Zum 1. Advent

AdventFlowerShop01Morgen, am Sonntag, ist der 1. Advent. Nur für die, denen es entgangen sein sollte.
Ich versuche einmal, aus meinem alten Gedächtnis heraus zu aktivieren, was ich über diesen Tag weiß.

In der katholischen und evangelischen Kirche beginnt am Ersten Advent das Kirchenjahr.  Das wissen vermutlich in der heutigen Zeit nur noch Wenige. Aber dass man an diesem Tag das erste Kerzlein am Adventskranz anzündet, wahrscheinlich so ziemlich Alle.
Dabei ist dieser Brauch weitaus jünger. Sehr viel jünger. Er entstand erst im frühen 19. Jahrhundert, als ein gewisser Johann Hinrich Wichern, seinenWichern_01 Zöglingen im Rauhen Haus in Hamburg im Dezember 1839 an jedem Tag im Advent eine Kerze entzündete und auf einen Holzkranz steckte. Damals waren es weitaus mehr Kerzen, als heutzutage, nämlich 4 große weiße Kerzen für jeden Adventssonntag, und 19 kleine rote Kerzen, für jeden Werktag bis zum Heiligen Abend.
Für uns als Kinder, in einer Zeit, als die Lebkuchen noch nicht Ende September schon zum Kauf angeboten wurden, begann ab diesem Tag die Weihnachtszeit. Voller Spannung, die ihren Höhepunkt am Heiligen Abend fand, und kaum noch zu ertragen war.
Wir vertrieben uns die Zeit mit Schlittenfahren, Schneeballschlachten und dem Bauen ganzer Armeen von Schneemännern.
Am Nachmittag, wenn es dunkel wurde, fielen wir hungrig und mit blaugefrorenen Ohren und Nasen wieder zu Hause ein. Dann wurden Plätzchen gebacken, das ganze Haus duftete nach Kakao, Tannengrün und Kerzen. Und nach unseren Weihnachtsapfelsinen. Dazu wurden Orangen so dicht mit Gewürznelken gespickt, dass die Schale kaum noch sichtbar war. Mit einem farbigen Band wurden sie dann im ganzen Haus aufgehängt und dufteten wochenlang Weihnachten entgegen.
Eine Sache gibt es noch: Bratäpfel! Matschig, mit Zucker und Zimt, – welch ein Genuss! Abends sassen wir im Wohnzimmer zusammen. Mama las lustige Geschichten vor, manchmal sangen wir und meine Schwester spielte auf der Blockflöte. Himmel, klang das schaurig! Und doch war es schön. Sehr schön. Wir waren eine Familie und an solchen Abenden waren wir uns dessen mehr bewusst, als das ganze Jahr über. Mama erzählte von dem Jesuskind, dessen Geburt kurz bevorstand. Was hatten wir Mitleid, mit dieser armen Familie! Die hatten es nicht so schön wie wir. Einzig ich beneidete das Jesuslein ein ganz klein wenig. Es hatte, was meine Eltern mir niemals erlauben würden: Einen echten Esel neben seinem Bettchen stehen.
Und nun muss ich langsam aus dem Haus. Ich brauche dringend noch Gewürznelken und Orangen.
Allen meinen Lesern wünsche ich einen besinnlichen, friedvollen 1. Advent.

Joan Baez

We Shall Overcome ist ein Protestlied, das eine wichtige Rolle in der USBürgerrechtsbewegung spielte. Die Refrainzeile, die auch als Titel dient, bedeutet: „Wir werden (es) überwinden!“ Titel und/oder Song werden heute weltweit als musikalischer Protest gegen jede Art von Missständen verwendet. Die bekannteste Fassung des Liedes stammt von Joan Baez. Quelle: Wikipedia



WE SHALL OVERCOME SONGTEXT

We shall overcome, we shall overcome, we shall overcome some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We shall overcome some day.

We’ll walk hand in hand, we’ll walk hand in hand, we’ll walk hand in hand some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We’ll walk hand in hand some day.

We are not alone, we are not alone, we are not alone today.

Oh, deep in my heart I do believe: We are not alone today.

We shall live in peace, we shall live in piece, we shall live in peace some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We shall live in peace some day.

We shall all be free, we shall all be free, we shall all be free some day.
Oh, deep in my heart I do believe: We shall all be free some day.

Black and white together now, black and white together now, black and white together now some day.
Oh, deep in my heart I do believe: Black and white together now some day.


 

Kurzgeschichte von Oskar Maria Graf

In Aching, einem umfänglichen Marktflecken im Niederbayrischen, woselbst sich das Finanz- und Bezirksamt sowie das Amtsgericht des Gaues befindet, im wunderschönen Aching gibt es einen seltsamen Verein: den Theodor-Verein. Er hat seine Ursache nicht etwa darin, dass es einen heiligen Theodor gibt, nein, er ist gegründet worden aus einem ganz und gar weltlichen Anlass. Bestehen tut er seit vier Jahren, Mitglieder hat er seither ganze sechzehn Männer, mehr werden es nie werden, höchstens, wenn einer in die Ewigkeit muss, weniger. Weiterlesen „Kurzgeschichte von Oskar Maria Graf“

Mona Harry, Poetry-Slamerin

heißt das so? „Poetry-Slamerin? Keine Ahnung, aber Mona Harry heißt sie wirklich, die junge Dame, die sich in Bayern einfach auf die Bühne stellte, und den Zuschauern ihre „Liebeserklärung an den Norden“ um die Ohren fegte. Und mir ging das Herz auf. 🙂

Hört es Euch doch einfach einmal an. Schön, dass es auch noch solche jungen Menschen gibt!

(…) Und egal, wie oft es mich auf Reisen und in weit entfernt gelegene Gegenden zieht. Eine steife Brise trägt mein Herz stetig zurück. Land zwischen den Meeren vor dem sich im Wind sogar die Bäume verneigen, Du bist der wahre Grund, warum Kompassnadeln nach Norden zeigen.