Hans Christian Andersen | Bilderbuch ohne Bilder (3-6)

Zweiter Abend.

»Es war gestern,« erzählte mir der Mond, »da schaute ich hinab in einen kleinen Hof, der von Häusern umschlossen war; da lag eine Henne mit elf Küchlein; ein hübsches kleines Mädchen sprang um sie her. Die Henne gluckte und breitete erschrocken ihre Flügel über die kleinen Jungen aus. Da kam des Mädchens Vater, er schalt, und ich glitt weiter, ohne ferner daran zu denken. Heute abend jedoch, es ist nur wenige Minuten her, sah ich wieder in denselben Hof hinab. Da war es ganz stille, aber bald kam das kleine Mädchen, schlich sich leise hin zum Hühnerhaus, schob den Riegel zurück und schlüpfte zu der Henne und den Küchlein hinein; diese schrien laut und flatterten umher, die Kleine lief ihnen nach, ich sah es deutlich, denn ich schaute durch eine Lücke in der Mauer. Ich wurde ganz zornig auf das böse Mädchen und freute mich, als der Vater kam und noch heftiger als gestern schalt, und sie am Arme faßte. Sie beugte den Kopf zurück und große Tränen standen in den blauen Augen. ›Was machst du hier?‹ fragte er. Sie weinte. ›Ich wollte hinein,‹ sagte sie, ›um die Henne zu küssen und sie wegen gestern um Verzeihung zu bitten, ich wagte nicht, es dir zu sagen!‹ Und der Vater küßte die süße Unschuld auf die Stirne; und ich küßte sie auf Augen und Mund.«

Weiterlesen „Hans Christian Andersen | Bilderbuch ohne Bilder (3-6)“

Hans Christian Andersen | Bilderbuch ohne Bilder (2 + 3)

Es ist seltsam! wenn ich am wärmsten und tiefsten fühle, ist es, als ob mir Hände und Zunge gebunden wären; ich kann es nicht so wiedergeben, nicht so aussprechen, wie es in mir lebendig ist; und doch bin ich Maler, das sagt mir mein Auge, das haben alle anerkannt, welche meine Skizzen und Bilder sahen.

Ich bin ein armer Bursche, ich wohne drüben in einer der engsten Gassen, aber das Licht fehlt mir nicht, denn ich wohne hoch droben, mit der Aussicht über alle Dächer. Die ersten Tage, als ich in die Stadt hereingekommen, war es mir so eng und einsam; statt des Waldes und der grünen Hügel hatte ich jetzt nur die grauen Schornsteine als Horizont. Nicht einen Freund besaß ich hier, nicht ein bekanntes Gesicht grüßte mich.

Weiterlesen „Hans Christian Andersen | Bilderbuch ohne Bilder (2 + 3)“

Hans Christian Andersen | Bilderbuch ohne Bilder (1)

Es ist seltsam! wenn ich am wärmsten und tiefsten fühle, ist es, als ob mir Hände und Zunge gebunden wären; ich kann es nicht so wiedergeben, nicht so aussprechen, wie es in mir lebendig ist; und doch bin ich Maler, das sagt mir mein Auge, das haben alle anerkannt, welche meine Skizzen und Bilder sahen.

Weiterlesen „Hans Christian Andersen | Bilderbuch ohne Bilder (1)“

Alle Jahre wieder, kommen die Herdmanns!

Hilfe! Die Herdmanns kommen!

Die Erzählerin dieser Geschichte ist ein Mädchen von circa 14 Jahren. Zum besseren Verständnis sei gesagt, dass diese Geschichte in Amerika spielt und in Amerika gibt es die Sonntagsschule. Die Sonntagsschule ist der kirchliche Unterricht, der halt am Sonntag morgen erteilt wird.


Die Herdmann-Kinder waren die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie logen und klauten, rauchten Zigarren (sogar die Mädchen) und erzählten schmutzige Witze. Sie schlugen kleine Kinder, fluchten auf ihre Lehrer, missbrauchten den Namen des Herrn und setzten den alten, verfallenen Geräteschuppen von Fred Schumacher in Brand. Das Gerätehaus brannte nieder bis auf den Grund, und ich glaube, das überraschte die Herdmanns. Sie setzten ständig etwas in Brand, aber es war das erste Mal, dass sie es schafften, ein ganzes Gebäude niederzubrennen. Sie waren wirklich so rundherum schrecklich, dass man kaum glauben konnte, dass es sie wirklich gab: Ralf, Eugenia, Leopold, Klaus, Olli und Hedwig – sechs magere, dünnhaarige Kinder, die sich nur dadurch voneinander unterschieden, dass sie verschieden groß waren und an verschiedenen Stellen blaue Flecken aufwiesen, die sie sich gegenseitig beigebracht hatten. Wir waren überzeugt, dass sie direkt auf die Hölle zusteuerten, mit dem Umweg über die Staatliche Besserungsanstalt – bis sie sich mit meiner Mutter, der Kirche und unserem Krippenspiel einließen. Weiterlesen „Alle Jahre wieder, kommen die Herdmanns!“

Mein Schirm -kein Schirm

mein schirmBereits seit etlichen Jahren suche ich das Buch „Mein Schirm, kein Schirm Peter Pikks abenteuerliche Fahrten zwischen Himmel und Erde“ von Wilhelm Matthießen. Es hat mich als Kind total fasziniert. Spannend und auch zauberhaft.

„Peter lebte bei seinem Onkel Herr Doppelfeld, weil seine Eltern gestorben waren.Man nannte ihn Pikk, als wenn er eine Skatfarbe wäre und das ärgerte ihn.Der Onkel hatte einen Kolonialladen und Peter half in dem Laden bei der Arbeit, eines Tages kam der Erfinder in den Laden, bei dem merkwürdige geheimnisvolle Dinge in dessen Haus vorgingen. „

Irgendwie bekam Peter den Schirm, und das Abenteuer konnte beginnen. Wenn er nämlich den Schirm aufspannte, auf den Boden legte und hineinstieg, brauchte er nur einen Zauberspruch aufzusagen, und hui, schon flog der Schirm mit ihm in ferne Länder, den Abenteuern entgegen.

„Mein Schirm, dein Schirm,
was denn –
hui denkste, Schiff lenkste
forwischste., abzischste – LOS!“

Dank „Tante Google“ fand ich zwar einen Handel, der das Buch im Angebot hatte, aber die Angabe 7 Stück vorrätig, ab € 45,00″ schreckte mich dann doch etwas ab. Wohlgemerkt: Gebraucht… Jetzt fände ich es toll, wenn mir jemand einen Tipp geben kann, wie ich das Buch doch noch bekommen kann, auch gebraucht, egal. Aber nicht zu DEM Preis

Ohne „Für und Wider“ abzuwägen…

Als ich am 10.01.2019 den Beitrag von Mitzi, mit der Ankündigung ihrer Lesung am 16.03.2019 las, zappelten einige Gedanken durch meinen Kopf. Wäre ich doch nur etwas besser auf den Beinen! und dann Das schaffe ich! Als sich dann mein kölsches Gemüt zu Wort meldete (Et hätt noch emmer jot jejange Kölsches Grundgesetz Paragraph §3) , war es beschlossene Sache für mich.

Kurz entschlossen suchte ich die Webseite von Südsehen auf und reservierte kurzentschlossen einen Platz. Per E-Mail kein Problem. Und bereits am nächsten Morgen kam erhielt ich eine Mail. Zitat:

Guten Morgen Herr Philipps,

 

hier mit bestätige ich Ihnen Ihre Reservierung und wünsche viel Spaß am 16.03.

 

Mit freundlichen Grüßen

Herzlichen Dank! Das war eine prompte Bearbeitung! Und ich bin mir sicher: Spaß werde ich haben. Mit Mitzi ihren Texten geht das auch gar nicht anders!

Nun fühle ich mich, wie ein Kind vor Weihnachten.

Hilfe! Die Herdmanns kommen!

Hilfe! Die Herdmanns kommen!

Die Erzählerin dieser Geschichte ist ein Mädchen von circa 14 Jahren. Zum besseren Verständnis sei gesagt, dass diese Geschichte in Amerika spielt und in Amerika gibt es die Sonntagsschule. Die Sonntagsschule ist der kirchliche Unterricht, der halt am Sonntag morgen erteilt wird.

Die Herdmann-Kinder waren die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie logen und klauten, rauchten Zigarren (sogar die Mädchen) und erzählten schmutzige Witze. Sie schlugen kleine Kinder, fluchten auf ihre Lehrer, missbrauchten den Namen des Herrn und setzten den alten, verfallenen Geräteschuppen von Fred Schumacher in Brand. Das Gerätehaus brannte nieder bis auf den Grund, und ich glaube, das überraschte die Herdmanns. Sie setzten ständig etwas in Brand, aber es war das erste Mal, dass sie es schafften, ein ganzes Gebäude niederzubrennen. Sie waren wirklich so rundherum schrecklich, daß man kaum glauben konnte, daß es sie wirklich gab: Ralf, Eugenia, Leopold, Klaus, Olli und Hedwig – sechs magere, dünnhaarige Kinder, die sich nur dadurch voneinander unterschieden, daß sie verschieden groß waren und an verschiedenen Stellen blaue Flecken aufwiesen, die sie sich gegenseitig beigebracht hatten. Wir waren überzeugt, daß sie direkt auf die Hölle zusteuerten, mit dem Umweg über die Staatliche Besserungsanstalt – bis sie sich mit meiner Mutter, der Kirche und unserem Krippenspiel einließen. Weiterlesen „Hilfe! Die Herdmanns kommen!“

Gestern war Nikolaus…

Vor einigen Tagen telefonierte ich mit einer ganz lieben Freundin, Tina aus Weiden. Als sie mich fragte, ob ich irgendwas dringend bräuchte, was sie mir schicken könnte, fiel mir zunächst nichts ein.

Download (4)Doch! Ein Buch hätte ich sehr gerne… Ich bat sie, mir das Buch von Mitzi Irsaj zu schicken.
Am Nikolaus gegen Mittag kam es dann an. Selten habe ich ein Buch mit mehr Vergnügen gelesen, als dieses.

Lieben herzlichen Dank, Tina! Wer es noch nicht kennt, unbedingt lesen! Und mein nächster Wunsch: Ich möchte unbedingt Mitzi lesen hören, live! Und bitte nicht erst nächsten Nikolaus!

Franz Eberhofer, Polizist aus Niederbayern

Noch auf der Suche nach was leichtem zu lesen? So für die Fahrt im Zug oder am Strand? Da kann ich euch den Franz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen bei Landshut empfehlen. Rita Falk, die Autorin, hat mittlerweile 9 Bücher von ihm geschrieben, und auch im Fernsehen und im Kino war er schon am ermitteln.

Die Bücher tragen genau so lustige Titel, wie der Inhalt auch ist. Angefangen mit „Winterkartoffelknödel“ (Bd. 1) bis hin zu „Kaiserschmarrndrama“, seinem bislang 9. und erst mal letzten Fall.

Er wohnt im alten Saustall seines Bauernhofes zusammen mit seiner Oma, dem dauerkiffenden Vater und seinem treuen Hund Ludwig. Auch eine Freundin hat er, die Susi. Die lebt allerdings nicht mit ihm zusammen.

Am Ende eines jeden Buches gibt er die Rezepte seiner Oma preis, wer also gerne kocht…

Ich habe sie alle gelesen und sehr oft laut gelacht. Mehr erfahrt ihr, wenn ihr auf den Link klickt, der führt auf seine Homepage. Also, auf geht´s, sonst kommt er und verhaftet euch. 😀