Menschen, die man trifft | Melanie

Manchmal, wenn ich nicht schlafen kann,stöbere ich gerne in alten Beiträgen von mir herum. Dort fand ich auch den folgenden Artikel wieder. Er ist schon einige Jahre alt, aus der Zeit, als ich noch in München arbeitete. Eine schöne Erinnerung, dachte ich mir. Ich möchte ihn Euch nicht vorenthalten, passt er doch gut zur Blogparade unserer lieben Alice. Viel Vergnügen beim Lesen. Euer Werner


Sie war 16 Jahre alt, als ich ihr das erste mal begegnete. In Freising am Bahnhof. Sie stand in der Eingangshalle und fror erbärmlich. Es war der 16. Dezember 2008 und ich kam aus München und wollte, ehe mein Zug nach Moosburg fuhr, rasch bei „Yormas“ Tabak, Schnaps und Bier kaufen. Es war mein Geburtstag. Ich würde ihn, wie immer seit Lynns Tod, alleine zu Hause verbringen. Halt, ganz alleine war ich ja nicht. Ich hatte meinen guten Freund Gorbatschow dabei… „Menschen, die man trifft | Melanie“ weiterlesen

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Erinnerungen an Marcella

Manchmal, wenn ich so mal mehr, mal weniger leise 😉 durch befreundete Blogs schleiche, weckt der ein oder andere Artikel urplötzlich Erinnerungen. Wenn mich dann diese Luderchen gepackt haben, werde ich sie so schnell auch nicht wieder los. Es sei denn, ich schreibe sie auf. Und genau so erging es mir auch, als ich von Struppi den Artikel „Tango streichelt unsere Seele“ las. Zack!, war sie wieder da, die Erinnerung an Marcella. Ach so, ich sehe schon, wie Ihr verständnislos auf den Monitor starrt. Klar, wer zum Henker ist diese Marcella?, fragt Ihr Euch. Von ihr muss ich Euch erzählen.

Vor vielen Jahren arbeitete ich in München als Assistent der Geschäftsleitung in einem argentinischen Steakhaus. Churrasco hieß der Laden und befand sich damals in Schwabing. Und dort lernte ich Marcella kennen. Sie studierte während dieser Zeit in München und jobbte regelmäßig als Kellnerin dort, wo ich arbeitete. Sie war ein energisches junges Mädchen, immer gut gelaunt und freundlich zu den Gästen.

Nach Feierabend saßen wir oft zusammen in meinem Büro bei einem Glas Mendoza und redeten über alles Mögliche. Irgendwann kam das Thema auch auf argentinische Tangos. Ich verriet, dass mich diese Musik sehr erfreut. Sie lächelte.

Am nächsten Tag reiste sie für drei Wochen in ihre Heimat ihre Eltern zu besuchen. Als sie zurückkehrte, drückte sie mir ein kleines Päckchen in die Hand. Darin waren – ich wollte es gar nicht glauben – zehn MusiCassetten, bespielt mit argentinischen Tangos. Hatte sie doch ihrem Vater von mir erzählt, un der hatte es sich nicht nehmen lassen, mir von seiner riesigen Plattensammlung die besten Tangos zu überspielen. Darunter auch echte Raritäten.

Papa lässt ganz lieb grüßen, sagte Marcella vergnügt. Ich möchte dazu betonen, dass ich nichts, aber auch gar nichts, mit ihr hatte. Aber wir waren wirkliche Freunde…

 

 

 

Sollte ich vielleicht noch erwähnen…

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Blick von meiner Garderobe auf den kleinen Schreibtisch

Ich hatte es ja bereits kurz erwähnt. Mein Zimmer in der Klinik Blumenhof war der Luxus pur. So hatte ich zum Beispiel auch einen kleinen Kühlschrank. Der verbarg sich in dem Schreibtisch dort, wo normalerweise der PC hingehört. 😉

Auf dem Schreibtisch stand eine große Flasche (nein, kein Sekt!) Adelholzner Mineralwasser. Und ein Brief lag da, mit folgendem Inhalt:

Sehr geehrter Herr Philipps,

wir begrüßen Sie recht herzlich im Medical Park BLUMENHOF …

Wir haben für Sie ein Exklusiv-Zimmer reserviert, da die Standardstation zur Zeit belegt ist. Selbstverständlich werden wir die übliche Zuzahlung in diesem Bereich nicht in Rechnung stellen. […]

Aha! Exkusiv-Zimmer also, und dann keine Kaffeemaschine? Ok, wollen wir mal nicht kleinlich sein. 😀 Dafür war der Fernseher cool…

 

Impressionen aus Bad Feilnbach…

Leider hat sich mein Bericht über meine Reha in Bad Feilnbach nun doch ein wenig verzögert.

Ich befand mich ja die letzten 3 Wochen in Bad Feilnbach, in der Klinik Blumenhof. Ungefähr 20 km von Rosenheim entfernt. Es wäre eine wunderschöne Gegend, wenn ich denn mehr davon sehen hätte können. Auf Grunde des vielen Schnees hätte die Ortschaft auch ebenso gut in Lappland liegen können. 😀

Die Ärzte und Schwestern waren ohne Ausnahme sehr nett, freundlich und hilfsbereit. Vor allem gab es dort zwei junge Schwestern aus Spanien, die auch im richtigen Leben Schwestern sind, kein Witz. 😉 Himmel, manchmal wünschte ich mir, ich wäre 35 Jahre jünger…Scherz Auch mein Zimmer war 1a, wie ein kleines Appartement.

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Hier konnte man wohlig schlafen, in vollkommener Ruhe
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Hier schloss sich eine kleine Terrasse an
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Ein bisschen Sonne hätte es perfekt gemacht… 🙂
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Und in DEM Bad hätte ich Orgien feiern können.
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Ihr wollt wissen, was ich von meiner Terrasse sehen konnte? Na, das hier…  😀

Alles in allem waren es drei Wochen, die meiner Gesundheit sehr gut taten. Und Elena und Carmen (Ihr erinnert Euch, die beiden Schwestern aus Spanien) halfen mit dem täglichen Verbandwechsel und dem Reinigen meiner Wunde nach Kräften mit. Morgen schreibe ich noch weiter. Ich habe nämlich auch einige wirklich nette Menschen kennengelernt.

Aber das wird ein anderer Artikel… 😀

 

 

Ohne „Für und Wider“ abzuwägen…

Als ich am 10.01.2019 den Beitrag von Mitzi, mit der Ankündigung ihrer Lesung am 16.03.2019 las, zappelten einige Gedanken durch meinen Kopf. Wäre ich doch nur etwas besser auf den Beinen! und dann Das schaffe ich! Als sich dann mein kölsches Gemüt zu Wort meldete (Et hätt noch emmer jot jejange Kölsches Grundgesetz Paragraph §3) , war es beschlossene Sache für mich.

Kurz entschlossen suchte ich die Webseite von Südsehen auf und reservierte kurzentschlossen einen Platz. Per E-Mail kein Problem. Und bereits am nächsten Morgen kam erhielt ich eine Mail. Zitat:

Guten Morgen Herr Philipps,

 

hier mit bestätige ich Ihnen Ihre Reservierung und wünsche viel Spaß am 16.03.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herzlichen Dank! Das war eine prompte Bearbeitung! Und ich bin mir sicher: Spaß werde ich haben. Mit Mitzi ihren Texten geht das auch gar nicht anders!

Nun fühle ich mich, wie ein Kind vor Weihnachten.

Ab Montag bin ich wieder „on Tour“

Heut Morgen bekam ich einen Anruf aus dem Krankenhaus FS. Freundlich teilte mir die anrufende Dame mit, dass die Kostenzusage der AOK vorliege, und ich ab Montag den 14.01. 2019 zur Kur erwartet würde. In Bad Feilnbach im Medical Park. Da bin ich mal gespannt, was mich dort erwartet.

Solltet Ihr also ab Montag nix mehr von mir hören, habe ich dort kein Netz und muss trommeln. Aber erst mal hoffe ich das Beste.

Bleibt schön brav, macht nix, was ich nicht auch tun würde (und wenn, dann wenigstens besser).

Bis zum Sonntag bin ich allerdings noch da. 😉

Eigentlich wurde ja ich „adoptiert“…

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Mein „neues“ Töchterlein Julia

… von meiner Tochter. Wir trafen uns immer öfter im Krankenhaus in Freising. Wir unterhielten uns immer öfter. Und irgendwann kam das Gespräch auf meine Familie.

Ich erzählte ihr von meiner Frau Lynn. Und auch, dass ich seit ihrem tragischen Tod vor mehr als zehn Jahren alleine sei.

-Hast Du Kinder?, fragte sie mich und als ich verneinte,

-Wolltest du keine?

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-Aber ja, gerne sogar. Jedoch haben wir es immer wieder aufgeschoben. Und dann war es zu spät… Sie überlegte eine Zeit lang, schaute mich an und fragte

-Willst du mein Papi sein? Überrascht antwortete ich spontan

-Ja, gerne!

Tja, so schnell kann´s manchmal gehen… 😉 Ich wette, Lynn saß oben auf ihrer Wolke und rieb sich kichernd die Hände. Davon bin ich überzeugt, das kleine irische Luder…

Es ist vollbracht!

So meine Lieben, ich bin wieder zu Hause. Gestern Nachmittag um 15:00h wurde ich entlassen. Nun kommt täglich der ambulante Pflegedienst und verbindet mir mein Bein neu. Ob meine Schmerzen jetzt verschwunden sind? Ja, nur mit dem Laufen hapert es noch, aber im Vergleich zu dem, was ich fast ein Jahr durchmachte, fühle ich mich wie neu geboren (damals konnte ich noch nicht mal stehen…)

Die letzten beiden Tage konnte mich WP nicht so richtig leiden. Jedesmal wenn ich den Editor für einen neuen Beitrag öffnen wollte, orgelte mein Netbook nur rum und „trat auf der Stelle“. Auch mit dem Lesen Eurer Beiträge lief nix. Jetzt ist wieder alles in Ordnung. Vielleicht war mein dummes Netbook auch nur eifersüchtig… auf meine neue Tochter… Aber die Geschichte erzähle ich Euch ein anderes mal.

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Meine neue Tochter Julia.

Denn sehet, das Ende ist nahe…

…zumindest, was meine Zeit im Krankenhaus betrifft.

Nach der heutigen Inspektion Visite zeigte sich mein Arzt sehr zufrieden mit dem Fortschritt meiner Heilung.

Seit einigen Tagen bewege ich mich auch schon ohne Rollstuhl durch die Gegend,natürlich mit einer Krücke, aber immerhin.

Wann ich wieder nach Hause darf, ist noch nicht sicher; und auch der Beginn meiner Reha (wo auch immer) steht noch in den Sternen. Wichtig für mich ist aber, dass ich meinen Fuß behalten kann und dass die Heilung weitere Fortschritte macht.

Sobald sich etwas Neues ergibt, werdet Ihr es hier auf jeden Fall als Erste erfahren. Bis dahin liebe Grüße, Werner

 

Gestern war Nikolaus…

Vor einigen Tagen telefonierte ich mit einer ganz lieben Freundin, Tina aus Weiden. Als sie mich fragte, ob ich irgendwas dringend bräuchte, was sie mir schicken könnte, fiel mir zunächst nichts ein.

Download (4)Doch! Ein Buch hätte ich sehr gerne… Ich bat sie, mir das Buch von Mitzi Irsaj zu schicken.
Am Nikolaus gegen Mittag kam es dann an. Selten habe ich ein Buch mit mehr Vergnügen gelesen, als dieses.

Lieben herzlichen Dank, Tina! Wer es noch nicht kennt, unbedingt lesen! Und mein nächster Wunsch: Ich möchte unbedingt Mitzi lesen hören, live! Und bitte nicht erst nächsten Nikolaus!