GEDANKEN IM MOOSBURGER MÜNSTER

IMG_2099Liebe Mutter Gottes! Bitte mach doch,das meine Mama wieder redet mit mir! Du kannst das doch ja? Hast du mit Jesus auch nicht geredet? Ich will das Mama nicht mehr so mit mir streitet. Danke! Hab disch lieb. mutter gottes hilf!!!

Worte. Hingeschrieben in ein dickes Buch, welches neben der lebensgroßen Mutter Gottes Staue im Moosburger Kastulus-Münster ausliegt.
Ein Mädchen namens Lena hatte diese Worte in großen Buchstaben geschrieben. Bemüht um eine besonders schöne Schrift teilte sie in ihrem kindlichen, unerschütterlichen Glauben der Gottesmutter ihre innersten Nöte mit.
Ich weiß nicht, wie es Euch oder den anderen Menschen geht, welche diese Bitte lesen. Mich rührte das Gelesene so sehr an, dass ich nur mit Mühe meine Tränen zurückhalten konnte.
Wie mag es der kleinen Lena jetzt, in diesem Moment gehen? Hat die Bitte geholfen? Spricht Mama wieder mit ihr und streitet nicht nur herum? WARUM dieses Schweigen?
Gedanken, die mich immer noch beschäftigen.
Ich hoffte und betete, dass dieses Kind bald wieder fröhlich lachen kann, dass es jemanden hat, der es liebevoll und tröstend in den Arm nimmt. Und ich entzündete eine Kleine Kerze extra für dieses Mädchen, und auch ich glaube. Glaube daran, dass es hilft. Das war alles, was ich für ein unbekanntes Kind tun konnte. Eine kleine Kerze nur für 50 Cent.

Liebe Lena,
Du heißt nicht so, weil ich den Namen willkürlich wählte. Solltest Du Dich jemals in mein Blog verirren und das hier lesen, lass mich wissen, wie es Dir geht!

Wir können aber auch daraus lernen, wir „Großen“. Nehmt Eure Kinder öfter einmal in den Arm, nur so… und nicht nur, wenn sie gute Noten nach Hause bringen. Hört ihnen aufmerksam zu, wenn sie Euch etwas erzählen wollen. Nehmt Euch die Zeit!
Und nehmt sie ernst!

Danke fürs Lesen!

Morgen spielt England gegen Kroatien…

…und ich hoffe, Ihr wisst alle, was das heißt: Daumen drücken für England, englische Fähnchen schwenken, und bei kaltem Bier lauthals „Rule, Britannia!“ singen. Und damit sich niemand herausreden kann, liefere ich den Text gleich  mit, gut wie ich bin. Und ja, Ihr könntet natürlich auch „God shave Save the Queen singen, aber ich denke einfach, das wäre stillos. Wikipedia schreibt dazu (unter anderem):

Englische Fußballfans singen den Refrain jeweils bei Spielen der Nationalmannschaft.In den späten 1990er Jahren bezeichnete das Wortspiel Cool Britannia ein wiederbelebtes und jugendliches Vereinigtes Königreich, das die britischen Medien durch die Wahl der New Labour-Regierung von Tony Blair entstehen sahen.

When Britain first, at Heav’n’s command,
Arose from out the azure main,
This was the charter of the land,
And guardian angels sang this strain:
|:Rule, Britannia! Britannia rule the waves;
Britons never will be slaves.:|
The nations not so blest as thee,
Must in their turns to tyrants fall;
While thou shalt flourish great and free,
The dread and envy of them all.
|:Chorus:|
Still more majestic shalt thou rise,
More dreadful from each foreign stroke;
As the loud blast, that tears the skies,
Serves but to root thy native oak.
|:Chorus:|
Thee haughty tyrants ne’er shall tame;
All their attempts to bend thee down
Will but arouse thy generous flame,
To work their woe, and thy renown.
|:Chorus:|
To thee belongs the rural reign,
Thy cities shall with commerce shine;
All thine, shall be the subject main,
And ev’ry shore it circles thine.
|:Chorus:|
The Muses, still with freedom found,
Shall to thy happy coast repair;
Blest Isle! With matchless beauty crown’d,
And manly hearts to guard the fair.
|:Chorus:

So, jetzt wisster Bescheid, ne? 😀

„Die 120 Tage von Sodom“ und andere Fiesheiten…

Es gab einmal einen Film von Paolo Pasolini aus dem Jahr 1975. In diesen Film schleppte mich meine damalige Freundin Isabella.Er lief im „Cinema“ in der Nymphenburger-Straße in München.
Dort gab es damals noch sogenannte „Triple-Features“, das heißt, an ausgesuchten Wochenenden konnte man abends 3 Filme hintereinander sehen, zum Preis von – glaube ich – Einem. Immer ein anderes Thema und für Isabella und mich ein „have must“.

Das Thema kann ich nicht mehr nennen, aber es musste sich um Blut, Schmerzen oder Pfefferminzbonbons handeln…
Den Anfang machte „Caligula“ (1979, Reg. Tinto Brass. Eigentlich hatte ich nach diesem Film ja schon die Schnauze voll, im wahrsten Sinne des Wortes: Das Gyros krabbelte aus meinem Magen empor und suchte unbedingt den Weg ins Freie. Die Beschreibung der diversen Szenen erspare ich mir – und Euch.
Den zweiten Film machte nach einer kurzen Pause dann „Die 120 Tage von Sodom“ (1975, Reg. Pier Paolo Pasolini).

Hatte ich gedacht, schlimmer könne es nicht mehr werden, sah ich mich getäuscht. Arg getäuscht. Es war einfach so abscheulich, dass ich uns auch hier nähere Einzelheiten erspare.
Wer diese Filme kennt, weiß, wovon ich hier schreibe, und wer nicht, möchte bitte die Google-Bildersuche bemühen. Dort bekommt er einen netten Eindruck.
Den dritten Film kann ich nicht mehr nennen. Ich wurde ohnmächtig.Ich verließ das Kino. Und auch die sich hart an der Grenze des Jugendschutzes bewegenden Zärtlichkeiten Isabellas konnten mich nicht mehr halten. Ich suchte die nächste Kneipe auf, besoff mich und fuhr mit dem Taxi (allein) nach Hause.

Zwei Tage später war ich wieder solo. Ich sah das Glitzern in Isabellas Augen nun in einem ganz anderen Licht, wenn sie in der Küche ein Messer zur Hand nahm…:??:

Eine nette Geschichte…

Vor einigen Tagen stieß ich auf eine Geschichte, die ich vor einigen Jahre bei blog.de veröffentlichte.

Die alte Dame, um die es hier geht, ist ja leider schon gestorben. Ich vermisse sie sehr.

Von einer reizenden, älteren Dame möchte ich Euch heute einmal berichten.
Jedesmal, wenn ich meine Halde nach früheren Notizen, Ideen und für das Blog verwertbarem durchsuche, fällt mir diese reizende Dame ein.
Frau K. war hoch in den siebzigern, als ich sie kennen lernte. Neugierig wie ein hungriges Eichhörnchen, geschwätzig, wie alte Damen es nun mal sind, und jeder technischen Neuerung erst einmal sehr aufgeschlossen.
Nun hatte sie sich entschlossen, das Internet an sich zu reißen.
„Wissen Sie“, versuchte sie sich kichernd zu rechtfertigen, „man hört ja im Fernsehen immer, dass auch etwas ältere Leute damit zurechtkommen. Und ich möchte Sie bitten, mir ein wenig behilflich zu sein.“
Rasch hatten wir uns geeinigt, dass sie wohl zu erst einmal einen Computer bräuchte. Mit ihrem klapprigen Fiesta fuhren wir zu „Saturn“ nach Freising, um uns ein Notebook anzuschaffen.
„Geld spielt keine Rolle! Meine Erben werden sich noch wundern!“ Kichernd wie ein Teenie schaute sie sich in den Regalen um.
Einen Verkäufer, der an uns klebte wie Kaugummi am Schuh, fertigte sie rasch ab.
„Junger Mann! Belästigen Sie mich nicht! Ich habe meinen Freund dabei!“

Einige Stunden später hatten wir das Notebook in Betrieb gebracht, und sie zeigte sich überraschend gelehrig.
Den Internetzugang hatte sie sich Tage zuvor schon freischalten lassen und sie zappelte freudig herum, als auf dem Screen das Wort „Google“ erschien.

„Da!“, rief sie und tippte mit ihrem dürren Finger auf den Bildschirm. „Ich dachte immer, der heißt ‚Internet’…“

Es dauerte gar nicht einmal so lange, da wusste sie, was eine Suchmaschine ist, wie man eine Seite aufruft und was man sonst so wissen muss, will man sich in den Weiten des WWW nicht verirren.

In den nächsten Tagen war ich immer wieder bei ihr. Es gab Kaffee, selbstgebackenen Kuchen, Likörchen – für mich ein Bier – und viel Gelächter und Geschwätz.
Und immer wieder Geschichten, als sie selber noch jung und schön war. Was sage ich – sie war eine Schönheit, wenn man den Fotos, vergilbt und schwarzweiß, glauben durfte.

Ich wunderte mich immer, dass sie die Seiten, die sie aufgerufen und sorgfältig durchgesehen hatte, immer wieder nach oben scrollte, ehe sie diese schloss. Auf die Frage, warum sie dies tue, schaute sie mich über den Rand ihrer Brille vorwurfsvoll an:
„Na, der nächste, der guckt, soll es doch ordentlich haben!“

Gestern habe ich erfahren, dass sie bereits vor drei Tagen verstorben ist.
Es tut mir Leid um diese außergewöhnliche, reizende alte Dame. Gesegnete 87 Jahre wurde sie alt.

Nun sorgt sie im Himmel für Ordnung. Denn die, die ihr nachfolgen, sollen es doch „ordentlich haben“.

Liebe Frau K., sollte es im Himmel Internet geben, Sie werden es entdecken und zu nutzen wissen. Und sollten Sie dann dieses hier lesen, dann schicken Sie mir doch bitte einmal eine Mail.
Sie außergewöhnliche, liebenswerte alte Dame.

Ich habe einen Traum

„Ich habe einen Traum“, sagte einer meiner wenigen Idole einmal. Es war Martin Luther King.
Auch ich habe einen Traum. Und heute rufe ich alle Leser, Freunde, Besucher meines Blogs auf:

Helft bitte mit, diesen Traum wahr werden zu lassen.

Es ist wichtig für uns alle!

Und in diesem Traum sehe ich mich, mit Freunden, Seite an Seite marschierend.
Und solange werde ich leben.
Und wir werden siegen.
Gegen alle Ungerechtigkeiten, gegen alle Unterdrückung und gegen allen Filz – WIR werden siegen!
Und nichts und niemand wird uns aufhalten können. Denn wir werden einen Schild vor uns hertragen. Und auf diesem Schild werden zwei Worte eingraviert sein, unauslöschbar, in großen, goldenen Lettern.
Und wir werden unaufhaltsam vorwärtsstreben, meine Freunde und ich.
Zuerst werden wir Wenige sein, gerade einmal eine handvoll…
Doch das wird uns nicht entmutigen. Wir haben ein Ziel. Das Ziel tragen wir vor uns her, siegessicher und mutig. Es ist unser Schild, mit den beiden Worten, eingraviert in goldenen Lettern. Beschützt und behütet von Freunden, die wenig sind, NOCH.
Jedoch: Mit jedem Tag werden wir uns verstärken. Freunde kommen hinzu, Menschen, die beginnen, ihre Gedanken von der BILD zu lösen.
Einfach einmal sich ihre EIGENE Meinung zu bilden.

Menschen werden zu uns stoßen, die sich aus Angst zurückhielten werden ihre Furcht abschütteln.
Sie werden aus der Anonymität herauskriechen und nichts und niemand wird sie aufhalten können.
Sie werden dem Schild folgen, den meine Freunde und ich ihnen zeigten.
Und wir – meine Freunde und ich – werden sie beschützen. Denn das werden sie brauchen: Rat, Hilfe und Liebe.

Gebt den Menschen eine Chance! Nicht nur in fernen Ländern – auch in Deutschland gibt es Leid und Elend…

Als ich vor wenigen Tagen über den Weihnachtsmarkt in Freising schlenderte, traf ich auf zwei Menschen, im Volksmund auch gerne Penner genannt. Einer sprach mich an, höflich, fast schon unterwürfig, bat er mich um eine Zigarette. Ich hielt an, drehte von meinem Tabak eine Zigarette und drückte ihm den Beutel samt Papierchen und Resttabak in die Hand.

„Es ist nicht ehr viel drin“, sagte ich, „aber für 10-15 Kippen sollte es schon noch reichen.“ Verblüfft nahm er das Geschenk an und streckte mir seine Hand entgegen, sich zu bedanken.

Ich hatte noch Zeit, ehe mein Zug nach Moosburg fuhr und so setzte ich mich zu den Beiden auf die Bank in dem kleinen Park.

Offebsichtlich froh, jemanden gefunden zu haben, der ihnen zuhörte, erzählten sie mir von ihrem beschwerlichen Leben auf der Straße. Beide hatten einen ordentlichen Beruf erlernt, waren verheiratet und der Eine, der sich mir mit Dieter vorstellte, hatte sogar zwei erwachsene Töchter. Ich weiß nicht, was sie so sehr ins gesellschaftliche Abseits warf, bruchstückhaft kam heraus: Alkohol spielte eine nicht geringe Rolle. Aber auch ein Bandscheibenvorfall bei Dieter, kostete ihn erst die Arbeit, dann seine Familie.

Gestern hatte ich in Freising zu tun und traf sie wieder. Kurzentschlossen begleitete ich sie zum Landratsamt. Sie bekamen ja beide weder Geld, noch sonst eine Unterstützung. Ich half ihnen, Formulare auszufüllen, spendierte jedem noch eine Leberkässemmel und ging anschließend weiter meines Weges.

Nach Weihnachten, das weiß ich genau, werde ich sie wieder treffen, vor der schäbigen Herberge, auf der Bank in dem kleinen Park. Und ich hoffe, ihnen wird die Unterstützung zuteil werden, die sie verdient haben. Es ist nicht das, was wir tun für unsere Mitmenschen, es ist wichtig, dass wir etwas tun.

Das Schlimmste und demütigendste für diese Menschen ist Missachtung.

Ich verstehe das nicht: Jeder Köter auf der Straße, erhält einen freundlichen Blick und ein liebes Wort.

Menschen, jedoch werden links liegen gelassen. Einfach so. Spendengalas im Fernsehen erzielen jedes mal Rekordeinnahmen, aber für Menschen im Umkreis reicht es nicht mal für ein Lächeln. Das ist armselig. Und traurig.

Bitte, denkt doch einmal darüber nach, wenn ihr das nächste mal schnell, mit abgewendetem Blick an solch einer armseligen Gestalt vorüber eilt. Sie sind für jedes freundliche Wort dankbar.

Ich wünsche Euch viel Liebe und Wärme, aber gebt auch ein klein wenig davon ab…

Klaus, Dieter und Traumschoepfer. Einfach nur quatschen hilft den armen Menschen schon viel.

„Gibt es den Weihnachtsmann wirklich?“ Brief eines kleinen Mädchens.

Diese Geschichte habe ich bereits vor zwei Jahren einmal veröffentlicht. Ich weiß nicht mehr, woher sie kommt, noch, wie ich an sie herangekommen bin. Aber ich finde sie so nett, dass ich sie Euch heute nicht vorenthalten möchte.

Im Jahre 1897 fand der Chefredakteur von „The Sun“ folgenden Brief eines kleinen Mädchens:

„Lieber Redakteur!
Ich bin 8 Jahre alt. Einige meiner Freundinnen sagen immer, es gibt gar keinen Weihnachtsmann. Papa aber sagt: „Wenn es in ‚The Sun‘ steht , dann ist es wahr.“ Bitte, sag mir doch die Wahrheit, gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O’Hanlon.“

Er antwortete der kleinen Virginia folgendes:

„Virginia!

Deine kleinen Freunde haben nicht recht. Sie glauben nur, was sie sehen; sie glauben, dass es nicht geben kann, was sie mit ihrem kleinen Geist nicht erfassen können. Aller Menschengeist ist klein, ob er nun einem Erwachsenen oder einem Kind gehört. Im Weltall verliert er sich wie ein winziges Insekt.
Deine Freundinnen und die anderen meinen, sie seien wer weiß wie klug, weil sie nur das für wirklich halten was sie mit ihren Augen sehen, mit ihren Händen greifen können – und wissen doch nicht wie wenig das ist.

Ach, wie traurig wäre die Welt ohne Weihnachtsmann!
So traurig, als ob es keine kleinen Virginias mehr gäbe, keine Märchen, keine Lieder, keine Dichter, die Geschichten schreiben – nur noch Leute, die niemals spielen, niemals lachen!

Da wären wir doch allesamt verloren, und das Licht, das Ewige, das nie ausgeht, mit dem ihr Kinder die Welt erhellt und das mit jedem neuen Kindchen neu geboren wird, würde für immer erlöschen. Nun kleine Virginia, stell Dir einmal die die ganze weite Welt vor mit Bergen und Seen, Flüssen und Meeren und den endlosen Himmel darüber mit seinen vielen, vielen Sternen! Stell Dir einmal vor, was es da für Wesen gibt, im Wasser und in der Luft und auf der Erde! Der Mensch ist nur eines unter Tausenden und noch dazu ein winzig Kleines. Wie sollte dieser Mensch mit seinem kleinen Verstand alles sehen, alles erkennen, alles wissen!

Ja, Virginia , es gibt einen Weihnachtsmann. So gewiß es, wie es Wärme und Fröhlichkeit, Liebe und Güte gibt, dia man ja auch nicht mit seinen Augen sehen, mit seinen Händen greifen kann!

Und doch gibt es sie – das fühlst Du doch – und bringen sie nicht Schönheit und Freude in Dein Leben?

Du könntest Deinen Vater überreden, am Weihnachtsabend vor jeden Kamin einen Aufpasser zu stellen, um den Weihnachtsmann zu fangen – was würde es denn beweisen, wenn sie ihn nicht durch den Schornstein herabfahren sehen? Niemand sieht den Weihnachtsmann. Das beweist aber nicht, dass es ihn nicht gibt.

Die wahrhaft wirklichen Dinge dieser Welt können weder Kinder noch Erwachsene sehen. Niemand kann die unsichtbaren Wunder der Welt begreifen!

Niemand kann erklären, warum wir uns über eine Melodie, ein Gedicht, den Duft einer Blume, den Mondenschein freuen, warum sie unser Herz mit Glück erfüllen und warum die Menschen – mögen sie Kinder oder Erwachsene sein – sehr arm sind, die keinen Sinn für die unbegreiflichen Dinge haben.

Über die unsichtbare Welt ist ein Schleier gebreitet, den selbst der stärkste Mann und nicht einmal die vereinte Kraft der stärksten Männer aller Zeiten zerreissen kann.

Nur der Glaube und die Liebe können diesen Schleier ein wenig lüften und die dahinter verborgene übernatürliche Schönheit und Pracht erblicken.

Ist dies alles Wirklichkeit? Oh, Virginia, es gibt nichts Wirklicheres und Beständigeres auf dieser Welt!
Der Weihnachtsmann? Gott sei Dank, er lebt und wird ewig leben. Noch in 1000 Jahren, was sage ich, liebe Virginia, in 10 x 10.000 Jahren wird er da sein, um Kinder wie Dich und jedes offenes Herz mit Freude zu erfüllen.

Frohe Weihnachten, Virginia.

Dein Francis P. Church“

„Wir sind nicht arm! Wir haben bloß kein Geld!“ Einige Gedanken zum gegenseitigen Verständnis.

Als ich vor einigen Tagen nach Freising fuhr, wartete ich am Bahnhof auf den Bus, der mich in die Innenstadt führen sollte.
Normal kann man den Weg gut zu Fuß schaffen, es sind nur wenige Minuten dorthin. Aufgrund meines beschwerlichen Gehens jedoch nutze ich meistens den Bus, muss ich doch in der Stadt selber auch noch einiges an Weg zurücklegen.
Ein kleiner Junge scharrte gelangweilt mit den Füßen, kickte eine Zigarettenkippe den Bordsteinrand hinunter und studierte immer wieder den aushängenden Busfahrplan. Er war, schätzungsweise, acht bis neun Jahre alt. Sein Schulrucksack mochte auch schon bessere Zeiten erlebt haben, allerdings nicht bei ihm.
Mir fiel auf, dass er etwas abseits stand. Abseits einem kleinen Grüppchen anderer Kinder, etwa im gleichen Alter. Die lachten, kicherten, schubsten sich gegenseitig durch die Gegend und hatten augenscheinlich eine ganze Menge Spaß miteinander.
Erst, als eine ältere Dame auf den Jungen zutrat, fiel mir auch seine Kleidung auf. Sie war sauber, zweckmäßig und leicht verschlissen. Aber sauber.
Ich drehte mir eine Zigarette und kümmerte mich erst einmal um mein Handy, auf dem ich noch rasch eine SMS tippen wollte, als ich aus den Augenwinkeln heraus eine betagte Dame auf den Jungen zutreten sah. Aha, so dachte ich, Oma holt den Kleinen ab.
Die Dame versuchte dem Buben etwas in die Hand zu drücken. Dem war das sichtlich unangenehm und ich schlenderte etwas näher an die Beiden heran, da ich mir auf einmal sicher war, dass sie sich nicht kannten.
„Na, komm schon, Kleiner!“, hörte ich sie sagen.
„Das sind zehn Euro, da kannst Du Dir was Schönes von kaufen!“
„Ich brauche nichts.“
„Ihr seid doch so arm…“
„WIR…SIND…NICHT…ARM!!!“ Der Junge war den Tränen nahe und schrie fast, jedes Wort betonend.
„Wir haben bloß kein GELD!!!“

Ich nusste mich einmischen. Den Jungen hätte ich vor Rührung nach seinem Satz in die Backen beißen können. Ich mische mich oft ein, das liegt in meiner Natur und brachte mir auch oft genug Schwierigkeiten ein.
„Lassen Sie doch den Jungen in Frieden!“
„Was mischen SIE sich denn ein?“

Und dann geschah etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Dieser kleine Junge griff meine Hand und fragte: „Fahren wir jetzt zu Mama, Opi?“
Da musste ich doch schlucken und sagte einfach: „Ja, mein Großer, jetzt fahren wir zu Mami!“

Während der Busfahrt erfuhr ich von einem plappernden, kleinen Jungen, dass sich der Papa irgendwann aus dem Staub gemacht, seine Mama immer arbeiten musste, jedoch einfach immer Zeit fand, mit ihrem Kind zu spielen, zu reden und sich seiner Sorgen annehmen zu können.
Und so schliesst sich ein Kreis:
„Wir sind nicht arm! Wir haben bloß kein Geld!“

Bis in die Nähe der ehemaligen Kaserne begleitete ich ihn. Dann war er zu Hause. Trotz seiner Einladung, mit Mama und ihm Spaghetti zu essen, blieb ich im Bus sitzen und fuhr zurück in die Innenstadt.
Aber meine Gedanken, die kreisen immer noch um dieses Kind. Und eines weiß ich: Sollte ich den kleinen Tobias jemals wiedersehen, ich werde seine Einladung annehmen.
Ich liebe Mütter, die für ihr Kinder „DA“ sind.
Und Liebe, Liebe ist allemal wichtiger als Geld. Den Spruch hat er von der Mama, denke ich mal.
Und die Mama lehrte ihn, das Richtige zu sehen. Bravo, liebevolle Mama ohne viel Geld, Bravo!

Ein Politiker geht juristisch gegen Blogger vor…

So, oder so ähnlich, häufen sich derzeit Meldungen im Internet. Besonders in der Bloggerszene schlagen die Wellen hoch und viele geben sich solidarisch mit dem Betreiber des „Heddesheim-Blog„.
Der hatte nämlich am 22.November 2011 einen Artikel eingestellt, mit folgender Headline: Ehefrau von Bundestagsmitglied Christian Ströbele (Grüne) zeigte 13-jährigen Heddesheimer an. Was war geschehen?
Ein paar Jugendliche des dortigen Anglervereins schossen mit sogenannten „Futterschleudern“ Futterkugeln (Boilies) ins Wasser, um Fische „anzufüttern“. Dabei wurde die Ehefrau eben dieses Politikers, die im Wasser schwamm „versehentlich am Kopf getroffen“ (nach Aussage der Jungs).
Dem Vernehmen nach schwammen der Grünen-Politiker und dessen Gattin dort „schwarz“. Dieser Teil des Waidsees ist nämlich als Angelgebiet ausdrücklich ausgezeichnet und mit einem Badeverbot belegt. Und nun schlagen die Wellen hoch. Ziemlich derbe muss der „Pazifist“ Ströbele die Jungs angegangen und die Futterschleuder an sich („Die wird jetzt konfisziert!“) haben. Das „Heddesheim-Blog“ kämpft nun mit den Anwälten des Politikers wegen der Veröffentlichung und schreibt in einer Anmerkung:
Weiterlesen „Ein Politiker geht juristisch gegen Blogger vor…“

Familienzusammenführung… Facebook ist Klasse!

Seit nunmehr ca. 8 Jahren habe ich meinen Account bei Facebook. Vor einigen Wochen nun wurde diese Plattform umgestellt, vieles braucht nun bei mir Minuten, bis ein Ergebnis angezeigt wird, manches geht gar nicht mehr. Oben links blinken rote Zahlen welche mir signalisieren: Hey, da hat jemand eine Freundschaftsanfrage gestellt, oder: Du hast ein Nachricht erhalten.

Na und? Ich klicke mir einen Wolf, um die Benachrichtigungen lesen zu können und es geschieht… nichts, nada, niente. War mir das bisher relativ gleichgültig (die meisten Benachrichtigungen bezogen sich eh auf dämliche Spiele-Einladungen), habe ich seit einigen Tagen ein Problem damit, nicht richtig über FB kommunizieren zu können. Da hat schickte mir nämlich eine junge Dame eine Freundschaftsanfrage. Ich kannte sie nicht, zumindest sagte mir ihr Name nichts. Diese Anfrage zu bestätigen klappte natürlich – nicht. Zumindest nicht gleich. Und die dazugehörige Nachricht las ich dann viel später.
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