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Freunde Irland Just me

Wie geht´s eigentlich meinem Bein?

Seit meiner REHA vor knapp einem Jahr geht es mir ja schon einigermaßen. Seit einigen Wochen erscheint Vormittags ja der ambulante Pflegedienst bei mir und wechselt den Verband. Nun habe ich nur noch selten Schmerzen; die waren vorher unerträglich und nur mit Schmerztabletten auszuhalten. Dabei spielte es keine Rolle, ob ich saß, lag, oder rumlief.
Das ist ja mittlerweile soweit zurückgegangen, dass ich zumindest zum Einkaufen komme. Ich bin niemand, der mit seinen „Zipperlein“ anderen Menschen auf die Nerven gehen will. Nur meiner lieben Schwiegermutter gestehe ich alle paar Tage per Skype, wie es mir wirklich geht.

Und das ist die zweite Strophe in diesem blöden Lied. Wie sehr hatte ich mich darauf gefreut, meine Rente lustig und fröhlich in Irland zu „verballern“. 😆
Leider traue ich mich nicht, die Einladung meiner Schwiegereltern anzunehmen. Nicht, solange das Bein nicht vollkommen in Ordnung ist. Daran ändert auch der gutmütige Spott meiner Schwiegermama nichts, die öfter mal fragt, ob ich glaube, in Irland gäbe es keine Ärzte.
„Die Druiden, die singend und tote Katzen hinter sich herziehend um die Hütte tanzen, gibt es wirklich schon lange nicht mehr!“ 😛

Vielleicht würden die wenigstens etwas helfen, denke ich mir dann,  lege die DVD mit Carrickfergus ein und beginne weinend zu träumen. 😥

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Allgemein Erinnerungen Freunde Gedanken Irland

Ich bin nicht der große Dichter…

…aber manchmal werden meine Gefühle, meine Gedanken so mächtig, dass sie die Überhand gewinnen. Und ich versuche, sie in ein Gedicht zu zwängen. und zwar in englischer Sprache. Es ist nicht perfekt, und alle, die es nicht interessiert, mögen von klugscheisserischen Kommentaren bitte absehen. Ich machte mir so meine Gedanken, als ich auf irgendeinem Fernsehsender eine Dokumentation sah, die zum Thema den „Luftkrieg über England“ hatte.


Just now I saw a report on television.
„air war over England“
I am ashamed.
And I’m proud.
On the people of England.
So brave.

Today we want to forget it.
We do have a new track.
The way of friendship.
The way of love.
And the path of serenity and trust.
Please forgive us … the Germans.
For what we did to you.
The circle closes.
And that’s good, but not always easy.

My best friend Mark is English.
My beloved wife was Irish.

And I’m Irish …
In my heart.
In my green heart …

But I also love this great island
called
England.

God bless them both.

England and Ireland.

And my friends and me.
No matter where they live,
Germany, England or Ireland.

God bless you all!

Sincerely,
Werner

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Bücher Literatur Freunde Privat

Gestern war Nikolaus…

Vor einigen Tagen telefonierte ich mit einer ganz lieben Freundin, Tina aus Weiden. Als sie mich fragte, ob ich irgendwas dringend bräuchte, was sie mir schicken könnte, fiel mir zunächst nichts ein.

Download (4)Doch! Ein Buch hätte ich sehr gerne… Ich bat sie, mir das Buch von Mitzi Irsaj zu schicken.
Am Nikolaus gegen Mittag kam es dann an. Selten habe ich ein Buch mit mehr Vergnügen gelesen, als dieses.

Lieben herzlichen Dank, Tina! Wer es noch nicht kennt, unbedingt lesen! Und mein nächster Wunsch: Ich möchte unbedingt Mitzi lesen hören, live! Und bitte nicht erst nächsten Nikolaus!

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Freunde Menschen

Ich habe einen Traum

„Ich habe einen Traum“, sagte einer meiner wenigen Idole einmal. Es war Martin Luther King.
Auch ich habe einen Traum. Und heute rufe ich alle Leser, Freunde, Besucher meines Blogs auf:

Helft bitte mit, diesen Traum wahr werden zu lassen.

Es ist wichtig für uns alle!

Und in diesem Traum sehe ich mich, mit Freunden, Seite an Seite marschierend.
Und solange werde ich leben.
Und wir werden siegen.
Gegen alle Ungerechtigkeiten, gegen alle Unterdrückung und gegen allen Filz – WIR werden siegen!
Und nichts und niemand wird uns aufhalten können. Denn wir werden einen Schild vor uns hertragen. Und auf diesem Schild werden zwei Worte eingraviert sein, unauslöschbar, in großen, goldenen Lettern.
Und wir werden unaufhaltsam vorwärtsstreben, meine Freunde und ich.
Zuerst werden wir Wenige sein, gerade einmal eine handvoll…
Doch das wird uns nicht entmutigen. Wir haben ein Ziel. Das Ziel tragen wir vor uns her, siegessicher und mutig. Es ist unser Schild, mit den beiden Worten, eingraviert in goldenen Lettern. Beschützt und behütet von Freunden, die wenig sind, NOCH.
Jedoch: Mit jedem Tag werden wir uns verstärken. Freunde kommen hinzu, Menschen, die beginnen, ihre Gedanken von der BILD zu lösen.
Einfach einmal sich ihre EIGENE Meinung zu bilden.

Menschen werden zu uns stoßen, die sich aus Angst zurückhielten werden ihre Furcht abschütteln.
Sie werden aus der Anonymität herauskriechen und nichts und niemand wird sie aufhalten können.
Sie werden dem Schild folgen, den meine Freunde und ich ihnen zeigten.
Und wir – meine Freunde und ich – werden sie beschützen. Denn das werden sie brauchen: Rat, Hilfe und Liebe.

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Allgemein Freunde Fundstücke Menschen

„Wir sind nicht arm! Wir haben bloß kein Geld!“ Einige Gedanken zum gegenseitigen Verständnis.

Als ich vor einigen Tagen nach Freising fuhr, wartete ich am Bahnhof auf den Bus, der mich in die Innenstadt führen sollte.
Normal kann man den Weg gut zu Fuß schaffen, es sind nur wenige Minuten dorthin. Aufgrund meines beschwerlichen Gehens jedoch nutze ich meistens den Bus, muss ich doch in der Stadt selber auch noch einiges an Weg zurücklegen.
Ein kleiner Junge scharrte gelangweilt mit den Füßen, kickte eine Zigarettenkippe den Bordsteinrand hinunter und studierte immer wieder den aushängenden Busfahrplan. Er war, schätzungsweise, acht bis neun Jahre alt. Sein Schulrucksack mochte auch schon bessere Zeiten erlebt haben, allerdings nicht bei ihm.
Mir fiel auf, dass er etwas abseits stand. Abseits einem kleinen Grüppchen anderer Kinder, etwa im gleichen Alter. Die lachten, kicherten, schubsten sich gegenseitig durch die Gegend und hatten augenscheinlich eine ganze Menge Spaß miteinander.
Erst, als eine ältere Dame auf den Jungen zutrat, fiel mir auch seine Kleidung auf. Sie war sauber, zweckmäßig und leicht verschlissen. Aber sauber.
Ich drehte mir eine Zigarette und kümmerte mich erst einmal um mein Handy, auf dem ich noch rasch eine SMS tippen wollte, als ich aus den Augenwinkeln heraus eine betagte Dame auf den Jungen zutreten sah. Aha, so dachte ich, Oma holt den Kleinen ab.
Die Dame versuchte dem Buben etwas in die Hand zu drücken. Dem war das sichtlich unangenehm und ich schlenderte etwas näher an die Beiden heran, da ich mir auf einmal sicher war, dass sie sich nicht kannten.
„Na, komm schon, Kleiner!“, hörte ich sie sagen.
„Das sind zehn Euro, da kannst Du Dir was Schönes von kaufen!“
„Ich brauche nichts.“
„Ihr seid doch so arm…“
„WIR…SIND…NICHT…ARM!!!“ Der Junge war den Tränen nahe und schrie fast, jedes Wort betonend.
„Wir haben bloß kein GELD!!!“

Ich nusste mich einmischen. Den Jungen hätte ich vor Rührung nach seinem Satz in die Backen beißen können. Ich mische mich oft ein, das liegt in meiner Natur und brachte mir auch oft genug Schwierigkeiten ein.
„Lassen Sie doch den Jungen in Frieden!“
„Was mischen SIE sich denn ein?“

Und dann geschah etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte: Dieser kleine Junge griff meine Hand und fragte: „Fahren wir jetzt zu Mama, Opi?“
Da musste ich doch schlucken und sagte einfach: „Ja, mein Großer, jetzt fahren wir zu Mami!“

Während der Busfahrt erfuhr ich von einem plappernden, kleinen Jungen, dass sich der Papa irgendwann aus dem Staub gemacht, seine Mama immer arbeiten musste, jedoch einfach immer Zeit fand, mit ihrem Kind zu spielen, zu reden und sich seiner Sorgen annehmen zu können.
Und so schliesst sich ein Kreis:
„Wir sind nicht arm! Wir haben bloß kein Geld!“

Bis in die Nähe der ehemaligen Kaserne begleitete ich ihn. Dann war er zu Hause. Trotz seiner Einladung, mit Mama und ihm Spaghetti zu essen, blieb ich im Bus sitzen und fuhr zurück in die Innenstadt.
Aber meine Gedanken, die kreisen immer noch um dieses Kind. Und eines weiß ich: Sollte ich den kleinen Tobias jemals wiedersehen, ich werde seine Einladung annehmen.
Ich liebe Mütter, die für ihr Kinder „DA“ sind.
Und Liebe, Liebe ist allemal wichtiger als Geld. Den Spruch hat er von der Mama, denke ich mal.
Und die Mama lehrte ihn, das Richtige zu sehen. Bravo, liebevolle Mama ohne viel Geld, Bravo!

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Freunde Menschen

Besuch bei Freunden 3. | Tschechei, Stadlkneipe, Schinderhannes

Der letzte Teil unseres kleinen Ausflugs verlief dann relativ unspektakulär. Als wir die Grenze zur Tschechei überfuhren deutete nur das „etwas andere“ Straßenbild darauf hin, dass wir in Deutschland verlassen hatten. Armselige, blasse und teilweise dem Verfall nahe Häuser säumten hie und da die Straße, diese hätten gut zu einem alten Film -gedreht in der DDR- entnommen worden sein. Und dann reihten sich wie Perlen an einer Schnur die „Etablissements“ aneinander: Spielhöllen und „Sauna“-Clubs wechselten sich ab mit Buden und offenen Ständen, an denen man von Handtaschen über Kleidung bis hin zu CDs so ziemlich alles bekam. In Deutschland gibt es ja sowas auch, dort wird dann Spargel verkauft, oder Körbe. Allerdings nicht so gehäuft. 😉

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Freunde Menschen

Besuch bei Freunden 2. | Weiden, Burgruine Leuchtenberg

Nach dem leckeren Essen bewunderte ich dann ihren schönen Garten, der einiges zu bieten hat. Einen „Treffpunkt für Engel“, einen kleinen Garten extra für Feen und noch einiges mehr. Fast fühlte ich mich nach Irland zurückversetzt…. 🙂

In einem Haus wie diesem, bei diesen Freunden, dort kann man sich nur wohlfühlen!

Noch schnell ein Zigarettchen geraucht, und dann ging es auch schon wieder ins Auto. Wir wollten in die Tschechei fahren. Ich war ja noch nie dort, und von Weiden aus ist es nur ein Katzensprung. Auch bei der Kälte und nebligem Wetter war die Landschaft immer noch atemberaubend.

Wahnsinn, diese Landschaft. Wenn die Sonne es schaffte, sich durch den ganzen Nebel zu kämpfen, einfach herrlich. Urlaub pur!
Von unten macht sie gar keinen so gefährlichen Eindruck, diese Ruine.

Bevor wir allerdings in des Deutschen liebstes Einkaufsparadies fuhren, machten wir noch einen kurzen Schlenker nach Leuchtenberg. Die Ruine dort ist nicht ohne -der Anstieg zu derselben allerdings auch nicht- und wir mühten uns redlich, die beißende Kälte, die uns ein scharfer Wind entgegenblies, zu ignorieren. Man spürte deutlich, dass wir uns schon etliche Meter oberhalb des relativ milden Weiden befanden.

Konnte ich die rechte Hand in meiner Hosen- oder Jackentasche wärmen, fror mir die Linke bald fast ab, da sie meine Gehhilfe halten musste, ohne die ich da niemals hochgekommen wäre. Es war aber trotzdem ein Erlebnis und ich freue mich schon wieder auf den Sommer. 🙂

Man kann sich einen kleinen Eindruck machen, wie beschwerlich der Weg zur Burg ist. Zumal Bauarbeiter gerade neben dem Weg einen Graben für Stromkabel aufrissen.
Eine bessere Beschreibung, sowie mehr Informationen findet man auf der Website der Burg selbst: http://www.burgenseite.de/html/leuchtenberg.html

Endlich war die höchste Stelle erreicht, wir waren oben angekommen. Hier traf uns der Wind mit seiner geballten Kraft, drang durch Jacken und Schals und ließ uns bibbern. Einige Meter weiter sah ich, wie eine junge Frau mit einem großen Schlüssel an einer eisernen Gittertür hantierte. Leute kamen uns entgegen. Sie hatte gerade eine Führung beendet und in der Winterzeit war der Zugang zum Inneren der Anlage versperrt. Ich dankte inbrünstig Gott, konnten wir uns doch nun endlich auf den Weg zum rettenden -weil warmen- Auto machen. Aber ein Erlebnis war es für mich allemal, und ich möchte es wirklich nicht missen.
Nun machten wir uns auf den Weg, die Tschechei zu erobern. Aber davon, meine Lieben, erzähle ich Euch dann morgen weiter. 🙂
Schaut Euch derweil einfach einmal die Seite der Burgruine Leuchtenberg an, dann wird Euch auch nicht langweilig. 😀
:bye:

Hier geht es zum ersten Teil
Hier geht es zum dritten Teil

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Freunde Menschen

Besuch bei Freunden 1. | Weiden in der Oberpfalz und Tina

Als ich im vergangenen Jahr meinen ersten Besuch in Weiden machte, war bald klar: „Wir müssen das wiederholen!“ Bis zu diesem Zeitpunkt kannten Tina und ich uns lediglich aus dem Internet, von meiner Webseite her und vom chatten. Irgendwann tauschten wir die ersten Fotos aus und auch Birgit, eine langjährige Freundin Tinas machte eifrig mit. Ich möchte jetzt nicht auf alles eingehen, es sind Zeiten, die schon Jahre zurückliegen. Aber ich möchte auch Anke nicht vergessen, die trotz ihrer schweren Krankheit, tapfer versuchte, den Kontakt in meinem eigenen Chat damals nicht abreißen zu lassen. Auch, wenn sie manchmal die Buchstaben nicht mehr oder nur sehr schwer erkennen konnte. leider blieb die Krankheit Sieger und wir konnten sie nicht mehr persönlich kennen lernen. Aber vergessen, liebe Anke, vergessen haben wir Dich bis heute nicht!