Trizonesien-Song – Karl Berbuer (1948)


Und so klingt´s heute. 😉
Bläck Fööss – Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien 2000



Interessant und Wissenswert:
„Ein kleines Häuflein Diplomaten macht heut die große Politik,
sie schaffen Zonen, ändern Staaten.“– Karl Berbuer: Trizonesien-Song
Das Lied verfügt über einen eingängigen Refrain:Wir sind die 
Eingeborenen von Trizonesien, 
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Wir haben Mägdelein mit feurig wildem Wesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Wir sind zwar keine Menschenfresser, doch wir küssen um so besser.
Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien,
Hei-di-tschimmela-tschimmela-tschimmela-tschimmela-bumm!
Der Text ist eine versteckte Kritik an den Besatzungsmächten, 
die offenbar nicht nur als Befreier vom Nationalsozialismus, 
sondern als eine Art Kolonisatoren empfunden wurden, und verballhornt 
das nationalsozialistische Schlagwort vom Deutschen Wesen zum 
wilden Wesien.
Textanalyse: Das Lied wird als Indiz für gewonnene Distanz zum 
vergangenen Krieg gedeutet, als humorvolles Lachen über die eigene 
Situation. Das Wort ‚Menschenfresser‘ ist ein eng mit Eingeborenen 
assoziierter Begriff. Der Musikwissenschaftler Fred Ritzel bezeichnet 
1998 in seiner Songanalyse die Verwendung dieses Wortes vor dem 
Hintergrund der Kriegstoten und Judenmorde als erschreckend und 
skrupellos. In einer musikpsychologischen Untersuchung fand man 
Hinweise auf den Wunsch zur Überwindung der nationalen Isolation. 
Das Karnevalslied sei ein „Spiegel der Mentalitäts- und 
Politikgeschichte 1948“ und der „in Selbstironie verpackte Wunsch, 
die nationale Isolation zu überwinden“. 
Es schildere ironisch wie kein anderer die Lage der Deutschen 
zwischen Währungsunion und Republikgründung. 
„Wir ‚Trizoniesier', so streichelte das (…) Liedchen die arg 
gekränkte Volksseele, sind ganz, ganz harmlose Menschen“.  
Der mit hochdeutschem Text versehene Karnevalsschlager wurde ein 
großer Erfolg für Berbuer, denn er avancierte zum ersten Nachkriegshit 
 des Kölner Karnevals. Nach Neugebauer reflektiert das Lied wie kaum 
ein anderes zeitgenössisches Dokument die Befindlichkeit 
der Deutschen in den drei westlichen Besatzungszonen.

Quelle: Trizonesien-Song – Wikipedia

 

Autor: Werner Philipps

Mein Leben und ich! So könnte man den Inhalt meines Blogs kurz und knapp überschreiben. Er beinhaltet (ich hoffe in der richtigen Balance!) Episoden und Ereignisse aus meinem Leben (sic!), Humor und Gedichte... Lasst Euch einfach mal überraschen. Über Kommentare zu den einzelnen Artikeln freue ich mich natürlich auch sehr und meistens antworte ich sogar! Ich freue mich sehr über Euren Besuch. Herzlichst, Werner Philipps

5 Kommentare zu „Trizonesien-Song – Karl Berbuer (1948)“

  1. Suuper – und man konnte die sogar verstehen. Das habe ich in Köln schon anders erlebt. da brauchte ich ja um „Guten Tag“ zu verstehen schon einen Dolmetscher. Und meist gerade von ein paar Stangen „Alt“ herüberkommend, servierte man mir dann unverständlicherweise das „Kölsch“ in Reagenzgläsern.. Ich glaube, die haben das ganze Jahr über Karneval..🤣🤣

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