Der Friedensmaler | FredrikVahle

Der Friedensmaler – Lustige und nachdenkliche Lieder vom Angsthaben und Mutmachen. Vom Liedermacher und Autoren Fredrik Vahle, geboren im Jahr 1942 in Stendal (Sachsen-Anhalt), der zudem Professor für Germanistik an der Uni Gießen ist und dem 2000 der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen wurde für seine Verdienste in der Entwicklung des „neuen Kinderliedes“.



Da war ein kleiner Junge, und der lief hinein ins Haus
Und packte in der Küche seine Zeichensachen aus
Er sass da, wo man immer den Himmel sehen kann
Nahm Pinsel und nahm Farben und fing zu malen an!
Er malte in den Himmel eine grosse Sonne rein
Darunter auch zwei Menschen, einen gross und einen klein
Und neben diesen Menschen fing er zu schreiben an
Er schrieb mit sehr viel Mühe, dass man’s gut lesen kann:
Immer soll die Sonne scheinen
Immer soll der Himmel blau sein
Immer soll Mutter da sein
Und immer auch ich!

Aus diesen Kinderworten, da hat zu später Nacht
‚Ne Frau mit viel Musik im Kopf ein kleines Lied gemacht
Das Lied kam bis nach Frankreich, Yvonne und auch Madeleine
Die sangen es zusammen, sehr deutlich und sehr schön:
Gardez-nous le soleil!
Gardez-nous le bleu du ciel!
Gardez-nous ma mère en vie!
Gardez-mois mon avenir!

Das Lied kam nach Amerika und über den Ozean
Ein Sänger, der Pete Seeger hieß, der fing zu singen an
Es sang für den Frieden in Vietnam, für den Frieden in USA
Und die Kinder sangen es alle mit, weil das auch ihr Lied war:
May there always be sunshine
May there always be blue skies
May there always be mama
May there always be me!

Doch einmal fragten die Leute: „Wo lebt er, in welcher Stadt
Der Junge, der diese Worte zuerst geschrieben hat?“
Der Junge lebt in Moskau, sein Vater fiel im Krieg
Und er hatte in seiner Sprache diese Welt und den Frieden lieb:
Pust fsegda budjet sonze
Pust fsegda budjet njeba
Pust fsegda budjet mama
Pust fsegda budu ja!
Immer soll die Sonne scheinen
Immer soll der Himmel blau sein
Immer soll Mutter da sein
Und immer auch ich!


 

Trizonesien-Song – Karl Berbuer (1948)


Und so klingt´s heute. 😉
Bläck Fööss – Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien 2000



Interessant und Wissenswert:
„Ein kleines Häuflein Diplomaten macht heut die große Politik,
sie schaffen Zonen, ändern Staaten.“– Karl Berbuer: Trizonesien-Song
Das Lied verfügt über einen eingängigen Refrain:Wir sind die 
Eingeborenen von Trizonesien, 
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Wir haben Mägdelein mit feurig wildem Wesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Wir sind zwar keine Menschenfresser, doch wir küssen um so besser.
Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Der Text ist eine versteckte Kritik an den Besatzungsmächten, 
die offenbar nicht nur als Befreier vom Nationalsozialismus, 
sondern als eine Art Kolonisatoren empfunden wurden, und verballhornt 
das nationalsozialistische Schlagwort vom Deutschen Wesen zum 
wilden Wesien.
Textanalyse: Das Lied wird als Indiz für gewonnene Distanz zum 
vergangenen Krieg gedeutet, als humorvolles Lachen über die eigene 
Situation. Das Wort ‚Menschenfresser‘ ist ein eng mit Eingeborenen 
assoziierter Begriff. Der Musikwissenschaftler Fred Ritzel bezeichnet 
1998 in seiner Songanalyse die Verwendung dieses Wortes vor dem 
Hintergrund der Kriegstoten und Judenmorde als erschreckend und 
skrupellos. In einer musikpsychologischen Untersuchung fand man 
Hinweise auf den Wunsch zur Überwindung der nationalen Isolation. 
Das Karnevalslied sei ein „Spiegel der Mentalitäts- und 
Politikgeschichte 1948“ und der „in Selbstironie verpackte Wunsch, 
die nationale Isolation zu überwinden“. 
Es schildere ironisch wie kein anderer die Lage der Deutschen 
zwischen Währungsunion und Republikgründung. 
„Wir ‚Trizoniesier', so streichelte das (…) Liedchen die arg 
gekränkte Volksseele, sind ganz, ganz harmlose Menschen“.  
Der mit hochdeutschem Text versehene Karnevalsschlager wurde ein 
großer Erfolg für Berbuer, denn er avancierte zum ersten Nachkriegshit 
 des Kölner Karnevals. Nach Neugebauer reflektiert das Lied wie kaum 
ein anderes zeitgenössisches Dokument die Befindlichkeit 
der Deutschen in den drei westlichen Besatzungszonen.

Quelle: Trizonesien-Song – Wikipedia

 

Wildwood Flower | Reese Witherspoon

Reese Witherspoon – Wildwood Flower with Lyrics From the movie Walk the Line Song written by Carter Family .Sing by Reese Whiterspoon



Oh, I’ll twine with my mingles and waving black hair
With the roses so red and the lilies so fair
And the myrtles so bright with the emerald dew
The pale and the leader and eyes look like blue

I will dance, I will sing and my laugh shall be gay
I will charm every heart in each crown I will sway
When I woke from my dreaming my idols were clay
All portions of love had all flown away

Oh, he taught me to love him and promised to love
And to cherish me over all others above
How my heart is now wondering no misery can tell
He’s left me no warning no words of farewell

Oh, he taught me to love him and call me his flower
That was blooming to cheer him through life’s dreary hour
How I long to see him and regret the dark hour
He’s gone and neglected his pale wild wood flower


Oh, ich werde mich mit meinen Mischungen und schwarzen Haaren winden
Mit den Rosen so rot und den Lilien so schön
Und die Myrten so hell mit dem smaragdgrünen Tau
Das Blasse und der Anführer und die Augen sehen aus wie blau

Ich werde tanzen, ich werde singen und mein Lachen wird schwul sein
Ich werde jedes Herz in jeder Krone bezaubern, die ich wiegen werde
Als ich aus meinen Träumen erwachte, waren meine Idole Lehm
Alle Teile der Liebe waren weggeflogen

Oh, er hat mir beigebracht, ihn zu lieben und versprochen zu lieben
Und mich über alle anderen oben zu schätzen
Wie sich mein Herz jetzt wundert, kann kein Elend sagen
Er hat mir keine Warnung hinterlassen, keine Abschiedsworte

Oh, er hat mir beigebracht, ihn zu lieben und mich seine Blume zu nennen
Das blühte, um ihn durch die trostlose Stunde des Lebens zu jubeln
Wie sehr ich mich danach sehne, ihn zu sehen und die dunkle Stunde zu bereuen
Er ist gegangen und hat seine blasse wilde Holzblume vernachlässigt

Lynn und ich | Meine Art, Liebe zu zeigen…

…ist ein alter Titel, gesungen von Daliah Lavi, dieser unvergleichlichen Sängerin. Und dieses Lied spielten wir uns vor, wollten wir uns „rechtfertigen“, wenn wir schweigend nebeneinander saßen. Und das taten wir oft. Nicht, weil wir uns nichts zu sagen gehabt hätten.
Nein, oft genug platzte es aus uns heraus. Und jeder sagte: „Sag du!“ „Nein, sag Du zuerst!“
Kennt Ihr das? Ja? Und ist das nicht schön?



Meine Art Liebe zu zeigen

das ist ganz einfach Schweigen.
Worte zerstören
wo sie nicht hingehören.

Sieh den Tag am Himmel stehn

noch nicht müde
muß er gehn.
Doch die Nacht
die Anlauf nimmt
tröstet ihn bestimmt.
Nimm den Schatten von der Wand

schweig mir leise aus der hand

laß die Zeiger stille stehn
und du wirst schon sehn.

Schwöre keinen lauten Schwur

stell mir keine Fragen

träum die Sternenpartitur
ohne was zu sagen.
Halt mich fest
doch halt mich nicht.
Schreib mir alles ins Gesicht.
Laß den Tag vorübergehn
und du wirst schon sehn.

Spürst du
wie die Zeit entflieht

wie die Sehnsucht Kreise zieht?
Lösch noch ein paar Lichter aus
über unserm Haus.
Schließ mich in die Stille ein

laß mich einfach bei dir sein
und das Rad der Nacht sich drehn

dann wirst du schon sehn.

Lucky Kids aus Köln – Weihnachten



Was gibt es schöneres in diesen Tagen, als glückliche Kinder? Oder wie in Köln „Lucky Kids“…

Der Kinderchor Lucky Kids der Rheinischen Musikschule Köln wurde 1998 von Chorleiter Michael Kokott gegründet. Mit rund 80 Chormitgliedern im Alter von 7 bis 17 Jahren zählt der Chor zu den größten und erfolgreichsten Kinderchören Deutschlands.


 

Milva – Hurra, wir leben noch



Wie stark ist der Mensch? Wie stark?
Wie viel Ängste wie viel Druck kann er ertragen?
Ist er überhaupt so stark wie er oft glaubt?
Wer kann das sagen?

Hurra!!! Wir leben noch!
Was mussten wir nicht alles überstehn?
Und leben noch!
Was ließen wir nicht über uns ergehen?
Der blaue Fleck auf unsrer Seele geht schon wieder weg
Wir leben noch
HURRA!!! Wir leben noch!
Nach jeder Ebbe kommt doch eine Flut
Wir leben noch
Gibt uns denn dies Gefühl nicht neuen Mut und Zuversicht
So selbstverständlich ist das nicht
Wir leben noch

Wie stark ist der Mensch? Wie stark?
In der Not hilft weder Zorn noch Lamentieren
Wer aus lauter Wut verzagt und nichts mehr tut
Der wird verlieren

Hurra!!! Wir leben noch!
Was mussten wir nicht alles überstehn?
Und leben noch!
Was ließen wir nicht über uns ergehen?
An einerlei der Kelch ging noch einmal an uns vorbei
Wir leben noch

HURRA!!! Wir leben noch!
Nach jeder Ebbe kommt doch eine Flut
Wir leben noch
Gibt uns denn dies Gefühl nicht neuen Mut und Zuversicht
So selbstverständlich ist das nicht
Wir leben noch

Hurra!!! Wir leben noch nach all dem Dunkel
Sehen wir wieder Licht
Wir leben noch
Der Satz bekam ein anderes Gewicht
So schlimm es ist
Es hilft, wenn man das nie vergisst
Wir leben noch
Wir leben


 

Ich geh´ mit meiner Laterne

Ich geh mit meiner Laterne – und meine Laterne mit mir! Begleitet die Kinder mit ihren Laternen, Sankt Martin und den Spielmannszug auf dem Laternenumzug!

Na, wenn das keine Erinnerungen weckt! 🙂



Liedtext zu „Ich geh mit meiner Laterne“
Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr, Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr, Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Der Martinsmann, der zieht voran. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Der Martinsmann, der zieht voran. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Wie schön das klingt, wenn jeder singt. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Wie schön das klingt, wenn jeder singt. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Ein Kuchenduft liegt in der Luft. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Ein Kuchenduft liegt in der Luft. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Beschenkt uns heut, Ihr lieben Leut‘. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Beschenkt uns heut, Ihr lieben Leut‘. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.

Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.
Da oben leuchten die Sterne, hier unten leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh‘ nach Haus. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.
Mein Licht ist aus, ich geh‘ nach Haus. Rabimmel, Rabammel, Rabumm.


 

Heute ist Sankt Martin

Das Lied vom Sankt Martin ist bei den Martinszügen überall zu hören. Nur kennt kaum jemand die Strophen fünf bis acht. Im Folgenden der ganze Text, zitiert nach dem Neusser Liederbuch.


Sankt Martin, Sankt Martin, Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind
sein Ross, das trug ihn fort geschwind
Sankt Martin ritt mit leichtem Mut
Sein Mantel deckt ihn warm und gut

Im Schnee saß, im Schnee saß, im Schnee, da saß ein armer Mann
hatt‘ Kleider nicht, hatt‘ Lumpen an
Oh, helft mir doch in meiner Not
Sonst ist der bittre Frost mein Tod

Weiterlesen „Heute ist Sankt Martin“

Jenseits von Eden


Wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind
dann sind wir jenseits von Eden.
Wenn wir nicht fühlen
die Erde sie weint
wie kein and’rer Planet
dann haben wir umsonst gelebt
Wenn eine Träne nur Wasser noch ist
dann sind wir jenseits von Eden.
Wenn man für Liebe bezahlen muß
nur um einmal zärtlich zu sein
dann haben wir umsonst gelebt.

Laß uns jeden Tag das Leben endlos spür’n
und uns niemals uns’re Ehrlichkeit verlier’n.
Wenn uns gar nichts mehr zusammenhält
verlöscht vielleicht das letzte Licht der Welt.

Wenn unser Glaube nicht mehr siegen kann
dann sind wir jenseits von Eden
wenn jede Hoffnung nur ein Horizont ist
den man niemals erreicht
dann haben wir umsonst gelebt
dann haben wir umsonst gelebt.

Ich will mit dir eine neue Liebe spür’n
wenn wir uns auch in Gedanken nur berühr’n.
Irgendwann muß ich für immer gehn

dann will ich sagen
diese Welt war schön.

Wenn selbst ein Kind nicht mehr lacht wie ein Kind

dann sind wir jenseits von Eden.
Wenn wir nicht fühlen
die Erde sie weint
wie kein and’rer Planet

dann haben wir umsonst gelebt

Wenn eine Träne nur Wasser noch ist

dann sind wir jenseits von Eden.
Wenn man für Liebe bezahlen muß
nur um einmal zärtlich zu sein

dann haben wir umsonst gelebt…
dann haben wir umsonst gelebt…
dann haben wir umsonst gelebt.