Das Fräulein von Rodenschild

Sind denn so schwül die Nächt‘ im April?
Oder ist so siedend jungfräulich Blut?
Sie schließt die Wimper, sie liegt so still,
Und horcht des Herzens pochender Flut.
»O, will es denn nimmer und nimmer tagen!
O, will denn nicht endlich die Stunde schlagen!
Ich wache, und selbst der Zeiger ruht!

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Das Lied vom braven Manne

Hoch klingt das Lied vom braven Mann,
Wie Orgelton und Glockenklang.
Wer hohes Muts sich rühmen kann,
Den lohnt nicht Gold, den lohnt Gesang.
Gottlob! daß ich singen und preisen kann:
Zu singen und preisen den braven Mann.

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Abendphantasie eines Liebenden

In weiche Ruh hinabgesunken,
Unaufgestört von Harm und Not,
Vom süßen Labebecher trunken,
Den ihr der Gott des Schlummers bot,
Noch sanft umhallt vom Abendliede
Der Nachtigall, im Flötenton,
Schläft meine Herzens-Adonide
Nun ihr behäglich Schläfchen schon.

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