Zur Blauen Stunde | Abschied

Abschied Du füllst mich an wie Blut die frische Wunde und rinnst hernieder seine dunkle Spur, du dehnst dich aus wie Nacht in jener Stunde, da sich die Matte färbt zur Schattenflur, du blühst wie Rosen schwer in Gärten allen, du Einsamkeit aus Alter und Verlust, du Überleben, wenn die Träume fallen, zuviel gelitten und zuviel gewusst. Entfremdet früh dem Wahn der„Zur Blauen Stunde | Abschied“ weiterlesen

Was Oma noch wusste | 1000 praktische Tipps | 601-650

Blaue Pflaumen halten sich monatelang,in eine luftige Bodenkammer lose auf Backbretter geschüttet. Kirschen bleiben bis Weihnachten frisch,wenn sie nicht mit der Hand berührt wurden (mit Handschuhen pflücken!), in neuen Steintöpfen, die mit Schweinsblasen zugebunden werden. An Weintrauben versiegelt man die Stiel-Endenund hängt die Trauben an trockener, luftiger Stelle auf. Tomatenlegt man einzeln auf Backbretter in„Was Oma noch wusste | 1000 praktische Tipps | 601-650“ weiterlesen

Die Schildbürger, oder: Das Lallen- und Narrenbuch. | Fünfunddreißigstes Kapitel

Fünfunddreißigstes Kapitel.Wie die Schildbürger einen Mühlstein gruben und einer damit hinweglief. Die Bauern hatten eine Mühle gebaut, zu welcher sie als ein Werk der Gemeinde, auf einem hohen Berge in einer Sandgrube einen Stein gehauen hatten. Als sie denselben mit großer Mühe und Arbeit den Berg herabgebracht hatten, fiel ihnen erst ein, wie sie es„Die Schildbürger, oder: Das Lallen- und Narrenbuch. | Fünfunddreißigstes Kapitel“ weiterlesen

Die Glocken

Die Glocken Übers.: Hedwig Lachmann Hört die Schlittenglocken, die hellen,Die fröhlichen, silbernen Schellen!Wie sie klingen und klingen und klingenZu der Rosse feurigen Sprüngen.Wie es ringsherum blinkt und blitzt,Wie die Sterne glitzern und flinkern,Daneben blinzeln und zwinkernHalb verschmitzt –Und im Mondlicht tanzen die FeynEinen seltsamen Runenreihn,Bei den demantbestreuten ErlenZu den tönenden Silberperlen.Und es klingt, klingt, klingt,Und„Die Glocken“ weiterlesen

Schönheit

Die Welt, du weißts, beurteilt dich,Schnöd wie sie ist, nur äußerlich.Drum, weil sie nicht aufs Innere schaut,Pfleg du auch deine heile Haut,Dass Wohlgefallen du erregst,Wo du sie auch zu Markte trägst.Die Zeitung zeigt dir leicht die WegeDurch angepriesene Schönheitspflege.Durch Wässer besser als mit MesserHilft dir ein USA – Professer,Und ein Versandgeschäft im HarzeHat Mittel gegen„Schönheit“ weiterlesen

Am Neujahrstage

Am Neujahrstage Das Auge sinkt, die Sinne wollen scheiden:»Fahr wohl, du altes Jahr, mit Freud und Leiden!Der Himmel schenkt ein neues, wenn er will.«So neigt der Mensch sein Haupt an Gottes Güte,Die alte fällt, es keimt die neue BlüteAus Eis und Schnee, die Pflanze Gottes, still. –Die Nacht entflieht, der Schlaf den Augenlidern:»Willkommen junger Tag„Am Neujahrstage“ weiterlesen

Weisheit des Tages | 01.01.2021

Die Bitte an die jungen Menschen lautet:Lassen Sie sich nicht hineintreiben in Feindschaft und Hass gegen andere Menschen,gegen Russen oder Amerikaner, gegen Juden oder gegen Türken, gegen Alternative oder gegen Konservative, gegen Schwarz oder gegen Weiß.Lernen Sie, miteinander zu leben, nicht gegeneinander. Richard von Weizsäcker