Sollte ich vielleicht noch erwähnen…

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Blick von meiner Garderobe auf den kleinen Schreibtisch

Ich hatte es ja bereits kurz erwähnt. Mein Zimmer in der Klinik Blumenhof war der Luxus pur. So hatte ich zum Beispiel auch einen kleinen Kühlschrank. Der verbarg sich in dem Schreibtisch dort, wo normalerweise der PC hingehört. 😉

Auf dem Schreibtisch stand eine große Flasche (nein, kein Sekt!) Adelholzner Mineralwasser. Und ein Brief lag da, mit folgendem Inhalt:

Sehr geehrter Herr Philipps,

wir begrüßen Sie recht herzlich im Medical Park BLUMENHOF …

Wir haben für Sie ein Exklusiv-Zimmer reserviert, da die Standardstation zur Zeit belegt ist. Selbstverständlich werden wir die übliche Zuzahlung in diesem Bereich nicht in Rechnung stellen. […]

Aha! Exkusiv-Zimmer also, und dann keine Kaffeemaschine? Ok, wollen wir mal nicht kleinlich sein. 😀 Dafür war der Fernseher cool…

 

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Sag niemals „NIE“, NIEMALS

Ich erinnere mich gut. Damals, als das begann, dass ich kaum noch fähig war weitere Strecken schmerzfrei zu gehen.

Bekannte rieten mir, mir von meinem Arzt einen Rollator verschreiben zu lassen.

„Habt ihr noch alle Tassen im Schrank?!“ Schließlich hatte ich es an den Beinen und nicht im Kreuz.

Und so schlich ich noch eine ganze Zeit lang mit meiner Krücke durch Moosburg und hielt insgeheim immer öfter Ausschau nach einer Bank,auf die ich mich kurz setzen konnte. In der Reha dann bot mir der mich behandelnde Arzt an, mir einen Rollator zu leihen. Den konnte ich dann während meines Aufenthalts dort benutzen. Immer noch skeptisch nahm ich das Angebot an. Schon mein erster Ausflug zeigte mir, wie gut es meinem Bein tat. Und auch das kurze Hinsetzen half mir sehr.

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Das ist Susi. Ist sie nicht niedlich? 😀

Am Ende der Reha erhielt ich dann ein Rezept, mit dem ich mir meinen eigenen Rollator besorgen konnte. Naja, seit gestern steht „Susi“ in meiner Wohnung herum und ich warte darauf, dass der doofe Schnee endlich verduftet.

Anja aus Nürnberg

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Anja aus Nürnberg

Zuerst einmal kommt mir da Anja in den Sinn. Anja ist jünger als ich, aber mindestens ebenso verrückt Kind geblieben wie ich. Sie wohnt in Nürnberg, kommt aber ursprünglich  aus der Gegend zwischen Köln und Düsseldorf; also eine rheinische Frohnatur. Kinder, was haben wir zusammen gelacht! Wir trafen uns oft in der kleinen Hütte auf der anderen Straßenseite. Sie ist auch die Einzige, die ich Euch zeigen kann (sie hat es mir erlaubt!).

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Die kleine Hütte im Schnee 🙂

Impressionen aus Bad Feilnbach…

Leider hat sich mein Bericht über meine Reha in Bad Feilnbach nun doch ein wenig verzögert.

Ich befand mich ja die letzten 3 Wochen in Bad Feilnbach, in der Klinik Blumenhof. Ungefähr 20 km von Rosenheim entfernt. Es wäre eine wunderschöne Gegend, wenn ich denn mehr davon sehen hätte können. Auf Grunde des vielen Schnees hätte die Ortschaft auch ebenso gut in Lappland liegen können. 😀

Die Ärzte und Schwestern waren ohne Ausnahme sehr nett, freundlich und hilfsbereit. Vor allem gab es dort zwei junge Schwestern aus Spanien, die auch im richtigen Leben Schwestern sind, kein Witz. 😉 Himmel, manchmal wünschte ich mir, ich wäre 35 Jahre jünger…Scherz Auch mein Zimmer war 1a, wie ein kleines Appartement.

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Hier konnte man wohlig schlafen, in vollkommener Ruhe
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Hier schloss sich eine kleine Terrasse an
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Ein bisschen Sonne hätte es perfekt gemacht… 🙂
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Und in DEM Bad hätte ich Orgien feiern können.
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Ihr wollt wissen, was ich von meiner Terrasse sehen konnte? Na, das hier…  😀

Alles in allem waren es drei Wochen, die meiner Gesundheit sehr gut taten. Und Elena und Carmen (Ihr erinnert Euch, die beiden Schwestern aus Spanien) halfen mit dem täglichen Verbandwechsel und dem Reinigen meiner Wunde nach Kräften mit. Morgen schreibe ich noch weiter. Ich habe nämlich auch einige wirklich nette Menschen kennengelernt.

Aber das wird ein anderer Artikel… 😀

 

 

Es ist vollbracht!

So meine Lieben, ich bin wieder zu Hause. Gestern Nachmittag um 15:00h wurde ich entlassen. Nun kommt täglich der ambulante Pflegedienst und verbindet mir mein Bein neu. Ob meine Schmerzen jetzt verschwunden sind? Ja, nur mit dem Laufen hapert es noch, aber im Vergleich zu dem, was ich fast ein Jahr durchmachte, fühle ich mich wie neu geboren (damals konnte ich noch nicht mal stehen…)

Die letzten beiden Tage konnte mich WP nicht so richtig leiden. Jedesmal wenn ich den Editor für einen neuen Beitrag öffnen wollte, orgelte mein Netbook nur rum und „trat auf der Stelle“. Auch mit dem Lesen Eurer Beiträge lief nix. Jetzt ist wieder alles in Ordnung. Vielleicht war mein dummes Netbook auch nur eifersüchtig… auf meine neue Tochter… Aber die Geschichte erzähle ich Euch ein anderes mal.

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Meine neue Tochter Julia.

Außer Spesen nix gewesen… erstmal.

Der für letzten Freitag geplante Herzkatheter konnte leider nicht durchgeführt werden. Nun steht morgen eine CT an, weil es ja immer noch um meine Schmerzen im Bein geht; ich gebe mich doch nicht mit Kleinigkeiten zufrieden. Wegen einer popeligen OP lege ich mich doch nicht ins Krankenhaus… 🙂

Ich weiß nur eines: Hier werde ich noch eine ganze Zeit lang bleiben müssen.

Dann werde ich mir jetzt erst einmal ein paar Namen überlegen… für die Eichhörnchen in den Bäumen. Ich weiß immer gerne, mit wem ich es zu tun habe, nicht wahr?

 

Was gibt´s denn so Neues?

Update für Mitzi:

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Vielleicht kennst Du Dich ja aus? Nur Bushäuschen kann ich keins sehen… 😀

Nun, was soll ich sagen. Es ist so, dass ich leider nicht immer schreiben kann, wann ich möchte. Wenn ich mal nicht möchte, dann geht es wie Sau, aber ich möchte dann halt nicht, aus verschiedenen Gründen.

Wovon redet der Philipps da eigentlich?, werden sich einige Leser fragen. Nun ja, es geht, wie fast immer ums INet. Zickig wie… nö, sag ich jetzt nicht.

Dafür kann ich, während ich schreibe geschmeidig aus dem Fenster schauen, aus dem zweiten Stock; ich sehe Bäume, Dächer, Vögel und hin und wieder eine Tram vorbeifahren.

Ein Wagen von der Linie 8,

weiß-blau, fährt ratternd durch die Stadt…

Nun ganz so griabig-lustig wie es der Herr Weiß Ferdl damals besang, ist es heute freilich nicht mehr…

 

Hurra! Ich lebe noch… (2)

Wie gut ich noch davongekommen war, zeigte sich mir erst so richtig, als ich in der Reha-Klinik „Passauer Wolf“ schon einige Zeit verweilte.

So hatte ich doch, ausser den (langsam abklingenden) Gleichgewichtsstörungen und den Schwindeanfällen, die auch langsam weniger wurden, keine nennenswerten Probleme. Ich konnte sprechen, lesen und auch mit meinem Netbook surfen; auch alleine ankleiden und zu den einzelnen Anwendungen gehen konnte ich. Langsam zwar, aber immerhin. Ich habe andere Menschen dort gesehen. Diese äusserst hübsche und freundliche junge Frau, zum Beispiel. Die war schon seit einigen Wochen dort, musste mühsam das Sprechen wieder lernen. Auch sie erwachte eines morgens, so wie ich, und auf einen Schlag war alles anders.

Wie gesagt, ausser meinem Schwindel ist bei mir nichts geblieben. Dankeschön, lieber Gott!

Und vor wenigen Tagen bekam ich die Nachricht, dass mein Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis -wat´n Wort!- genehmigt wurde, damit kann ich zwar immer noch nicht besser laufen, aber umsonst mit allen Öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Ist doch auch schon was… 😀

Liebe Grüsse bis zum nächsten mal! Und passt gut auf Euch auf!

Euer (mobiler) Werner 😉