Ohne „Für und Wider“ abzuwägen…

Als ich am 10.01.2019 den Beitrag von Mitzi, mit der Ankündigung ihrer Lesung am 16.03.2019 las, zappelten einige Gedanken durch meinen Kopf. Wäre ich doch nur etwas besser auf den Beinen! und dann Das schaffe ich! Als sich dann mein kölsches Gemüt zu Wort meldete (Et hätt noch emmer jot jejange Kölsches Grundgesetz Paragraph §3) , war es beschlossene Sache für mich.

Kurz entschlossen suchte ich die Webseite von Südsehen auf und reservierte kurzentschlossen einen Platz. Per E-Mail kein Problem. Und bereits am nächsten Morgen kam erhielt ich eine Mail. Zitat:

Guten Morgen Herr Philipps,

 

hier mit bestätige ich Ihnen Ihre Reservierung und wünsche viel Spaß am 16.03.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herzlichen Dank! Das war eine prompte Bearbeitung! Und ich bin mir sicher: Spaß werde ich haben. Mit Mitzi ihren Texten geht das auch gar nicht anders!

Nun fühle ich mich, wie ein Kind vor Weihnachten.

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Es bleibt eine Narbe zurück…

Das neue Jahr sollte man dazu nutzen, Menschen, denen man (absichtlich oder unabsichtlich) weh getan hat, um Verzeihung zu bitten. Reinhard Mey hat das sehr schön ausgedrückt.

Wenn du manchmal stumm deinen Gedanken nachhängst
Und mich ansiehst, ohne mich dabei zu seh’n –
Wenn ich vergebens versuch‘, zu erraten, was du denkst
Welche Fragen hinter deiner Stirne steh’n
Ahn‘ ich doch, in Gedanken brichst du über mich den Stab
Doch bedenk, wenn du meine Schuld einschätzt:
Von jeder Wunde, die ich dir zugefügt hab‘
Bleibt auch mir eine Narbe zuletzt!

Ich hör‘ oft, was wir sprachen im nachhinein
Wie ein Fremder, wie durch eine offene Tür –
Sollen das meine Worte gewesen sein?
Und ich find‘ heut‘ keine Rechtfertigung mehr dafür!
Doch jedes Wort, mit dem ich dir wehgetan hab‘
Bereute ich, während ich es sprach, schon
Denn von jeder Wunde, die ich dir zugefügt hab‘
Trag‘ auch ich eine Narbe davon!

Es ist wohl ein unsel’ges Gesetz, das uns lenkt
Das da will, dass man grad‘, wen man am meisten liebt
So unbedacht demütigt und grundlos kränkt –
Dafür um so wen’ger nachsieht und vergibt!
Doch für jedes Unrecht, das ich dir angetan hab‘
Hab‘ ich selber gelitten, Stück für Stück
Und von jeder Wunde, die ich dir zugefügt hab‘
Bleibt auch mir eine Narbe zurück!

Es ist vieles gescheh’n, eh‘ ich zu lernen begann
Dass kein Ding für alle Zeit gewonnen ist –
Dass man nicht größ’re Opfer erwarten kann
Als man von sich aus bereit zu bringen ist!
Wenn ich dir deine Liebe schlecht gedankt hab‘
Wenn du kannst, verzeihe es mir jetzt
Denn von jeder Wunde, die ich dir zugefügt hab‘
Bleibt auch mir eine Narbe zuletzt!

Süchtige Süchtlinge…

raucherschweinSeit Tagen schon widerstehe ich standhaft, der Lust nach einer Zigarette nachzugeben. Meist gelingt das auch (Gummibärchen sei Dank).

Nun ist es aber so, dass ich, während ich das hier schreibe, entspannt durch das Fenster der Tram zuschaue und solange dem bösen Nikotin entsagen kann, bis…

…ja, bis aus der gegenüberliegenden Türe die Raucher heraustreten und lustige Rauchwölkchen durch die Luft tanzen lassen. Pfui! IGITT! Das ist ganz Bäh…
Nur mal so am Rande bemerkt.

Meine erste große Liebe

Schon seit längerer Zeit folge ich  Peters Blog, ich selber bin gebürtig aus Köln, und da ist es  – sollte man meinen – nicht besonders weit in den „Pott“. Und ein jedesmal, wenn ich auf seine wundervollen Einträge blicke, erinnere ich mich an meine erste große Liebe, Silvia. Kennen lernte ich sie nicht in Duisburg oder Köln, sondern etwas weiter weg. Nämlich auf der (damals) größten deutschen Insel in der Nordsee: Borkum.

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Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de

Dort lebte ich einige Jahre mit einer Frau zusammen, die hatte eine kleine Kneipe in den Dünen und eine Pension etwas weiter Richtung Stadt. Und in eben dieser Kneipe sah ich Silvia das erste mal. Ihre Eltern feierten dort Silberne Hochzeit und auf Wunsch meiner damaligen Freundin unterhielt ich die Gesellschaft zwischendurch mit Seemannsliedern und Shanties auf meinem Akkordeon.

 

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Foto: Frederick Kühne  / pixelio.de

Um das Ganze mal ein wenig abzukürzen: Etwa eine Stunde später hielt ich sie vor der Kneipe im Arm und kurz vor dem ersten Kuss erklärte ich ihr etwas von dem Alten Leuchtturm.

Als wir uns endlich von einander lösen konnten, geschah das auch nur auf Grund des Kuchens, der auf uns wartete. Die wissend-grinsenden Gesichter der Gesellschaft ignorierten wir geflissentlich. Langsam machte ich mich fertig, zurück an Bord zu kehren, ich hatte dort noch einen Auftritt mit meiner Orgel in der Offiziersmesse.

Und pausenlos spielte die Jukebox den Schlager von Gitte:

Lass mich heute nicht allein, denn die Liebe lädt uns ein,
verschenk nicht einen Augenblick, denn nicht einer kommt zurück,
darum sag noch nicht auf Wiedersehen.

Das war der erste Akt meiner ersten großen Liebe. Dass die Offiziere das gar nicht witzig fanden… damit konnte ich leben… heute noch.

Wie es weiter ging mit Silvia (17) und Werner (23) ? Ach ja, da war ja auch noch meine damalige Freundin Hildegard (42)…

Aber all das erfahrt Ihr dann die nächsten Tage, versprochen!

Unschlagbarer Rat an alle „Hungerhaken“… und solche, die es werden wollen…

Als ich vor einigen Tagen meine Einkäufe bei PENNY beendet hatte, setzte ich mich in das angeschlossene Kaffee, um auf meinen Bus zu warten.Foto0199

Während ich gelangweilt an meiner Butterbreze knabberte, fiel mein Blick auf die Tafel hinter der Theke. Fast hätte ich mich verschluckt vor Lachen.

Je mehr du wiegst, desto schwerer kannst du entführt werden!

Schütze dich selbst und iss Kuchen!

Jetzt wisst ihr, weshalb ich so gerne meinen Kaffee dort trinke.  😀

 

Achtet auf eure Kinder!

In diesem Sommer gab es leider schon sehr viele Tote. Und immer erschüttert es mich sehr, zu hören/lesen, wenn es wieder einmal Kinder getroffen hat. Im Rhein sind vor wenigen Tagen wieder einmal zwei kleine Mädchen ums Leben gekommen (9 und 13 Jahre alt). Mein Blogfreund Videbitis schrieb zu der Situation an deutschen Flüssen:

Niedrigwasser, aber ein paar Schiffe fahren noch, wenn auch nur mit vermindeter Last. Trotzdem sollte man nicht Schwimmen gehen, die Flüsse in Deutschland sind sehr tückisch, an keinem Ort ertrinken mehr Leute.

Aber auch in Schwimmbädern sieht man unverantwortliche Erwachsene, die ihre Augen lieber auf ihr Handy oder Smartphone richten, als auf ihre Kinder. Wozu sind denn die Bademeister da? Unverantwortlich!

Und wenn ich dann im Fernsehen die sogenannten „Experten“ (in was eigentlich?) im Brustton der Überzeugung tönen höre, man kann sich ruhig in Flüssen abkühlen, sollte aber nie „tiefer als Brusttiefe ins Wasser gehen!“, dann dreht sich mir nicht nur der Magen um. Was für Flüsse meinen die denn? Den „Eisbach“ im Englischen Garten in München? Notabene: Das Wasser, in welchem die beiden Mädchen den Tod fanden, war gerade einmal 60cm tief…

Wenn Kinder ertrinken, geschieht das in der Regel ohne großes Geschrei oder Geplansche, sie gehen still und leise unter, das war´s dann… Und die Menschen, die ja eigentlich die Kinder schützen sollen, daddeln ganz ruhig weiter.

Ist es nicht viel schöner, Kindern beim Spielen zu beobachten? Bei Katzen geht das doch auch…

 

„SEX VERLIERT NACH EINIGER ZEIT AN REIZ, UND SCHÖNHEIT VERBLÜHT.

Aber mit einem Mann zusammen zu sein, der einen jeden Tag zum Lachen bringt, das ist eine echte Freude.“, las Lynn mir eines Abends vor und schaute mich erwartungsvoll an.
„Wo hast du das denn her?“, fragte ich lächelnd.
„Das steht hier!“ Sie hämmerte mit dem Finger auf ein kleines Buch, in dem sie gerade las.
„Ah ja… Soll das heißen, du hast keinen Spaß mehr an… öhm…. DEM da?“
Sie kicherte. „Nein, du Doofie! Aber das sollten wir uns merken. Wenn wir mal ganz alt sind…“ Sie musterte mich um sich dann zu verbessern: „Also wenn ich einmal ganz alt bin…“
Ich schaute sie drohend an. „Willst du damit sagen, ICH sei schon alt???“
„Na ja, ein ganz kleines bisschen älter bist du ja schon…“
„Pah! Ich bin ein Mann in den besten Jahren, Luder!“
„Ja mein Mufflon. Wie ein Schinken. Der wird mit der Zeit auch leicht ranzig und schmeckt dann um so besser.“
Dem Kissen, das ich nach ihr warf, wich sie geschickt aus. Es traf statt dessen eine Vase.
„Die ist kaputt… total hinüber!“ stellte Lynn lakonisch fest. Dann warf sie sich über mich und begann damit, mit ihren kleinen Fäusten auf mir herumzutrommeln.
Sie wollte dann diesen Spruch von ihrer Mom in ein Geschirrtuch einsticken lassen.

Davon konnte ich sie leider abbringen. Heute wäre ich froh, dieses Stück Gemeinsamkeit noch zu besitzen. Aber es ist nicht schlimm, die Erinnerung, die bleibt. Wie Ihr seht.

GEDANKEN IM MOOSBURGER MÜNSTER

IMG_2099Liebe Mutter Gottes! Bitte mach doch,das meine Mama wieder redet mit mir! Du kannst das doch ja? Hast du mit Jesus auch nicht geredet? Ich will das Mama nicht mehr so mit mir streitet. Danke! Hab disch lieb. mutter gottes hilf!!!

Worte. Hingeschrieben in ein dickes Buch, welches neben der lebensgroßen Mutter Gottes Staue im Moosburger Kastulus-Münster ausliegt.
Ein Mädchen namens Lena hatte diese Worte in großen Buchstaben geschrieben. Bemüht um eine besonders schöne Schrift teilte sie in ihrem kindlichen, unerschütterlichen Glauben der Gottesmutter ihre innersten Nöte mit.
Ich weiß nicht, wie es Euch oder den anderen Menschen geht, welche diese Bitte lesen. Mich rührte das Gelesene so sehr an, dass ich nur mit Mühe meine Tränen zurückhalten konnte.
Wie mag es der kleinen Lena jetzt, in diesem Moment gehen? Hat die Bitte geholfen? Spricht Mama wieder mit ihr und streitet nicht nur herum? WARUM dieses Schweigen?
Gedanken, die mich immer noch beschäftigen.
Ich hoffte und betete, dass dieses Kind bald wieder fröhlich lachen kann, dass es jemanden hat, der es liebevoll und tröstend in den Arm nimmt. Und ich entzündete eine Kleine Kerze extra für dieses Mädchen, und auch ich glaube. Glaube daran, dass es hilft. Das war alles, was ich für ein unbekanntes Kind tun konnte. Eine kleine Kerze nur für 50 Cent.

Liebe Lena,
Du heißt nicht so, weil ich den Namen willkürlich wählte. Solltest Du Dich jemals in mein Blog verirren und das hier lesen, lass mich wissen, wie es Dir geht!

Wir können aber auch daraus lernen, wir „Großen“. Nehmt Eure Kinder öfter einmal in den Arm, nur so… und nicht nur, wenn sie gute Noten nach Hause bringen. Hört ihnen aufmerksam zu, wenn sie Euch etwas erzählen wollen. Nehmt Euch die Zeit!
Und nehmt sie ernst!

Danke fürs Lesen!

Morgen spielt England gegen Kroatien…

…und ich hoffe, Ihr wisst alle, was das heißt: Daumen drücken für England, englische Fähnchen schwenken, und bei kaltem Bier lauthals „Rule, Britannia!“ singen. Und damit sich niemand herausreden kann, liefere ich den Text gleich  mit, gut wie ich bin. Und ja, Ihr könntet natürlich auch „God shave Save the Queen singen, aber ich denke einfach, das wäre stillos. Wikipedia schreibt dazu (unter anderem):

Englische Fußballfans singen den Refrain jeweils bei Spielen der Nationalmannschaft.In den späten 1990er Jahren bezeichnete das Wortspiel Cool Britannia ein wiederbelebtes und jugendliches Vereinigtes Königreich, das die britischen Medien durch die Wahl der New Labour-Regierung von Tony Blair entstehen sahen.

When Britain first, at Heav’n’s command,
Arose from out the azure main,
This was the charter of the land,
And guardian angels sang this strain:
|:Rule, Britannia! Britannia rule the waves;
Britons never will be slaves.:|
The nations not so blest as thee,
Must in their turns to tyrants fall;
While thou shalt flourish great and free,
The dread and envy of them all.
|:Chorus:|
Still more majestic shalt thou rise,
More dreadful from each foreign stroke;
As the loud blast, that tears the skies,
Serves but to root thy native oak.
|:Chorus:|
Thee haughty tyrants ne’er shall tame;
All their attempts to bend thee down
Will but arouse thy generous flame,
To work their woe, and thy renown.
|:Chorus:|
To thee belongs the rural reign,
Thy cities shall with commerce shine;
All thine, shall be the subject main,
And ev’ry shore it circles thine.
|:Chorus:|
The Muses, still with freedom found,
Shall to thy happy coast repair;
Blest Isle! With matchless beauty crown’d,
And manly hearts to guard the fair.
|:Chorus:

So, jetzt wisster Bescheid, ne? 😀