ohne FriedenUm das Vergangne (dunkle Kluft)Mein Geist wie abgeschieden.Denn um mich, weh, ach weh,Ist Nacht, wo ich auch bin,Es raunt die dumpfe SeeAns„An eine im Paradiese“ weiterlesen

Edgar A. Poe: Der Rabe (Übersetzung Ploennies)

 Der Rabe. Mitternacht umwob mich schaurig, als ich einsam saß und traurig Bei Folianten, die mir manchen dunklen Traum heraufbeschworen. Ich entschlief, doch unterbrochen ward mein Schlummer durch ein Pochen. Wer ist’s, der so spät (so fragt’ ich) sich hierher zu mir verloren? – Ein Besuch wird’s sein (so sagt’ ich), der sich spät hierher„Edgar A. Poe: Der Rabe (Übersetzung Ploennies)“ weiterlesen