Zur Blauen Stunde | Nacht am Gebirgssee


Nacht am Gebirgssee.

Leise zieht mein Boot in blassen Wellen, 
Die den Sternenreigen funkelnd spiegeln, 
Breite, duftumhüllte Silberquellen 
Rinnen von den mondbeglänzten Hügeln.

Und der Nebel sinkt in faltenschweren 
Lichtgewanden müde um die Bäume, 
Dunkeltrotzig starren rings die Föhren 
Wie versteinte, sorgendüstre Träume.

Und von wildzerzackten Felsenwänden 
Schwebt die Nacht behutsam durch die Stille 
Und sät Frieden aus mit leisen Händen . . . 
Lautlos zieht die blanke, schwanke Zille.

Lautlos schmiegen sich die weichen, feuchten 
Bergseefluten an die helle Planke . . . 
Tiefe Ruh . . . Nur fern ein Wetterleuchten 
Wie ein wachgewordener Gedanke . . 

Stefan Zweig (1881-1942)

Veröffentlicht von Werner Philipps

Mein Leben und ich! So könnte man den Inhalt meines Blogs kurz und knapp überschreiben. Er beinhaltet (ich hoffe in der richtigen Balance!) Episoden und Ereignisse aus meinem Leben (sic!), Humor und Gedichte... Lasst Euch einfach mal überraschen. Über Kommentare zu den einzelnen Artikeln freue ich mich natürlich auch sehr und meistens antworte ich sogar! Ich freue mich sehr über Euren Besuch. Herzlichst, Werner Philipps

Ein Kommentar zu “Zur Blauen Stunde | Nacht am Gebirgssee

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